VERANSTALTUNGEN

„Welche Wirtschaft in welcher Gesellschaft?“

Robert-Jungk-Memorial-Lecture 2002 und Verleihung des Salzburger
Landespreises für Zukunftsforschung an die Ökonomin Luise Gubitzer

„Ich sehe politisch Handeln als gesellschaftlich notwendige Arbeit der Zukunft an, da aus ihr ein demokratischer Zusammenhalt der Gesellschaft hervorgehen kann, etwas, was ich derzeit als nicht gegeben bzw. äußerst gefährdet sehe. Politisch Handeln ist die zentrale Tätigkeit der Zivilgesellschaft und für die Einbettung und Redimensionierung von Ökonomie.“ (Luise Gubitzer, Zur Einbettung und Redimensionierung der Ökonomie, in: Die Zukunft der Gesellschaft, 2001)

Der auf Vorschlag der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen alle drei Jahre vergebene Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung ergeht 2002 an Prof. Luise Gubitzer für ihr zukunftsweisendes wissenschaftliches und soziales Engagement.

Ihre Zukunftsideen für ein humanes Wirtschaften wird die an der Wirtschaftsuniversität Wien lehrende Ökonomin in der Robert-Jungk-Memorial-Lecture 2002 vortragen. Am Donnerstag, den 16. Mai, spricht Gubitzer zum Thema „Welche Wirtschaft in welcher Gesellschaft?“ (19.30 Uhr, Universität, Rudolfskai 42).

In einem Seminar am Freitag, den 17. Mai, mit der Preisträgerin und dem Präsidenten der Robert-Jungk-Stiftung, Klaus Firlei (Universität Salzburg), geht es um die „Suche nach Zusammenhalt in einer auseinander driftenden Gesellschaft“. Thematisiert werden Fragen nach Solidarität und Wohlstandsverteilung in Reichtumsökonomien, Chancen einer Neubestimmung von Arbeit und gesellschaftlichem Tätigsein sowie die Abkehr von rigiden Wachstumszwängen. (15-18 Uhr, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Robert-Jungk-Platz 1, 5020 Salzburg; Tel. Anmeldung erbeten)


Eintritt pro Veranstaltung: € 5,- / € 3,- Für beide Veranstaltungen: € 8,- / € 5,-
Infos und Kartenreservierung: JBZ 0662/873206
sowie unter jungk-bibliothek@salzburg.at 
     

 

        Luise Gubitzer                          Klaus Firlei

Zu den Referierenden:
Luise Gubitzer ist außerordentliche Universitätsprofessorin am Institut für Volkswirtschaftstheorie und –politik, Mitarbeiterin am Projekt „Alternative Ökonomie“ am Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Mitglied mehrerer Kom­missionen, etwa jener der Österreichischen Bischofskonferenz „Justitia et Pax“, sowie des BEIGEWUM - Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen. Ausgewählte Publikationen: Zur Einbettung und Redimensionierung der Ökonomie. In: Karla Kreuzberg (Hg.): Die Zukunft der Gesellschaft. (München, Wien, 2001); Existenzsicherndes Grundeinkommen. Frauenrecht oder Frauenfalle? Am Beispiel von Arbeit. In: Karin Heitzmann / Angelika Schmidt (Hg.): Frauenarmut. (Frankfurt a. M. 2001); Chance und Notwendig­keit das Paradies zu denken. In: Ina Paul Horn (Hg.): Entgrenzung und Beschleunigung. Widersprüche und Fragen im Prozess der Modernisierung. (Wien, 2000); Grundlagen einer alternativen politischen Ökonomie als Theorie einer zweiten großen Transformation. Habilitation WU Wien (1999).
Klaus Firlei ist Professor am Institut für Arbeitsrecht an der Universität Salzburg, Co-Geschäftsführer der Salzburg-Kommission und seit 2000 Präsident des Kuratoriums der Robert-Jungk-Stiftung. Zuletzt von ihm erschienene einschlägige Aufsätze: Grundsicherung und Tätigkeitsgesellschaft in einem postmodernen Umfeld. In: Johannes W. Pichler (Hg.): Die “Neue” Arbeit. Die rechtspolitischen Herausfor­derungen (Wien 1999); Humanismus im globalen Supermarkt. In: Humanismus heute (Wien 2001).