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Vortrag | Di. 5. Juni |
20 Uhr | Freier Eintritt
Die EU
und Afrika
Zwischen wirtschaftlichen
Eigeninteressen, Sicherheitsansprüchen und Entwicklungszielen
Mit Clemens Six, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der
österreichischen Forschungsstiftung für Entwicklungshilfe – 
Ort: JBZ, Robert-Jungk-Platz 1 /
Imbergstraße 2, 5020 Salzburg
Infos: Mag. Elisabeth Moser, aai, T. 0662.841413-13, www.aai-salzburg.at
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Die Europäische Union hat im
Jahr 2005 nicht nur eine Neuausrichtung ihrer Entwicklungspolitik
vorgenommen, sondern zudem eine Afrika-Strategie formuliert, die die
Zusammenarbeit zwischen den beiden Kontinenten in den kommenden Jahren
bestimmen soll. Zusätzlich werden im Rahmen der Neugestaltung der
Wirtschaftsbeziehungen zu den AKP-Staaten (African, Caribbean,
Pacific Group of States), von denen sich die
Mehrheit in Afrika befindet, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) verhandelt, die ab 2008 den Handel und damit auch
die entwicklungspolitische Zusammenarbeit gestalten sollen. Die EU versucht
in diesen Abkommen, investitionsfreundliche Regionalintegration zu
forcieren, die insbesondere der Anbindung an den Weltmarkt dient,
wohingegen eine entwicklungspolitisch ausgewogene Integration die
umfassenden sozialen und direkt armutsrelevanten Konsequenzen mit
einzubeziehen hat.
Der Vortrag versucht, die
Beziehungen zwischen der EU und Afrika im Spannungsfeld ökonomischer
Eigeninteressen der EU und entwicklungspolitischer Zielsetzungen zu
analysieren und den Anspruch der Kohärenz kritisch zu beleuchten.
Einen zweiten thematischen
Schwerpunkt bildet das Thema Sicherheit, das eine
wachsende Bedeutung in der Gestaltung der Entwicklungszusammenarbeit
zwischen Europa und Afrika spielt. Inwiefern ist innere Sicherheit in
Afrika eine notwendige Voraussetzung für Entwicklung? Welche Rolle soll
Entwicklungszusammenarbeit dabei spielen? Welche europäischen Sicherheitsfragen
sind in den Beziehungen zu Afrika relevant? Welche Vereinnahmungen drohen
durch die Verknüpfung von Entwicklungspolitik und Sicherheitsfragen?
Kooperation: Afro-Asiatisches
Institut, Robert-Jungk Bibliothek, Verein Afrika Solidarität, Südwind
Salzburg
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