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Die vergangenen Jahrzehnte waren von einer dramatischen Zunahme
an grenzüberschreitenden ökonomischen Transaktionen geprägt. Globaler Handel
und Investitionen expandierten. Das Resultat ist eine qualitative
Neustrukturierung von Güterketten, in denen die Produktion von Waren und
Dienstleistungen in einzelne Produktionsschritte aufgeteilt und global
verteilt werden. Damit verbunden sind eine Ausweitung von
Produktionskapazitäten in Entwicklungsländern sowie eine generelle
Neuverteilung ökonomischer Aktivität im Weltmaßstab. Dies wirft eine Reihe (entwicklungs-)politisch relevanter Fragen
auf: Können arme Länder und Regionen durch eine Integration in diese globalen
Güterketten und Produktionsnetzwerke ihre Entwicklungsperspektiven nachhaltig
verbessern? Welche entwicklungs- und industriepolitischen Konzepte
tragen zur Verbesserung ihrer Position in diesen Netzwerken und zur
Steigerung der Aneignung regional geschaffener Werte bei? Welche
Unternehmensstrategien erklären aktuelle und historische Standortsysteme und
was folgt daraus für bestehende und zukünftige Machtasymmetrien und
Entwicklungsperspektiven innerhalb von Produktionsnetzwerken? Diesen und
weiteren Fragen nähert sich der Band anhand der Perspektive „globaler
Güterketten“ an. Die beiden Experten werden Auszüge daraus vorstellen. Buchhinweis: Globale Güterketten. Weltweite Arbeitsteilung und
ungleiche Entwicklung. Wien: Promedia-Verlag, 2010.
€ 24,90
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