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Vortrag & Diskussion
Nahrungsmittelkrise -  falsche politische Lösungen in Süd und Nord?
Die neuen Landnahmen am Beispiel Afrika - Ernährungssicherheit oder Agrarkolonialismus?

Vortrag von Uwe Hoering, Journalist & Buchautor, Berlin

Dienstag, 12. 05. 2009, Beginn: 20.00
Ort: Robert-Jungk Bibliothek, Robert-Jungk Platz 1

 

Hungerrevolte in Haiti! Brotaufstand in Kamerun! Diese und ähnliche Schlagzeilen gingen im Frühjahr 2008 durch die Internationale Presse, erstmals hatte die Nahrungsmittelkrise auch die „reichen Ländern" erreicht, Uwe Hoering, Journalist & Buchautor von „Agrar-Kolonialismus in Afrika. Eine andere Landwirtschaft ist möglich" und  „Vorsicht: Weltbank. Armut, Klimawandel, Menschenrechtsverletzungen" recherchiert nun die Hintergründe und Auswirkungen der Nahrungsmittelkrise: „Erst war es die Energiekrise und der Run auf Agrartreibstoff, jetzt die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln, die dazu führen, dass zahlreiche Unternehmen, Investmentfirmen und Pensionsfonds die Landwirtschaft entdeckt haben. Nach einem Bericht der Financial Times plant die 
Al-Quadra Holding, eine Investmentfirma mit Sitz in Abu Dhabi, bis Ende dieses Jahres 400 000 ha Land in Afrika und Asien zu kaufen. Das britische Unternehmen Cru Investment Management handelt mit privaten Investitionen in die Landwirtschaft in Afrika und verspricht Erträge von 30 -40%, das US-Unternehmen BlackRock legte einen Hedgefonds Landwirtschaft auf. Was bedeutet diese Entwicklung für die Menschen & die Umwelt?

In seinem Vortrag wird Uwe Hoering Ursachen und Hintergründe beleuchten, das Agro-Business analysieren und die Chancen der bäuerlichen Landwirtschaft aufzeigen. Etwa 85% aller Farmen weltweit - ungefähr 525 Millionen - sind „klein", d. h. sie haben eine Größe von zwei Hektar oder weniger. Die Hälfte davon sind in China, ca. 33 Millionen in Afrika. Zahlreiche internationale Studien belegen, dass kleinbäuerliche Betriebe mehr Nahrung je Hektar mit weniger Kapital erzeugen, dafür mit mehr Arbeit.

Kooperation: AAI, Robert-Jungk Bibliothek, Bio Austria, Südwind Entwicklungspolitik, Umweltreferat der Erzdiözese

                 

 

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