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Das Bild des Orients ist heute für viele Menschen im
Westen mit der Angst vor Terror verknüpft und der täglichen Gewalt infolge
der Kriege, die der Westen seit 2001 in die islamische Welt exportiert hat. „Unsere wechselseitigen Bilder
voneinander, wie wir uns aus der
religiösen Tradition heraus sehen und heute medial einander
darstellten, verschärfen die Auseinandersetzungen.“ Karin Kneissl In ihrem 2007 erschienenen Buch „Die Gewaltspirale. Warum Orient und Okzident nicht
miteinander können“ analysiert sie den Konflikt Palästina-Israel
aus seiner Entstehungsgeschichte, beschreibt ihn auch aus der Sicht der arabischen Welt.
Dass die islamische Welt keine Einheit ist, lässt sich an dem historischen
Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten ablesen. Karin Kneissl
kritisiert den unseligen Kampf gegen den Terror. Für die USA und ihr Fiasko
im Irak sieht sie nur einen Ausweg, Diplomatie anstelle militärischer Option
und sie fordert die Verantwortung Europas ein, sich für eine Lösung des Palästina
Konflikts zu engagieren. Um in einen Dialog für friedliche Lösungen auf allen
Ebenen eintreten zu können, bedarf es des Wissens um die verschiedenen Kulturen
und ihrer Geschichte, denn das derzeitige Verhältnis Orient – Okzident ist
geprägt von gegenseitigem oberflächlichem Wissen „bedauerlicherweise geht das
Wissen voneinander gerade unter Entscheidungsträgern, trotz all der
verbesserten und leicht zugänglichen Information, immer mehr zurück“. Der Vortrag von Karin Kneissl wird all diese Hintergründe beleuchten und die BesucherInen über die Geschichte und Sichtweisen des
Orients umfassend informieren. |
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