Salzburger Landkarte der Nachhaltigkeit

In Salzburg existiert eine Vielfalt an Initiativen, die sich einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet fühlen. Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen wurde von der Abteilung 16:Umweltschutz des Amtes der Salzburger Landesregierung beauftragt, beispielhafte Projekte zu recherchieren.

Die folgenden Beschreibungen basieren auf einschlägiger Literatur, Internetquellen sowie Gesprächen mit Projektmitwirkenden. Alle Projekte sind mit Schlagwörtern versehen und über ein interaktives Inhaltsverzeichnis rasch auffindbar.

Wichtig war uns eine breite Streuung in der Auswahl, die zum einen die vier Dimensionen bzw. Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit „Ökologie“, „Wirtschaft“, „Soziales“ sowie „Globale Verantwortung“ abdeckt. Ein "Nachhaltigkeitsprofil" zu Beginn jeder Projektbeschreibung gibt die Schwerpunktsetzung hinsichtlich der vier Nachhaltigkeitsdimensionen wieder (Gesamt: 100 Prozent).

Zum anderen galt es, Initiativen aus dem Öffentlichen Bereich, der Wirtschaft wie der Zivilgesellschaft zu berücksichtigen, um auch hier Vernetzungen herzustellen. Links zu den einzelnen Initiativen ermöglichen eine vertiefende Information, die zahlreichen Kontaktadressen den direkten Austausch. 

Die Zusammenstellung ist exemplarisch und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Anregungen zu den vorgestellten Beispielen richten Sie bitte an den jeweiligen Verfasser.

Wir danken allen Projektmitwirkenden für ihre Kooperationsbereitschaft und die zur Verfügung gestellten Informationen und hoffen, mit den Beispielen ein Stück weit zur Infor­mation über die zahlreichen in Salzburg existierenden Initiativen beitragen zu können.

Datenstand: März 2007

 

 

Projektübersicht – Salzburger Landkarte der Nachhaltigkeit

 

 

Arbeitsmarkt - Arbeitsstiftungen

Verfasser: Hans Holzinger

Gewaltprävention

Verfasser: Hans Holzinger

Armutsnetzwerk Salzburg
Verfasser: Hans Holzinger

Global Marshall Plan-Initiative
Verfasser: Walter Spielmann

 

Autofreie Tourismusorte
Verfasser: Alfred Auer

Holzcluster
Verfasser: Alfred Auer

 

Beschäftigungsinitiativen
Verfasser: Hans Holzinger

Kirchliche Initiativen
Verfasser: Hans Holzinger

 

BINE - Bildung für nachhaltige Entwicklung
Verfasser: Hans Holzinger

Klimabündnis
Verfasser: Alfred Auer

 

Biolandwirtschaft
Verfasser: Alfred Auer

Leben 2014 Oberpinzgau
Verfasser: Hans Holzinger

 

Biomasse
Verfasser: Hans Holzinger

Lokale Agenda 21
Verfasser: Hans Holzinger

 

Corporate Social Responsibility
Verfasser: Walter Spielmann

Menschenrechtsbericht Salzburg
Verfasser: Hans Holzinger

 

e-5-Programm
Verfasser: Alfred Auer

Mobilitätspreis
Verfasser: Alfred Auer

 

Energie aktiv
Verfasser: Alfred Auer

Mobilito
Verfasser: Alfred Auer
 

 

Entwicklungspolitischer Beirat des Landes
Verfasser: Hans Holzinger

Nationalpark Hohe Tauern
Verfasser: Alfred Auer

 

EURegio
Verfasser: Alfred Auer

Naturschutzinitiativen
Verfasser: Alfred Auer

 

Fairer Handel
Verfasser: Hans Holzinger

Ökologischer Wohnbau
Verfasser: Hans Holzinger

 

Fraueninitiativen
Verfasser: Hans Holzinger

S-Bahn Salzburg
Verfasser: Alfred Auer

 

Gemeindeentwicklung Salzburg
Verfasser: Walter Spielmann

Schaudorf Schleedorf
Verfasser: Hans Holzinger

 

genderalp
Verfasser: Alfred Auer

SOL – Verein für Lebensstil
Verfasser: Hans Holzinger

 

Gesundheitsvorsorge des Landes
Verfasser: Hans Holzinger

Sozialoskar
Verfasser: Hans Holzinger

 

Gesundheitsvorsorge: weitere Initiativen
Verfasser: Hans Holzinger

Umwelt.Service.Salzburg
Verfasser: Hans Holzinger

 

 

 

 

 

Arbeitsmarktförderung – Arbeitsstiftungen        

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Territorialer Beschäftigungspakt

 

 

 

 

 

 

Laut einer Studie der Arbeiterkammer stieg die Zahl der Beschäftigten in Salzburg von 1987 – 2005 um rund 34.400 auf 214.600 Personen, das entspricht 1.900 neuen Arbeitsplätzen pro Jahr. Fielen in den 1980er-Jahren noch 80 Prozent des Jobzuwachses auf den öffentlichen Bereich, so entstanden seit 2000 zwei Drittel der neuen Jobs in der Privatwirtschaft. Die größten Zuwächse entfallen auf unternehmens­bezogene Dienstleistungen wie Leiharbeit, Fremdenverkehr und Handel. Ein Drittel des Beschäftigungszuwachses tragen Vereine, Verbände, Gemeinden und Betriebe in mehrheitlich öffentlichem Eigentum bei. Die größten Zuwächse dabei gibt es im Pflegebereich (Altenheime, Soziale Dienste). Rückgänge gab es in der Bauwirtschaft (minus 1210 Beschäftigungsverhältnisse) und in der Sachgütererzeugung (minus 827). Auch in Salzburg, das traditionell einen hohen Dienstleistungsanteil aufweist, setzt sich der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft fort.

Detaillierte Informationen über die Arbeitsmarktentwicklung liefert die regionale Beschäftigungsstatistik des Landesstatistischen Dienstes, die gemeinsam mit der AK Salzburg erstellt wird. Demnach entstanden rund 60 Prozent aller Beschäftigungszuwächse von 2000 bis 2005 in Betrieben mit 50 oder mehr Beschäftigten.

Arbeitslosigkeit in Salzburg: 12.363 Personen waren Ende Jänner 2007 im Bundesland Salzburg arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug zu diesem Stichtag 5,1 Prozent, was im Vorjahresvergleich einem Minus von 0,7 Prozentpunkten entsprach. Damit liegt Salzburg mit der niedrigsten Quote vor Oberösterreich an der Spitze aller österreichischen Bundesländer. (Pressemitteilung des AMS Salzburg vom 1.2.2007).

Die relativ günstige Beschäftigungslage, die auch auf den Lehrstellenmarkt zutrifft, erfordert dennoch permanent Maßnahmen zur Bewältigung des Strukturwandels. Notwendig sind eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik (s. u. Industriepolitisches Übereinkommen), Fortbildungsangebote etwa von BFI, WIFI und AMS oder Programme wie „Frauen in die Technik“, aber auch Maßnahmen zur Linderung der Probleme bei Betriebsschließungen (z. B. Auffanggesellschaften wie im Falle der Insolvenz der Firma Roco in Hallein) sowie Hilfen zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den 1. Arbeitsmarkt [Zu letzterem siehe das Projektblatt Beschäftigungsinitiativen].

Der Territoriale Beschäftigungspakt „Arbeit für Salzburg 2006“ (TEP) ist ein Zusammenschluss des Landes Salzburg mit den Partnern Arbeitsmarktservice, Bundessozialamt, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Österreichischer Gewerkschaftsbund, Industriellenvereinigung, Landeslandwirtschaftskammer, Landarbeiterkammer, der Gender Mainstreaming Beauftragte sowie den Regionalmanagements. Die arbeitsmarktpolitischen Ziele und Schwerpunkte des TEP Salzburg konzentrieren sich auf die Steigerung des Qualifizierungsniveaus der Arbeitnehmerinnen und -nehmer, die Verringerung regionaler Disparitäten und die volle Verankerung von Gender Mainstreaming (GM). Zudem unterstützt der TEP aktiv die Bemühungen der Landesregierung bis 2009 Vollbeschäftigung zu erreichen.

Abkommen mit der Industrie

 

 

 

 

 

Arbeits-stiftungen

 

 

Salzburgs größte Stärke liegt im Dienstleistungsbereich. Ein Industriepolitisches Übereinkommen zwischen dem Land Salzburg und der Industriellenvereinigung, abgeschlossen im April 2005, soll mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze auch im modernen Produktionssektor bringen. Ziele sind der Ausbau bestehender sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen, die Mobilisierung von Beteiligungskapital, die Beschleunigung von Verfahren für größere öffentliche Projekte sowie der rasche und effiziente Ausbau der Salzburger Verkehrs- und Energieinfrastruktur.

Arbeitsstiftungen  sind ein modernes Instrument der Arbeitsmarktpolitik, um fehlende Fachkräfte dem Qualifizierungsbedarf der Wirtschaft entsprechend heranzubilden. Sie verfolgen zugleich das Ziel, arbeitslosen ArbeitnehmerInnen neue Perspektiven zu bieten. In einem gemeinsamen Planungsprozess wird von einem Unternehmen der Bedarf beim Arbeitsmarktservice (AMS) bzw. direkt beim Verein Regionale Arbeitsstiftung gemeldet. Danach werden die geeigneten Arbeitskräfte von der Arbeitsstiftung vorselektiert und gemeinsam mit dem Unternehmen ausgewählt. Basierend auf dem individuellen Qualifikationsniveau wird ein Bildungsplan mit einer maximalen Ausbildungsdauer bis zu zwei Jahren erstellt. Die Qualifizierung besteht aus einer praktischen Ausbildung direkt am Arbeitsplatz im Betrieb und einer begleitenden, theoretischen Aus/Weiterbildung bei einem Bildungsträger.

"Der Großteil der TeilnehmerInnen wird danach direkt vom Unternehmen übernommen, sollte es dennoch einmal nicht klappen, hat der ‚Stiftling’ trotzdem einen enormen Vorteil am Arbeitsmarkt – eine Ausbildung in einer Sparte, die besonders gefragt ist", so Mag. Irene Franz, Geschäftsführerin der Regionalen Arbeitsstiftung. Entsprechend der regen Nachfrage von Seiten der Wirtschaft nach dieser Möglichkeit, gesuchte Fachkräfte zu bekommen, wurde gegenüber 2005 die Anzahl der Stiftungsplätze verdoppelt, sodass 2007 insgesamt 200 Plätze zur Verfügung stehen. Vgl. dazu auch den AMS-Geschäftsbericht 2005.

Infos
Quellen

Homepages:  www.ak-sbg.at; www.wko.at/sbg; www.ams.or.at

AK-Beschäftigungsstudie: Gemeinden, Vereine und Private als Job-Motoren.www.salzburg.at/themen/leben/arbeit.html?NewsID=201801

Arbeitsstiftungen:
http://www.ams.or.at/neu/sbg/500_Implacement-Produktblatt.doc
http://www.salzburg.gv.at/lkorr-meldung?nachrid=37472

Kontakt

Arbeitsstiftungen: GF Mag. Irene Franz, T 0662 / 887377-0,  irene.franz@ges-aw.at.
AMS Salzburg: Landesgeschäftsführer Siegfried Steinlechner,
Auerspergstraße 67, 5020 Salzburg, T 0662.8883-7002
siegried.steinlechner@ams.at

Arbeiterkammer Salzburg: Markus-Sittikus-Str. 10, 5020 Salzburg Mag. Wilfried Bischofer, MBA, T 0662.8687-433 wilfried.bischofer@ak-salzburg.at 

Wirtschaftskammer Salzburg: Julius-Raab-Platz 1, 5020 Salzburg. Mag. Huber, T 0662.88 88-323, lhuber@wks.at

Schlagwörter

Arbeit, Arbeitslosigkeit, Industrie

Verfasser

Hans Holzinger                                              Zurück zur Übersicht



 

 

 

Armutsnetzwerk  Salzburg

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

Grundsätze
und Ziele

Soziale Nachhaltigkeit bedeutet, dass alle BürgerInnen eines Landes ein Leben in Würde und sozialer Sicherheit führen können. Eine materielle Mindestabsicherung ist hierfür noch kein Garant, aber eine wesentliche Voraussetzung. Gefordert sind Politik, Wirtschaft und die Gesellschaft.

Lobby derer zu sein, die keine Lobby haben, Strukturelle Armutsbekämpfung als umfassende Aufgabe zu verstehen, die die Politikbereiche Wohnen, Arbeit, Bildung, Gesundheit, Soziale Infrastruktur u. a. verbindet, Armutsvermeidung zu erreichen durch soziale Grundrechte und Zugangschancen zu zentralen gesellschaftlichen Teilbereichen, nicht zuletzt: Armut zu enttabuisieren und zum öffentlichen Thema zu machen – so die Ziele des Salzburger Armutsnetzwerks, das 2001 gegründet wurde.

Das Salzburger Armutsnetzwerk ist regierungs- und parteienunabhängig, jedoch offen für alle Einrichtungen und Personen, die sich aktiv in der Armutsbekämpfung im Bundesland Salzburg engagieren wollen. Das Netzwerk ist auch Mitglied des Österreichischen Armutsnetzwerkes  und damit eingebunden in die Struktur der europäischen Anti-Armuts­netzwerke („european anti poverty network - eapn“).

Zu den derzeit 30 Mitgliedern zählen u. a. die Arbeiterkammer Salzburg, die Caritas, die Katholische Aktion, der Frauentreffpunkt, das Netzwerk Frauenarmut Salzburg, die Schuldnerberatung, der Verein Neustart sowie der Verein für Alleinerziehende in Salzburg.

Armuts-definition

Nach der weitest verbreiteten, auch EU-weit akkordierten Definition von Armut, versteht man darunter die Einkommensarmut: Personen, die mit 60 Prozent des Medianeinkommens (in Österreich sind das derzeit ca. 850 EUR im Monat) auskommen müssen, gelten als armutsgefährdet. Kommen noch bestimmte Faktoren wie Schulden, chronische Krankheit, Substandardwohnung oder auch die Unmöglichkeit, sich neue Kleider kaufen zu können hinzu, dann spricht man von akuter Armut. Das „reiche Salzburg“ liegt laut Daten des Jahres 2004 bei 15,9 Prozent, was Armutsgefährdung anbelangt, und damit unter Österreichs Bundesländern an zweiter Stelle.

Armut
in Salzburg

 

Robert Buggler, Sprecher der Salzburger Armutskonferenz, spricht von 70.000 SalzburgerInnen, die als armutsgefährdet gelten. Betroffen sind v. a. (Langzeit-)Arbeitslose, Working Poor, also Menschen, die trotz Arbeit arm sind, alte Menschen, psychisch Kranke, MigrantInnen, Alleinerziehende sowie Kinder und Großfamilien. Die Zahl der „Arbeitenden Armen“ wird in Salzburg auf ca. 17.000 geschätzt. Für alte Menschen liegen nur bundesweite Zahlen vor: Laut Österreichischer Armutskonferenz leben derzeit 7 Prozent aller österreichischen PensionistInnen in manifester Armut. 28 Prozent der MigrantInnen und 24 Prozent der Alleinerziehendenhaushalte in Salzburg gelten laut Armutsnetzwerk als arm bzw. armutsgefährdet. Der Anteil der in Armutsgefährdung lebenden Kinder und Jugendlichen Salzburgs unter 19 Jahren wird auf knapp 15 Prozent (18.000 Personen) geschätzt [Zahlen: 2004].

Aktionspläne
gegen Armut

Was tut das Armutsnetzwerk dagegen? Dieser Zusammenschluss von Sozialinitiativen kann selbst Armut nicht beseitigen, aber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft damit konfrontieren, Lösungen vorschlagen und einfordern:

2002 wurde erstmalig ein Salzburger Armutsbericht erstellt, in bundesweiten Armutskonferenzen werden Vorschläge für eine präventive Armutspolitik erarbeitet, mittels Pressekonferenzen und Aktionen wird die Öffentlichkeit sensibilisiert, z. B. mit der Plakataktion „We don´t feel the inspiration“.  Es wurde ein neues Sozialhilfegesetz erarbeitet und präsentiert, eine Veranstaltungsreihe zur Armutsbekämpfung auf Gemeindeebene durchgeführt. Gespräche mit politisch Verantwortlichen dienen dem Lobbying zur Armutsbekämpfung. Darüber hinaus werden Vorträge und Workshops in Schulen und an der Universität angeboten. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Netzwerks wurde vorgeschlagen, neben einem Armutsbericht auch einen Salzburger Reichtumsbericht zu erstellen. Nicht um Neid zu schüren, sondern um eine Debatte darüber anzustoßen, was Einkommens- und Vermögensgerechtigkeit in Salzburg bedeuten könnte.

Infos
Quellen

·  Homepage: www.salzburger-armutskonferenz.at

·  Dokumentation der 2. Regionalen Salzburger Armutskonferenz

·  Erika Pichler: Die Gesichter des Armseins. In SN, 25. 11. 2006

·  Robert Buggler: Armutspolitik in Salzburg. In: Herbert Dachs / Roland Floimair: Salzburger Jahrbuch für Politik 2005. Böhlau Verlag.

·  Renate Böhm, Heinz Schoibl: Armut im Wohlstand. Regionaler Armutsbericht für das Bundesland Salzburg 2002.

Kontakt

Mag. Robert Buggler, Sprecher des Salzburger Armutsnetzwerks
T 0662.849373.227, office@salzburger-armutskonferenz.at

Schlagwörter

Armut, Familie, SeniorInnen, MigrantInnen, Sozialpolitik

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 

Autofreie Tourismusorte                             

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

„Sanft mobil“ ohne Auto heißt inzwischen die Devise namhafter Urlaubsorte, die allesamt in der IGmobil, der Interessensgemeinschaft für sanfte Mobilität in Österreichs Tourismusorten, vernetzt sind. Ziel dieser Partnerschaft sind umwelt-, verkehrs-, tourismus- und technologiepolitische Maßnahmen und Strategien auf österreichischer Ebene.

Das Hauptaugenmerk gilt der Verkehrsberuhigung in den Tourismusorten und der damit verbundenen Steigerung der Lebens- und Umweltqualität. Dabei geht es, bedingt durch die topografische Lage (im Gegensatz zur Schweiz, wo die Autofreiheit in Tourismusorten als totaler Verzicht auf den individuellen Pkw-Verkehr und größtmöglichen Verzicht auf Verbrennungsmotoren definiert wird) zunächst um die Schaffung einer autofreien Zone im Kernbereich der Ortschaft, in welcher mit wenigen Ausnahmen das Befahren mit Kfz untersagt ist. Die Fahrzeuge werden außerhalb des Ortes abgestellt. Die Verkehrser-schließung erfolgt mittels Autobuslinien und Sammeltaxis. [vgl. Modellvorhaben „Autofreie Tourismusorte“, 1996]

Das Land Salzburg nimmt seit 1998 am Modellvorhaben „Sanfte Mobilität – Autofreier Tourismus“ (in dem Alps Mobility II eingebettet ist) mit den Modellgemeinden Werfenweng (war die erste Modellgemeinde überhaupt), Bad Hofgastein sowie Goldegg teil. Seit Juni 2006 sind auch Neukirchen am Großvenediger und die Urlaubs-Arena Wildkogel Projektpartner.

Werfenweng wirbt mit dem Slogan

„Die Hektik des Alltags vergessen und eintauchen in die wunderbare Enthastungswelt“. [Die Zeit, 2005]

Entsprechend sieht man dort neben Elektroautos auch Solarmotorroller, kleinere Solar-Lkw und Solar-Fahrräder sowie Pferdekutschen auf den Straßen. Ziel des Ferienortes ist die völlige Autofreiheit. Für diese vorbildhaften Aktivitäten gewinnt der Ort 2005 den Internationalen CIPRA Wettbewerb „Zukunft in den Alpen“.

Werfenweng ist mit den anderen Urlaubsdestinationen nicht nur Mitglied der IG Sanfte Mobilität, sondern auch Mitglied im Netzwerk für Sanfte Mobilität im europäischen Tourismus (NETS). Erstmals werden hier Partner aus den Wirtschaftsbereichen Tourismus, Verkehr und Umwelt miteinander vernetzt. Soft Mobility ist ein Zusammen-schluss von Ferienorten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Vor kurzem ist unter dem Titel Alpine Pearls eine in Europa einzigartige Kooperation von Tourismusgemeinden im Alpenbogen  entstanden. „Alpine Pearls“ ist ein Prädikat für außergewöhnliche Urlaubsorte in den Alpen. Es ist aber auch ein Wegweiser zu gegenwärtig 17 Gemeinden in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz. Sie alle zeichnet aus, dass sie mehr als nur den schönen Aufenthalt bieten. Sanfte Mobilität ist das Zauberwort für alle Gäste, die Freizeitspaß mit dem bewussten Umgang mit der Natur verbinden wollen. Wer Mitglied in den „Perlen der Alpen“ sein will, muss zahlreiche strenge Kriterien in Bezug auf Mobilität und Umwelt erfüllen, die Einhaltung des Kriterienkataloges wird laufend überprüft.

Infos
Quellen

R. Kautzky: Autofreie Tourismusorte – Eine Vergleichsstudie Schweiz-Österreich. Inst. f. Raumplanung/Univ. f. Bodenkultur 1995

Modellvorhaben „Autofreie Tourismusorte“ v. Werner Klemenjak, 1996

Mobil ohne Auto. Interview. In: Die Zeit. 21.04.2005

Modellvorhaben "Sanfte Mobilität - autofreier Tourismus"

Konferenz (Herbst 2004) "Sanfte Mobilität - autofreier Tourismus"

Kontakt

mobilito (Mobilitätszentrale Pongau)
Bahngasse 12, A-5500 Bischofshofen
T 06462.33030
info@mobilito.at
oder

Alpine Pearls, c/o TVB Werfenweng
Dr. Peter Brandauer, Präsident
Weng 138, A-5431 Werfenweng
info@alpine-pearls.com
www.alpine-pearls.com

Schlagwörter

Mobilität : sanfte, Urlaub : autofreier

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 

 


 

Beschäftigungsinitiativen                            

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beschäftigungsprojekte sowie Sozialökonomische Betriebe bieten Qualifizierung und Wiedereinstiegshilfen für Langzeitarbeitslose. Das i. d. R. vom AMS geförderte Arbeitstraining bietet neben fachlicher Anleitung auch psychologische bzw. soziale Beratung.

Mehrere Einrichtungen sind in der Soziale Arbeit gGmbH Salzburg zusammengeschlossen.

BAST steht für „Beschäftigung – Arbeit – Struktur“ und bietet langzeitarbeitslosen und sozial benachteiligten Frauen und Männern die Möglichkeit eines Arbeitstrainings. In der Textil- und Holzwerkstätte werden Möbel, Spielzeuge und Lampen neu gestaltet. Die TeilnehmerInnen erhalten eine geregelte Entlohnung, verbunden mit der Anmeldung zur Sozialversicherung.

Das Restaurant Schmankerl bietet seinen Gästen qualitativ gutes Essen zu günstigen Preisen. Täglich gibt es Frühstück und zwei Mittagsmenüs. Arbeitslose Menschen finden für die Dauer von max. einem Jahr einen Arbeitsplatz und erhalten in dieser Zeit Hilfestellung bei der Suche nach einem festen Arbeitsplatz.

TAO & Mode Circel ist ein sozialökonomischer Betrieb mit mehreren Geschäftsfeldern: Durchgeführt werden Übersiedlungen und Transporte, Entrümpelungen und Räumungen inkl. kostenlose Abholung gut erhaltener Möbel, weiters Arbeiten rund um Haus und Garten sowie Alttextiliensammlungen. TAO & Mode Circel führt auch Second-Hand-Shops an drei Standorten.

Ebenfalls von der Sozialen Arbeit GesmbH initiiert wurde Apropos - die Straßenzeitung in Salzburg, die mit Langzeitarbeits- und Obdachlosen erstellt und auch von diesen verkauft wird.

Ein weiteres Beispiel eines sozialökonomischen Betriebes ist die Halleiner Arbeitsloseninitiative „Hai“. Sie führt Übersiedelungen und Entrümpelungen sowie Garten- und Malerarbeiten durch. Von der Stadt Hallein ist „Hai“ mit der Wertstoffsammlung beauftragt. Auch Leiharbeit wird geleistet, etwa bei der Brau Union oder im Zoo. Die Kosten werden zur Hälfte durch Eigenleistung gedeckt, den Rest teilen sich Land und AMS, das die Teilnehmenden vermittelt. In den 20 Jahren seit der Gründung wurden an die 450 Personen weitergebildet, so die Geschäftsführerin Michaela Gadermayr.

„Kirche beschäftigt“ ist ein Projekt zur Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Personen in kirchlichen Einrichtungen. Es umfasst das Akquirieren von Arbeitsplätzen, die Erledigung der Anstellungsformalitäten inklusive der Klärung von Fördermöglichkeiten und die Betreuung der Angestellten in dienstrechtlichen Belangen.

Ältere Arbeit-
nehmerInnen

 

 

 

 

 

 

Als sich verschärfendes Problem gilt die Altersarbeitslosigkeit. Über 600 SalzburgerInnen über 55 Jahren waren im Jahr 2006 von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Caritas hat nun gemeinsam mit der Soziale Arbeit gGmbH eine Leasingfirma für ältere ArbeitnehmerInnen der etwas anderen Art gegründet. Der „Soziales Personalleasing GmbH“ geht es nicht um Gewinn, sondern darum, älteren Menschen, denen noch Versicherungsmonate oder –jahre fehlen, Arbeit zu verschaffen, so die Geschäftsführerin Silvia Lechner. Das AMS zahlt zwei Drittel der Bruttolohnkosten. Angeboten werden altersgerechte und dauerhafte Leasingarbeitsplätze ohne Unterbrechung der Beschäftigungsverhältnisse im Bereich der Hilfstätigkeiten. Die KundInnen sind derzeit überwiegend Gemeinden und Einrichtungen im kirchennahen Umfeld.

Auch die Wirtschaftkammer  und die AK Salzburg beteiligen sich an Projekten für ältere ArbeitnehmerInnen, um deren Fachwissen nicht brachliegen zu lassen bzw. ein altersgerechtes Arbeiten zu fördern. Im gemeinsam mit dem Arbeitsmedizinischen Dienst und dem AMS umgesetzten Vorhaben "Oberpinzgau Fit mit 50 plus" sollen ältere ArbeitnehmerInnen in der Region in ihrer Beschäftigungsfähigkeit gefördert und unterstützt werden.

Menschen mit
Handicaps

 

 

 

 

 

 

 

Auch Menschen, die auf Grund körperlicher oder psychischer Handicaps keine Chance am 1. Arbeitsmarkt haben, eine sinnvolle Arbeit zu geben, ist im Sinne sozialer Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen. Die „Lebenshilfe Salzburg“ sowie „Pro Mente“ sind die hierfür größten Anbieter von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen im Land Salzburg. Angebote und Projekte werden auf deren Homepages ausführlich beschrieben.

Das Projekt „Samba“, das in allen Salzburger Bezirken Einrichtungen unterhält und von „Laube. Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH“ geführt wird, bietet Menschen mit psychischen Handicaps niederschwellige Arbeitsangebote. Die Services lauten „Lettershop“, „Print & Copyshop“ sowie „Packshop“. Durchgeführt werden u.a. Versandarbeiten für Firmen. Unter dem Motto „1stundemitarbeit“ können Nicht-KlientInnen den Betriebsalltag der Einrichtung kennen lernen.

„MenschenWerk“ heißt ein Projekt, das insbesondere auch für Kommunen im Bereich der Garten- und Landschaftspflege tätig ist, und ebenfalls Menschen mit psychischer Erkrankung die Möglichkeit zu einer sinnvollen, auch kreativ ansprechenden Tätigkeit gibt. So werden etwa Weidenbauten errichtet, Bücher gestaltet und gebunden sowie florale Dekorationen durchgeführt.

Infos
Quellen

Homepages der beschriebenen Einrichtungen:
www.soziale-arbeit.at; www.apropos.or.at/index2.html;
www.hai-projekt.at; www.caritas-salzburg.at;
www.laube.at; www.verein.menschenwerk.at.tf;
www.lebenshilfe-salzburg.at;
www.promentesalzburg.at;

Thomas Hödlmoser: Ein Arbeiter für 100 Euro am Tag. Salzburger Nachrichten 28. 9. 2006

Kontakt

Soziale Arbeit GmbH: GF Alfred Altenhofer, Breitenfelderstraße 49/3, 5020 Salzburg T 0662/871400-0 office@esage.at  

Halleiner Arbeitsloseninitiative GmbH: GF Michaela Gadermayr, Wüstenrotstrasse 4/4, 5400 Hallein, T 06245/87456, office@hai-projekt.at

Caritas Salzburg: „Kirche beschäftigt“, Mag. Anita Hofmann,
T 0662.849373 – 221, anita.hofmann@caritas-salzburg.at

Soziale Personalleasing GmbH: GF Silvia Lechner, Caritas,
T 0800.207015, silvia.lechner@spl.or.at

Wirtschaftskammer Salzburg: Julius-Raab-Platz 1, 5020 Salzburg. Mag. Huber, T 0662.88 88-323, lhuber@wks.at

Lebenshilfe Salzburg: Nonntaler Hauptstraße 55, 5020 Salzburg
T 0662.820984 office@lebenshilfe-salzburg.at

Pro Mente Salzburg: Johann-Herbstr. 23, 5061 Elsbethen/Glasenbach, T 0662.62 54 30 - 0, pms@promentesalzburg.at Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

MenschenWerk: Susanne Altenberger,
Burghard-Breitner-Weg 28, 5163 Mattsee. T 0699.81520938,
verein.menschenwerk@gmx.at

Schlagwörter

Arbeit, Arbeitslosigkeit, Altern, Handicaps : Menschen

Verfasser

Hans Holzinger                                              Zurück zur Übersicht

 

 


 

BINE – Netzwerk „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“   

Beschreibung

Die Jahre 2005 bis 2014 wurden von der UNO zur Dekade der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ erklärt. Alle 191 Staaten der Erde haben sich verpflichtet, nationale Bildungsstrategien für Nachhaltigkeit zu entwickeln sowie entsprechende Rahmenbedingungen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Die Dekade hat auch in Österreich zu Diskussionsprozessen, der Bildung von Netzwerken sowie der Erarbeitung einer Bildungsstrategie für nachhaltige Entwicklung geführt. Eine vom Forum Umweltbildung eingerichtete Bildungslandkarte ermöglicht Bildungseinrichtungen, -initiativen, Schulen und Unternehmen aus ganz Österreich, sich mit ihren Angeboten der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verorten und sich so einer bildungsinteressierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Salzburg wurde 2004 – modellhaft für ganz Österreich – ein Netzwerk „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ gegründet. Im September 2004 hatten der Verein Südwind [Globales Lernen] sowie das Forum Umweltbildung [Umweltlernen] zu einem ersten Roundtable eingeladen. Eines der Ziele war, die Vernetzung all jener Einzelpersonen, Institutionen und Organisationen anzuregen und langfristig sicherzustellen, die sich im Bundesland Salzburg mit Bildung i. w. S., also schulischer wie außerschulischer Bildung, Erwachsenenbildung, Aus- und Fortbildung sowie Medienbildung beschäftigen. „Ziel des Netzwerkes ist es, miteinander zu diskutierten, worum es in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung geht, was unsere jeweiligen Einrichtungen für die UN Dekade planen und welche Möglichkeiten der Kooperation bestehen. Wir wollen voneinander lernen und miteinander die Bildung für Nachhaltige Entwicklung konkretisieren und weiterentwickeln. Und wir wollen unsere Erfahrungen in die gemeinsame Erstellung der Bildungsstrategie einbringen.“ So Regina Steiner vom Forum Umweltbildung.

Dem Netzwerk gehören mittlerweile neben den beiden initiierenden Einrichtungen auch das Pädagogische Institut Salzburg, das Religionspädagogisches Institut, das Salzburger Bildungswerk, die Nationalparkakademie Hohe Tauern, Öko-Himal, das Umwelt.Service.Salzburg, das Umweltreferat der Erzdiözese sowie die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen an. Die Organisationen werden jeweils durch fixe Delegierte vertreten, die Kontinuität in der Zusammenarbeit gewährleisten. Das Netzwerk ist aber offen für Neue: „Bildungseinrichtungen sowie Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsorganisationen sollen in Austausch treten und enger zusammenarbeiten“, so Sonja Schachner von Südwind. Auch können Einzelpersonen Mitglied des Netzwerks werden.

Bisherige Projekte

Netzwerktreffen: Auseinandersetzung mit spezifischen Themen, Abstimmung von Aktivitäten (bisher 9 Treffen, Stand Oktober 2006)
Veranstaltungen: Vom 28.- 29. November 2005 wurde mit St. Virgil Salzburg die Tagung „Zukünfte“ durchgeführt, die über die Dekade informierte und bisherige Initiativen in Salzburg die Möglichkeit bot, sich zu präsentieren.
Am 20. Juli 2006 war Charles Hopkins aus Kanada, einer der Autoren des Bildungskapitels der AGENDA 21, im Netzwerk zu Gast. Vom 29.- 31. März 2006 fand in Kooperation mit der Nationalpark-Akademie Hohe Tauern eine weitere Veranstaltung mit internationalen ExpertInnen statt, am 22. November eine Tagung zum Thema „Umgang mit neuen Bedrohungen“.

Geplante Projekte

Lehrgang: In Kooperation mit dem PI wird ein Lehrgang „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ erarbeitet.

Exkursion: Für Mai 2007 wird eine explorative Studienfahrt zu Zentren Erneuerbarer Energie sowie Sozialer Innovationen im Burgenland und in der Steiermark geplant.

Netzwerk-Knoten (Stand Oktober 2006):

Regina Steiner, Forum Umweltbildung | Sonja Schachner, Südwind | Claudia Winklhofer, Bernhard Girardi PI | Ursula Bucher | Richard Breschar,  Salzburger Bildungswerk | Kristina Bauch, Nationalpark Hohe Tauern | Hans Holzinger, JBZ | Hans Neumeier, Umweltreferat der Erzdiözese | Heidi Grobauer, Komment

Quellen

Bildung für Nachhaltigkeit konkret. Die UN-Dekade gemeinsam gestalten. Tagungsband Nationalpark Hohe Tauern. 2006

Franz Radits u.a.: Gemeinsam Forschen - Gemeinsam Lernen. Wissen, Bildung und Nachhaltige Entwicklung. Innsbruck: Studienverlag 2005.

Homepage Forum Umweltbildung: www.umweltbildung.at

Selbstdarstellung des Netzwerks (Folder)

Kontakt

FORUM Umweltbildung: Mag. Regina Steiner, Hellbrunnerstr. 34, 5020 Salzburg, T 0662.8044.5815, forum.salzburg@umweltbildung.at

Südwind: Mag. Sonja Schachner, Josef-Preis-Allee 16/2, 5020 Salzburg, T 0662.827813, sonjas@suedwindsalzburg.at

PI Salzburg: Mag. Claudia Winklhofer, Akademiestraße 22, 5020 Salzburg, T 0662.840322-29, claudia.winklhofer@pi.salzburg.at

Schlagwörter

Lernen : Globales, Bildung : Nachhaltigkeit, Vernetzung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 


 

Biolandwirtschaft                                                            

Beschreibung

 

 

(AMA-Biozeichen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo „Bio“ drauf steht, sollte auch „Bio“ drin sein. Dafür sorgt eine klare gesetzliche Regelung, die im österreichischen. Lebensmittel-Codex und in der EU-Verordnung 2092/91 festgeschrieben ist. Jedes echte Bio-Produkt muss zumindest am „Bio-Hinweis“ „aus (kontrolliert) biologischer Landwirtschaft (An-/Landbau)“ und an der „Bio-Kontrollstelle“ erkennbar sein. Auf den Produkten des Handels findet zumeist das nationale Bio-Erkennungszeichen (AMA-Biozeichen) in rot – für überwiegend österreichische - oder schwarz – für überwiegend ausländische Bioqualität – Verwendung.

Das Logo des österreichischen Bioverbandes „Bio Austria“ befindet sich auf dem Produkt, sofern nach den strengeren Richtlinien des Verbandes produziert wurde (vgl. aktuelle Bio-Logos unter www.umweltzeichen.at/article/archive/215).

Die Biolandwirtschaft arbeitet ohne Gentechnik, verzichtet auch auf den Einsatz von Pestiziden und verwendet keine chemisch-synthetischen Handelsdünger. Giftige Lager- und Pflanzenschutzmittel sind strengstens verboten. Die Haltung und Nutzung der Tiere erfolgt nach deren natürlichen Bedürfnissen. Bio-Tiere werden mit biologischen Futtermitteln gefüttert. Eine unabhängige Kontrollstelle überprüft jährlich die Einhaltung dieser Bio-Vorschriften.

Bioprodukte findet man im SalzburgerLand fast überall:
Die Erzeugnisse vom Käsehof Schleedorf
werden auch im Supermarkt verkauft und die Bäckerei Flöckner bietet seit 1996 Produkte aus biologischer Landwirtschaft an. Der Rochushof eröffnete 2003 ein Biofeinkostgeschäft. Das SalzburgerLand ist mit rund 3.400 biologisch wirtschaftenden Betrieben die Region mit dem höchsten Biobauernanteil in der EU.

In Salzburg ist der Landesverband von  „BIO AUSTRIA“ ansässig. Ziel dieses Verbandes ist die Ökologisierung der Landwirtschaft, die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln und die Erhaltung einer menschengerechten Umwelt. „Bio Austria“ ist das Netzwerk aller österreichischen Bioverbände, dahinter stehen 14.000 Bio-Bauern mit 250.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Es ist der mitgliederstärkste Bio-Verband in Österreich und auch in Europa.

Die Bio-Bauern von Bio-Austria leben die fünf Werte: Ökologie, Würde der Tiere, Biobäuerliche Lebensmittelkultur, Fairness sowie Forschung & Innovation.

 

Wo bekommt man Bio-Produkte?

Auf www.bioinfo.at können Sie die Onlinesuche nutzen und ihre persönlichen Einkaufsadressen finden. Oder Sie fragen einfach beim Servicetelefon von BIO AUSTRIA unter 0810.22 13 14 nach (innerhalb Österreichs zum Ortstarif)! Darüber hinaus wurden für einzelne Bundesländer „Bio-Einkaufsführer“ erstellt.

Die „Bio-Genusskarte Salzburg“ (2005) mit detaillierter Landkarte vom Land Salzburg gibt Auskunft über alle Bio-Adressen in unserem Bundesland. Einzelexemplare können gratis bestellt werden.

Eine interessante Möglichkeit ist auch Frenki’s Bio Box in Hallwang bei Salzburg, bei der Online über 2000 Bioprodukte bestellt (biobox@franki.at) werden können. Die Lebensmittel werden in einer praktischen Box verlässlich, pünktlich und unkompliziert nach Hause geliefert.

Infos
Quellen

Netzwerk der Österreichischen Bio-Bäuerinnen und -Bauern mit detaillierten Infos über vieles, was mit „bio“ zusammenhängt:
www.bio-austria.at/bio_austria/konsumenteninfo/was_ist_bio

Lebensart. Die österreichische Zeitschrift für Ökologie und Bio-Produkte, herausgegeben von der Umweltberatung und Bio Austria.

Eine umfassende Information über biologischen Landbau und biologischen Lebensmittel bietet www.bioinfo.at.

Das „EU-Bio-Zeichen“ findet sich häufig auf Bio-Lebensmitteln aus anderen EU-Ländern. Die entsprechende EU-Verodnung über ökologische Landwirtschaft und deren Kennzeichnung ist unter http://europa.eu.int nachzulesen.

Kontakt

BIO AUSTRIA Salzburg
Schwarzstr. 19
T 0662.870571-313
salzburg@bio-austria.at

Schlagwörter

Biolandwirtschaft, Lebensmittel, Bio-Bauern

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht


 

 

Biomasse in Salzburg                                                      

 

Beschreibung

Warum Biomasse? Die Nutzung der heimischen Biomasse belässt das Geld im Land und sichert Arbeitsplätze in der Region. Gerade in Zeiten der Verknappung fossiler Energieträger wie Erdöl und die daraus resultierenden Abhängigkeiten und Preissteigerungen wird Bioenergie von immer größerer Bedeutung. Daneben ist die Nutzung von Bioenergie CO2-neutral und schützt unser Klima.

Salzburg hat eine Spitzenstellung in der Nutzung heimischer Biomasse zur Erzeugung von Wärme und erneuerbarem Strom. Neben den beliebten privaten Anlagen (Ofenholz, Hackschnitzel, Pellets) waren zu Beginn des Jahres 2006 bereits 67 Biomasse-Nahwärmeanlagen sowie 11 Biomasse-Heiz­kraft­werke für die Erzeugung von Strom und Wärme in Betrieb. 36 Mio. Liter Heizöl werden im Jahr durch die Verwendung von Biomasse eingespart (Zahlen aus 2004) und damit auch über 90.000 t CO2/a. (www.salzburg.gv.at/themen/lf/bioenergie)

Abb.: Biomasse-Nahwärme in Salzburg (Stand Ende 2005)

Zur Entwicklung: 1985 ging im Stift Michaelbeuern die erste Biomasse-Nahwärmeversorgung in Betrieb. Seitdem wurden im Jahr durchschnittlich zwei bis drei neue Anlagen errichtet. In den vergangenen beiden Jahren ist ein wahrer Boom ausgebrochen: So kamen im Jahr 2004 zehn neue Anlagen hinzu, 2005 gingen elf neue Anlagen in Altenmarkt, Mittersill, Bischofshofen, Thalgau, St. Georgen, Bruck, Lessach, Göming, Leogang, Neumarkt und im Werkschulheim Felbertal in Betrieb.

Auch erfolgreiche Kooperationen mit der Wirtschaft können angeführt werden. 2005 ist mit dem Altenmarkter Biomasse-Nahwärme­projekt erstmals eine Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Landwirtschaft und dem Skihersteller Atomic gelungen. Im Sommer, wenn die Skiproduktion auf Hochbetrieb läuft, beliefert das Biomasse-Heizwerk die Firma Atomic mit Prozesswärme. Im Winter werden die an das Nahwärme-Netz angeschlossenen Gebäude der Gemeinde und Privathaushalte versorgt.

Zu nennen ist auch die Nutzung der Abwärme der Firmen M-Real und Kaindl, die gemeinsam mit der Wärme aus den 2006 in Betrieb genommenen Ökostromanlagen bei der M-Real und der MDF-Hallein die Ökoenergieregion Hallein, Oberalm, Puch, Elsbethen, Wals-Siezenheim und Salzburg mit erneuerbarer Energie versorgen. Somit kommen in mehr als der Hälfte der 119 Gemeinden Salzburgs Wärmekunden in den Genuss umweltfreundlicher, kostengünstiger Wärme aus heimischen Wäldern und industrieller Abwärme.

Die Biomasse-Nahwärmeanlagen reichen von Mikronetzen zur Versorgung weniger benachbarter Objekte bis hin zu Großanlagen, die ganze Ortskerne versorgen. "Die Anlagen haben gemeinsam eine installierte Kesselleistung von 147 thermischen Megawatt und versorgen über insgesamt 292 Kilometer Fernwärmeleitungen 3.930 Kundenobjekte", so Dr. Gerhard Löffler, Experte für Biomasse-Anlagen beim Land Salzburg.

Biomasse fördert die regionale Wertschöpfung und lokale Arbeitsplätze. Seit der Errichtung des ersten Heizwerks in Michaelbeuern wurden ca. 230 Millionen Euro investiert. Für den Betrieb der Anlagen wurden 2005 etwa 6 Millionen Euro aufgewendet, die zu 64 Prozent in der jeweiligen Gemeinde, zu 82 Prozent im jeweiligen Bezirk und zu 97 Prozent als regionale Wertschöpfung im Bundesland Salzburg bleiben.

Durch die Einführung der Biomasseanlagen wurden bisher – so Schätzungen – 400 – 700 neue Arbeitsplätze geschaffen. 60 Prozent der Heizwerke im Bundesland (42 Anlagen) werden von Land- und Forstwirten oder land- und fortwirtschaftlichen Genossenschaften betrieben. Land und Forstwirte werden somit zu Energie-Dienstleistern – und dies zu berechenbaren Preisen. Während sich der Ölpreis im letzten Jahrzehnt verdoppelt, ist Energie aus Biomasse-Nahwärmenetzen indexgesichert pro Jahr nur um 1,4 Prozent gestiegen. (Zahlen jeweils aus „Biomasse-Nahwärme. Eine Erfolgsgeschichte aus Salzburg, 2006).

Biogas

Neben Biotreibstoffen – nach der Biotreibstoffrichtlinie der EU sind ab 2007 4,3 Prozent, ab 2008 5,75 Prozent des Treibstoffverbrauchs daraus zu gewinnen – zählt auch Biogas zu Energiequellen der Zukunft. In Salzburg sind derzeit 6 landwirtschaftliche Biogasanlagen in Betrieb und liefern umweltfreundlichen Strom und Wärme. Weitere 6 Anlagen befinden sich in Planung beziehungsweise in Errichtung. Der erzeugte Ökostrom wird in das öffentliche Netz eingespeist und versorgt 1250 Salzburger Haushalte mit umweltfreundlichen Strom aus Gülle, Festmist, Grünschnitt, Heu, Grassilage und ähnlichem.

Klimaschutz

Auch Salzburg hat sich verpflichtet, seinen Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Zieles zu leisten. Für den Bereich Raumwärme und Warmwasser ist dieses Ziel durchaus realistisch. 2004 wurde ein Kyoto-Umsetzungs­­programm des Landes Salzburg für den Bereich Wärmeenergieversorgung und Wärmeschutz erarbeitet und durch die Landesregierung beschlossen. Darin ist festgehalten, dass zum Erreichen des Zieles der Klimastrategie neben einer Forcierung der Sanierung des Gebäudealtbestandes 40.000 Wohneinheiten von fossilen Energieträgern auf CO2 neutrale Abwärme oder Biomasse umgestellt werden müssen. Der Ausbau der Biomasse ist somit noch keineswegs abgeschlossen.

Infos
Quellen

Nähere Informationen über Förderungen erteilt die Abteilung 4 der Salzburger Landesregierung: agrarwirtschaft@salzburg.gv.at. www.salzburg.gv.at/themen/lf/bioenergie/foerderung_bioenergie.htm

Bundesländer-Listen mit allen Biowärme-Installateuren oder Biowärme-Rauchfangkehrern sind beim Österreichischen Biomasse-Verband erhältlich: www.biomasseverband.at

Das Biowärme-Forum Austria ist die Informationsplattform von
11 führenden österreichischen und deutschen Biomassekessel-Herstellern, darunter auch das Salzburger Unternehmen Windhager: www.biowaerme-forum.at

Eine Broschüre zu Biogas gibt es beim Umwelt.Service.Salzburg:
http://www.umweltservicesalzburg.at/download/BiogasanlagenBroschuere.PDF

Eine Übersicht über die Biomasse-Entwicklung in Salzburg (Stand Ende 2005) gibt die Broschüre „Biomasse-Nahwärme. Eine Erfolgsgeschichte aus Salzburg“, 2006.

Kontakt

Dr. Gerhard Löffler, Amt der Salzburger Landesregierung, Kaigasse 14, 5010 Salzburg, 0662/8042-2348, gerhard.loeffler@salzburg.gv.at

Schlagwörter

Energie, Betriebe, Gemeindeentwicklung, Landwirtschaft

Verfasser

Hans Holzinger                                               Zurück zur Übersicht


 

 

 

Corporate Social Responsibility (CSR)                             

 

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Als Corporate Social Responsibility (CSR) wird unternehmerisches Handeln bezeichnet, welches sich nicht nur auf die eigentliche Geschäftstätigkeit eines Unternehmens konzentriert, sondern darüber hinaus auch integrativ Verantwortung innerhalb der Gesellschaft übernimmt. Die Europäische Kommission definiert CSR als ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, um auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Belange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Beziehungen zu den Stakeholdern zu integrieren.“
(Zitat: Nachhaltigkeit.at)

Global akzeptierter Ansatz – Österreichs Plattform

CSR steht heute nicht nur in der EU, sondern selbst bei internationalen Organisationen wie der Weltbank auf der Agenda. Zu den aktuellsten Initiativen in diesem Bereich zählt die Allianz zwischen der Global Reporting Initiative und dem UN Global Compact. Einen Meilenstein stellt die Erarbeitung einer Internationalen Norm zum Thema „CSR“, die ISO 26000 dar.

Seit Juni 2005 gibt es (in Nachfolge der Initiative „CSR Austria“) mit respACT austria eine neue Plattform, die sich als Ansprechpartner bei Fragen der Umsetzung von Nachhaltigkeit, CSR und Wirtschaftsethik versteht. „Die wichtigsten Handlungsfelder des Vereins respACT austria sind Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Erfahrungsaustausch sowie Wissenstransfer und Bildung. In diesen Bereichen sollen, unter anderem durch das Ansprechen wichtiger Interessengruppen, offene Fragen erörtert und diskutiert und Lösungsansätze entwickelt werden.“

Salzburg fördert CSR-Engagement von Unternehmen

Salzburg hat, initiiert von Ex-Sozial-Landesrat Erwin Buchinger, 2006 mit der „CSR Initiative Salzburg“ eine europaweit beispielhafte Förderaktion im Gesamtvolumen von € 20.000,- ins Leben gerufen, um Salzburger Unternehmen vom Nutzen von CSR zu überzeugen und die Umsetzung im Betrieb zu erleichtern. Konkret wird die Teilnahme am CSR-Lehrgang von Quality Austria für Großbetriebe mit € 700,- und für Klein- und Mittelbetriebe mit je € 1.100,- gefördert. Der CSR- Lehrgang umfasst zwei Module von je drei Tagen. Zwischen den Modulen wird eine Projektarbeit erstellt. Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung. Absolventen erhalten das Zertifikat „CSR- und Nachhaltigkeitsmanager“, das über die European Organization for Quaility (EOQ) in 34 Ländern anerkannt wird. Im Lehrgang erstellt jeder Teilnehmer im Zuge der Projektarbeit einen konkreten unternehmensspezifischen und evaluierbareren Nachhaltigkeitsbericht.

Unternehmen, die CSR auf ihre Fahnen geschrieben haben – zu ihnen zählen in Salzburg die Firmen Wiberg und Palfinger –, berichten, dass soziale Kompetenz, Motivation und Firmentreue der MitarbeiterInnen nachweislich durch einschlägige Maßnahmen wachsen.

Umwelt.Service.Salzburg

Umwelt.Servive.Salzburg, eine Initiative in der Trägerschaft des Landes sowie der Wirtschaftskammer Salzburg, die vom Lebensministerium unterstützt wird, versteht sich als Informations- und Beratungsservice für Umweltschutz und Nachhaltigkeit für Betriebe, Gemeinden und sonstige Einrichtungen. Vor allem bei der Beratung von Unternehmen spielt CSR eine zunehmende wichtige Rolle.

CSR in Forschung und Praxis

Das Spektrum CSR-relevanter Forschung ist weit. Es reicht von der Erhebung von menschenrechtsrelevanten Aktivitäten bis hin zur Erkundung familienfreundlicher Maßnahmen in österreichischen Unternehmen. Die Kooperation zwischen der Volksbank und der Fachhochschule Salzburg in Fragen der Wirtschaftsethik, die Publikation eines auch international angewendeten Leitfadens durch die „CSR-Agentur“ [Wien und Salzburg] oder die Publikation eines CSR-Leitfadens für das Gastgewerbe durch die Wirtschaftskammer Österreich sind als weitere aktuelle Aktivitäten in diesem Bereich zu nennen.

Infos
Quellen

Die in der Beschreibung angegebenen Sites
sowie
Information zur Bewerbung an der CSR Initiative Salzburg:

Land Salzburg
Quality Austria GmbH, DI Axel Dick, Mag. Anneliese Zobl

T 01.2748747-126, axel.dick@qualityaustria.com
Umweltservice Salzburg, Faberstraße 18, 5020 Salzburg,
T 0662.8888-438, Leitung. DI Wolfgang Konrad, info@umweltservicesalzburg.at, www.umweltservicesalzburg.at,
Familienrelevante CSR-Maßnahmen österreichischer Unternehmen 2005. Informationen: Österr. Institut für Familienforschung, ÖIF Christine Geserick, T 01.5351454-11, christine.geserick@oif.ac.at

Kontakt

Auskünfte zu CSR-Initiativen
beim Amt der Salzburger Landesregierung:
Mag. Franz Thaurer,
T 0662.8042-5051, franz.thaurer@salzburg.gv.at

Schlagwörter

CSR, Unternehmen, Soziales

Verfasser

Walter Spielmann                                                       Zurück zur Übersicht

 

 

 


 

e5-landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bundesland Salzburg hat 1997 sein Energieleitbild überarbeitet und die Einsparungsziele am Toronto-Ziel ausgerichtet. Das Land hat sich dabei ein engagiertes Ziel vorgegeben, nämlich die Reduktion des (End-)Energieverbrauches um 28 % bis zum Jahr 2011, bezogen auf das Basisjahr 1994. Besonders auf Gemeindeebene sind zahlreiche Handlungsmöglichkeiten im effizienten Energieeinsatz gegeben (z. B. öffentliche Gebäude, Flächenwidmung, Bebauungsplanung, bürgernahe Information). Zur Umsetzung des Salzburger Energieleitbildes wurde u. a. das „e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden" gestartet.

Was ist e5? Das „e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden“ richtet sich an Gemeinden, die den effizienten Umgang mit der wertvollen Ressource Energie und die Nutzung erneuerbarer Energieträger in den Vordergrund stellen. Dabei geht es jedoch um mehr als nur um schöne Worte und Absichtserklärungen, denn das e5-Programm ist ein Evaluierungs- und Verbesserungsprozess, der auf bereits durchgeführten Aktivitäten und klar definierten Teilzielen basiert. Ähnlich einem Qualitätssicherungsverfahren in der Wirtschaft wurde e5 ins Leben gerufen, um für alle energieeffizienten Gemeinden in ganz Österreich einen einheitlichen, objektiven Standard zu gewährleisten und ein überregional anerkanntes Markenzeichen zu schaffen, das mit bis zu fünf „e“ eine dem jeweiligen Umsetzungsgrad entsprechende Auszeichnung bietet.

e5 - Der Ablauf

e5 bietet Gemeinden Unterstützung in ihren Bestrebungen, langfristige Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Im Gegenzug verpflichten sich die Gemeinden, sich regelmäßigen Evaluierungen zu unterziehen. Mindestens alle drei Jahre muss sich die Gemeinde einem externen Audit stellen. Als Grundlage für die Bewertung dient ein umfangreicher Maßnahmenkatalog: sechs Handlungsfelder mit 84 Maßnahmen ermöglichen die Erreichung von insgesamt 500 Bewertungspunkten.

Anhand dieses Katalogs wird penibel überprüft, welche energierelevanten Aktivitäten die Gemeinde in den Bereichen kommunale Gebäude und Anlagen (z. B. Schulen), Ver- und Entsorgung (z.B. Fernwärme, Abfall-wirtschaft), Mobilität (z. B. öffentlicher Verkehr), Entwicklungs-planung (z.B. neues Ortszentrum, Ausbau des Radwegenetzes), interne Organisation (z. B. Dienstreiseregelungen), Kommunikation (z. B. Gemeindezeitung für Bevölkerung) und Kooperation (z. B. mit ortsansässigen Wirtschaftspartnern) gesetzt hat. Die Projekte müssen dokumentiert werden, die Qualität der Umsetzung wird ebenso bewertet. Die im Maßnahmenkatalog vergebenen Punkte ergeben im Verhältnis mit der maximal erreichbaren Punktezahl je Gemeinde einen Prozentsatz, der gleichzeitig Erfolgsindikator ist und sich im energiepolitischen Profil grafisch auf einen Blick darstellen lässt. Für fünf „e“ müssen 75% der möglichen Punkte erreicht werden. Im Rahmen einer Auszeichnungsgala werden die „e“ den Gemeinden verliehen.

e5 - Der Nutzen für Gemeinden

Neben der bereits erwähnten Qualitätssicherung und der imageträchtigen Auszeichnung für erbrachte Einsparungsleistungen bietet das e5-Programm den Gemeinden auch Hilfestellung bei Strukturierung und Umsetzung der Energieaktivitäten und sorgt für Vernetzung und Weiterbildung der beteiligten Akteure. Strukturen und Prozesse in energierelevanten Bereichen können optimiert, Vergleiche mit anderen engagierten Gemeinden objektiv gezogen werden. Ein Zugriff auf das Know-how von Energie-Mustergemeinden ist regional, national und international möglich. Für die Gemeinde selbst geht es vor allem um langfristige Einsparungen durch höhere Energieeffizienz und geringeren Energieverbrauch.

Österreichweit gibt es mittlerweile 53 e5- Gemeinden, im Bundesland Salzburg werden 12 Modellgemeinden vom SIR betreut. St. Johann mit 4„e" sowie Elixhausen, Grödig und Neumarkt mit je 3„e" sind die Spitzenreiter unter den Salzburger Gemeinden. Die Gemeinde Wals-Siezenheim ist beispielsweise seit 2000 Mitglied im Programm. Die jüngsten Aktivitäten in Richtung bewusster Umgang mit Energieressourcen betrifft den Anschluss an die Fernwärme des Schulzentrums Walserfeld und den Ersatz der alten Ölheizung des Kindergartens durch eine Solaranlage. Weitere Aktivitäten wie ein Block-Heizkraftwerk für das Altenheim sind geplant. Seit 2005 sind auch Thalgau, Thomatal und Werfenweng (vgl. auch „Autofreie Tourismusorte“) im Programm. In Werfenweng wurde die erste Solartankstelle Österreichs errichtet, des weiteren wurde unlängst über eine Distanz von 700 Metern entlang der Wengerau ein Straßenzug mit siebzehn solarbetriebenen Straßenlaternen in Betrieb genommen.

Infos
Quellen

Infos zum e5-Programm im Internet:
www.e5-gemeinden.at
und bei
www.sir.at
(Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen)

Kontakt

DI Helmut Strasser,
Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen
Alpenstr. 47, 5020 Salzburg
T 0662.623455-26
helmut.strasser@salzburg.gv.at

Schlagwörter

Energieleitbild, Gemeinden, Energieeffizienz, Energiepolitik, Ressourcenschonung, Energie, Energie : erneuerbare

Verfasser

Alfred Auer                                                                 Zurück zur Übersicht

 

 


 

Energie-Aktiv                                                                  

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bundesland Salzburg hat zur Umsetzung seines Energieleitbildes das Programm Energie Aktiv mit mehreren Teilprojekten ins Leben gerufen. Im Jahr 2002 hat die Salzburger Landesregierung bereits die dritte Phase für die Aktion „Energie aktiv“ (mit 10 Schwerpunkten) eingeläutet.

Eines der Umsetzungsprojekte auf Gemeindeebene ist das „e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden“ (vgl. dazu eigene Projektbeschreibung), das 1998 in Salzburg begonnen wurde.

Ein interessantes Umsetzungsprojekt, das europaweit auf Interesse stößt, ist der Energieausweis. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung energetischer Kennzahlen, die einen Vergleich unterschiedlicher Gebäude mit gleicher Nutzung ermöglicht. Zusätzlich wird eine genaue Beurteilung der energetischen Qualität eines Gebäudes bei Raumheizung und Wassererwärmung ermöglicht.

Primäres Ziel dieser „ID-Card“ für Gebäude ist es, Eigentümer über so genannte energiebezogene Markmale ihrer Bauten zu informieren. Dadurch soll ein Anreiz für energiesparende Investitionen gegeben werden. Die im Energieausweis festgehaltenen Daten ermöglichen eine transparente Energiebuchhaltung und dienen als Grundlage für die Kosten-Nutzen-Analyse von Bauten. Auf Basis der erfassten Zahlen können Maßnahmen zur thermischen Verbesserung von Gebäuden optimal geplant werden.

Das 10-Punkte-Umsetzungsprogramm von „Energie aktiv“ umfasst darüber hinaus die „Weiterentwicklung der Energieberatung“, das Schulprojekt „fifty-fifty“, eine Forcierung der Biomasse (siehe eigenes Projekt) und Fernwärme sowie der Abwärmenutzung, die Fortsetzung einer konsequenten Bewusstseinsbildung, regionale
Energieversorgungskonzepte und die verstärkte Einspeisung von Ökostrom in das öffentliche Stromnetz.

Die Weiterentwicklung der Energieberatung basiert auf dem Ergebnis einer Evaluierung der seit 1984 bestehenden Aktion des Landes Salzburg die zeigt, dass dieses Energieförderungs-Instrument bisher maßgebliche Beiträge zur Erreichung der energiepolitischen Ziele geleistet hat, aber sehr wohl ein Modifizierungsbedarf gegeben ist. Das Energieressort und die Salzburg AG haben sich darauf geeinigt, in der ersten Phase ein Beratungsprogramm für private Haushalte und Gemeinden des Landes zu entwickeln und anzubieten. Der Umfang der kostenlosen Basisberatung soll in etwa jenem entsprechen, der sich seit vielen Jahren bewährt hat. In einer zweiten Phase sollen Betriebe in die Beratungsaktion eingebunden werden.

Regionale Energiekonzept

Im Jahr 2000 hat der Regionalverband Lungau (mit finanzieller Unterstützung des Landes) die ÖAR-Regionalberatungs Ges.mbH. gemeinsam mit dem Institut für Energiewirtschaft der TU Wien mit der Erstellung eines regionalwirtschaftlichen Energiekonzeptes für den Lungau mit dem Titel „Nachhaltige Energieversorgungsperspektiven für die Region Lungau“ beauftragt. Das Ergebnis wurde Ende 2000 vorgelegt. Die Umsetzung wird vom Regionalverband Lungau betrieben. Eine ähnliche Studie über die Energieversorgung im Großraum Salzburg Süd soll ein weiterer Baustein für flächendeckende regionale Energieversorgungs-konzepte werden.

Fortsetzung konsequenter Bewusstseinsbildung

Ähnlich wie in den Vorjahren sollen auch in den kommenden drei Jahren zu den relevanten energiepolitischen Schwerpunktthemen konkrete Marketing- und PR-Aktivitäten mit dem Ziel durchgeführt werden, die Maßnahmenumsetzung zu unterstützen und das Bewusstsein bei der Wirtschaft und der Bevölkerung des Landes im Interesse eines effizienten und sparsamen Energieeinsatzes sowie der Forcierung heimischer, erneuerbarer Energieträger zu erhöhen. Eine enge Kooperation mit den energiepolitisch und energiewirtschaftlich relevanten Akteuren im Land (Umweltressort, Energieversorger, Finanzierungsinstitute, Interessensvertretungen etc.) und interessierten bzw. einschlägigen Institutionen und Unternehmen ist vorgesehen.

Infos
Quellen

Der Energieratgeber Ausgabe 2007 bietet Infos und Tipps zum Energiesparen im Haushalt www.salzburg.gv.at/energieratgeber07_web.pdf

Beschreibung des Energieausweises unter www.salzburg.gv.at/energie_energieausweis.htm

Die Seiten des Amtes der Salzburger Landesregierung bieten Wissenwertes zu den Themen Energiepolitik, Energiesparen und erneuerbare Energieformen:
www.salzburg.gv.at/themen/ve/energie.htm

Infos zum „Energie aktiv“-Programm im Internet:
www.salzburg.gv.at/themen/ve/energie/energiepolitik/energie_aktiv.htm

Kontakt

Energieberatungsstelle des Landes Salzburg
T 0662.8042-4201

Rückfragen: DDI. Franz Mair (Energieberatungsstelle)

T 0662.8042-3788
franz.maier@salzburg.gv.at

Schlagwörter

Energieleitbild, Gemeinden, Energieeffizienz, Energiepolitik, Ressourcenschonung

Verfasser

Alfred Auer                                                                 Zurück zur Übersicht

 


                                                                                                                     

Entwicklungspolitischer Beirat der Landesregierung 

 

Beschreibung

Die Anfänge der Entwicklungspolitik des Landes Salzburg gehen auf das Jahr 1963 zurück. Einzelne Projekte entwicklungspolitisch engagierter Organisationen sowie Partnerdiözesen der katholischen Kirche wurden unterstützt.

Um eine bessere Koordinierung der einzelnen Maßnahmen und eine Bewertung der verschiedensten Ansuchen zu gewährleisten, wurde 1985 der „Entwicklungspolitische Beirat“ ins Leben gerufen. Dieser berät die Landesregierung in der Auswahl der zu unterstützenden Projekte und betreibt Öffentlichkeitsarbeit für entwicklungspolitische Themen.

1994 wurden im Sinne einer effizienten Bündelung der Aktivitäten Regionalkooperationen mit San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania geschlossen, die je 20 Prozent der insgesamt verfügbaren Mittel erhalten. Über die Förderung der Plattform entwicklungspolitischer Organisationen unterstützt das Land Salzburg auch Bildungsarbeit bei uns. 2005 hat der Beirat überdies beschlossen, bis zu 10 Prozent der jährlich zu vergebenden Mittel an Projekte „Fairen Handels“ zu binden.

In seiner Sitzung am 8. März 2002 hat der Entwicklungspolitische Beirat vier aktuelle Ziele der Entwicklungspolitik des Landes postuliert:

-          Überwindung der Kluft zwischen Arm und Reich durch faire Wirtschaftsbeziehungen und globalen Wissenstransfer

-          Weltweite Durchsetzung der individuellen, politischen und sozialen Menschenrechte

-          Schutz des Rechts auf kulturelle Vielfalt und regionale Verfügung über die Ressourcen

-          Umsetzung des Prinzips der Nachhaltigkeit in Nord und Süd

Das Budget für Entwicklungspolitik des Landes betrug 2006 310.000 EUR. [Geförderte Projekte 2006]. Die Ausgaben 1995 -2003 sind ebenfalls auf der Homepage nachzulesen Sie hier. In etwa vier Sitzungen pro Jahr berät der „Beirat“ die eingelangten Projektanträge und bereitet diese für die Beschlussfassung durch das Land auf.

Klare Grundsätze und Kriterien helfen in der Beurteilung von Entwicklungsprojekten. Dazu zählen: Zugewinn an Möglichkeiten zur Lebensbewältigung und Eigenständigkeit („Empowerment“); Stärkung der Aktivitäten der Zivilgesellschaft unter besonderer Berücksichtung einer demokratischen, ökologischen und konfliktvermindernden Entwicklung; regionale Zusammenarbeit im wirtschaftlichen und sozialen Bereich; ausgewogene Mittelverteilung zwischen den Kontinenten; hoher Grad der Beteiligung der Zielgruppen; Stärkung der Unabhängigkeit der Betroffenen; vorrangige Förderung von Frauenprojekten; Bevorzugung von Projekten mit einem Salzburg-Bezug; die Projekte sollen möglichst in absehbarer Zeit selbsttragend werden; den Kriterien entsprechende Projekte können wiederholt gefördert werden; Projekte der Bewusstseinsbildung werden besonders gefördert; es müssen Möglichkeiten der Kontrolle der Mittelverwendung gegeben sein.

Prinzipien für Bildungsprojekte im Inland sind: prozessorientiertes Lernen, längerfristige Vorhaben, demokratisches, offenes und vernetztes Lernen, Darlegung kontroversieller Standpunkte, aktivierendes Lernen, zu kritischem, ganzheitlichem Denken anregendes Lernen.

Mit dem 2005 gemeinsam mit dem Landesschulrat Salzburg initiierten Wettbewerb „Go Fair – Eine Welt in der Schule“ förderte der Beirat erstmals auch Aktivitäten von Salzburger Schulen. Insgesamt 13 Schulen wurden für ihre Projekte ausgezeichnet.

Die Mitglieder des Entwicklungspolitischen Beirats werden vom Land Salzburg jeweils für drei Jahre bestellt.

Infos
Quellen

Grundinformationen gibt die Broschüre „Entwicklungspolitik des Landes“ (Salzburg 2003) sowie [demnächst] die Homepage der Salzburger Landesregierung: www.salzburg.gv.at. Die Modellhaftigkeit des „Beirats“ auch für andere Bundesländer beschreibt u.a.

www.oneworld.at/suedwind.magazin/root/z_detail.asp?ID=3874.

Über die Regionalkooperation mit Singida informiert der Verein Städtepartnerschaft www.singida.at, über jene mit San Vicente der Verein Intersol www.intersol.at.

Die Projekte des Wettbewerbs „Go Fair – Eine Welt in der Schule“ sind nachzulesen auf einer CD. Bestellung unter www.jungk-bibliothek.at.

Kontakt

Paul Pirker, Vorsitzender des Entwicklungspolitischen Beirats, Verein Städtepartnerschaft, T 0662.829114, leon.magnet@nextra.at.

Dr. Franz Wasner, Geschäftsführer, Postfach 527, 5010 Salzburg
T 0662.8042-2116, franz.wasner@salzburg.gv.at.

Schlagworte

Globalisierung, Konsum, Entwicklungszusammenarbeit, Bildung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 

 


 

EuRegio                                                                    

Beschreibung

 

 

 

 

Was ist EuRegio? Die EuRegio ist ein freiwilliger und partnerschaftlicher Zusammenschluss von Gemeinden aus dem Land Salzburg (56 + 1 OÖ) sowie aus den Landkreisen Berchtesgadener Land (15) und Traunstein (22 + 1 Altötting), den beiden Landkreisen selbst, Interessensvertretungen und einzelnen Privatpersonen. Dieser Verbund orientiert sich an folgenden Leitvorstellungen: Umsetzung des Europagedankens auf regionaler Ebene, Entwicklung der EuRegio als Arbeits- und Lebensraum für ihre BewohnerInnen, Ausbau der EuRegio im Wettbewerb der Wirtschaftsräume sowie Entwicklung von Umwelt- und Lebensqualität in der EuRegio. Die Bewahrung einer intakten Umwelt sowie deren nachhaltige Nutzung haben dabei einen hohen Stellenwert. Umgesetzt wird dies in ökologisch bedeutsamen Projekten. Dabei fungiert die EuRegio mit ihrer Geschäftsstelle in der Regel als Plattform und Koordinator für grenzüberschreitend angelegte Projekte.


Karte der EuRegio

 

Nachhaltige Projekte in der EuRegio (Auswahl)

EuRegio-Fachtagungen für Natur- und Landschaftsentwickelung: Gemeinsam mit Salzburger und bayerischen Einrichtungen (Naturschutzbund, Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege, Land Salzburg) werden Fachtagungen durchgeführt, um grenzüberschreitend Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu geben: 2001 (WassErleben), 2004 (Natur-Kultur-Leben) und 2006 (Almwirtschaft). Ebenso wurde ein Symposium „Lebensqualität durch Nähe – Ja ich bin dabei!“ durchgeführt (2001, mit einem Katalog einschlägiger Organisationen) sowie ein Katalog für Modellprojekte in erneuerbaren Energien herausgegeben (2. Auflage, 2002).

SeenLandwirtschaft in der EuRegio: Gemeinsam mit bayerischen und österreichischen Behörden, Interessensvertretungen und Partnern aus Bayern, Salzburg und Oberösterreich wird im Rahmen des INTERREG IIIA- Projektes „SeenLandWirtschaft- Nachhaltige Landwirtschaft in der euRegionalen Seenlandschaft“ daran gearbeitet, die Reduzierung von Nährstoffeinträgen und damit die Erhaltung bzw. soweit möglich eine Verbesserung der Wasserqualität der Projektseen Mondsee, Irrsee und Waginger-Tachinger See zu erreichen und die Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden Seengebiet zu fördern. Aus diesem Projekt heraus wurde ein weiteres INTERREG IIIA- Projekt von der Landwirtschaftskammer Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten in Traunstein gestartet, das sich mit der gewässerschonenden Düngung von drainierten Grünlandflächen im EuRegio- Voralpengebiet (Pilotgebiet Salzburg) befasst.

Almen der bayerisch- österreichischen Kalkhochalpen: Die Almen der bayerisch- österreichischen Kalkhochalpen stehen im Rahmen eines INTERREG IIIA- geförderten Pilotprojekts im Mittelpunkt, um ausgehend von einem grenzüberschreitenden Testgebiet (Dachstein, Salzburger Land und Berchtesgadener Land) einen Ansatz zu entwickeln, auf dessen Basis eine landschaftliche Analyse durchgeführt und modellhaft grenzüberschreitende Planungs- und Entscheidungsgrundlagen mit einer guten fachlichen Fundierung für eine nachhaltige Nutzungsplanung ausgearbeitet werden können. Ziel dabei ist, einen Beitrag zur Erhaltung und Sicherung der Almen als wichtiges kulturhistorisches und landschaftsökologisches Erbe zu erreichen. Das Projekt wird vom Land Salzburg, Referat 4/22 - Agrarwirtschaft, Bioenergie und Bodenschutz gemeinsam mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten in Traunstein getragen und federführend von der Universität Salzburg, Fachbereich Geographie, umgesetzt.

Zusammenarbeit der Direktvermarkter: Die bayerischen und Salzburger Direktvermarkter arbeiten schon seit einiger Zeit zusammen. Ergebnisse dieser Kooperation sind bisher zwei EuRegio-Hoffeste (2003, 2006) sowie zwei Salzburg-bayerische Ernte-Herbste (2004, 2005). Der große Erfolg und Besucheransturm motiviert die Akteure zu weiter führenden Aktivitäten wie z. B. einem Stammtisch der Direktvermarkter für einen zwanglosen Informationsaustausch.

Bio zu Tisch: Im INTERREG III A-geförderten Projekt „Bio zu Tisch" widmen sich die Bioverbände Bioland Bayern und BIO ERNTE AUSTRIA Salzburg dem Thema „Bio-Verpflegung in Großküchen".
Hochwertige Rohstoffe und Know-how sind Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Bio-Produkten.
Die Bioverbände bieten hierzu professionelle Unterstützung beim Einstieg in die Verwendung ökologisch erzeugter Lebensmittel an. In einem Parallelprojekt werden Landwirte beraten und geschult, um die Bio-Weidegans als „Rupertigans“ in der EuRegio als Marktnische zu besetzen.

Weitere Projekte:

„Nachhaltige Siedlungsentwicklung in der EuRegio“
„Umweltmonitoring Salzburg- Bayern“
Zahlreiche Verkehrsprojekte zur Verkehrsvermeidung und Optimierung

Infos
Quellen

www.euregio.sbg.at
www.seenlandwirtschaft.net

EuRegio Entwicklungskonzept
(www.salzburg.gv.at/pdf-sir_ro_euregio_kurz-fassung.pdf)

Kontakt

EuRegio
Sägewerkstr.
3
D-83395 Freilassing
T +49.8654.772-109
office.euregio@tzf.de

Schlagwörter

Euregio, Direktvermarktung, Gewässerschutz, Landwirtschaft

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 

 


 

Fairer Handel                                                           

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Handel zwischen Nord und Süd vollzieht sich auf einer schiefen Ebene. Die ProduzentInnen in den Ländern des Südens müssen zu Niedrigstpreisen verkaufen. Die großen Gewinnmargen fallen bei Importeuren, Händlern und Zwischenhändler aus dem Norden an. Die Abhängigkeit von Kursschwankungen an den Rohstoffbörsen verschlimmert die Lage etwa der Kaffee- oder Baumwollbauern zusätzlich. Ungerechte Bodenbesitzverhältnisse (Großgrundbesitz) sowie ausbeutende Produktionspraktiken in den Großplantagen nagen an der Natur sowie an der Gesundheit der LandarbeiterInnen.

Fairer Handel garantiert menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung, fördert ökologische Produktionsweisen, schafft Marktzugänge für Kleinbauern­organisationen und HandwerkerInnen und ge­währleistet Transparenz in den Herstel­lungs- und Handelsbedingungen.

Salzburg ist seit 1975 Sitz der EZA Fairer Handel GmbH, einer Pionierunternehmen im Fairen Handel, das sich zu Österreichs größter Importorganisation für Fairen Handel entwickelt hat. Gesellschafter sind der Verein Aktion 3. Welt A3W e.V. und die Katholische Männerbewegung Österreich, Oberösterreich und Innsbruck.

Mit der Übersiedlung in die neue, architektonisch ansprechende und energieoptimierte Zentrale nach Köstendorf-Weng im Jahr 2005 gelang ein weiterer Quantensprung.

Das Sortiment der EZA umfasst Lebensmittelprodukte und Handwerks­artikel von rund 100 Partnerorganisationen aus 30 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Mehrheitlich arbeitet die EZA mit Kleinbauernvereinigungen und Zusammenschlüssen von HandwerkerInnen bzw. deren Vermarktungsorganisationen. Kaffees, Tees, Kakao, Schokoladen, Fruchtsäfte, Zucker, Reis und das Guaraná-Getränk GUARANITO sowie Fußbälle tragen das FAIRTRADE-Gütesiegel für Fairen Handel. 60 Prozent der Lebensmittel stammen aus kontrolliert biologi­schem Anbau. Das Unternehmen bietet österreichweit die breiteste Auswahl von Bio-Arabica-Hochlandkaffees und Bio-Schokoladen aus Fairem Handel, darüber hinaus sind Tees, Kakao, Gewürze, Reis, Reiskräcker, Quinoa und Nudeln aus kontrolliert biologischem Anbau.

Mit sechs Weltläden – diese Fachgeschäfte für Fairen Handel sind die stärkste Kundengruppe der EZA – und zahlreichen Pfarr- und Gemeindegruppen weist Salzburg auch ein breites Netz für den Verkauf der Produkte an. Mittlerweile werden Faire Produkte – von Kaffee bis Bananen - auch in vielen Supermärkten des Landes angeboten. Fair gehandelte Produkte aus dem Süden zählen überdies zum Standardsortiment vieler Bio-Bauernmärkte und Hofläden.

Der Salzburger Landtag hat bereits vor Jahren einen Beschluss zur Unterstützung des Fairen Handels gefasst. Die entsprechende Umstellung des Beschaffungswesens – etwa Fairer Kaffee in der Amtsstube - erfolgte (bislang) nur in Einzelinitiativen. 2005 beschloss der Entwicklungspolitische Beirat des Landes, bis zu 20 Prozent der Fördermittel für Projekte Fairen Handels zu reservieren. Der Verein Südwind Salzburg führt seit vielen Jahren Workshops für Faire Produkte (Kaffee, Kakao, Bananen) an Schulen durch. „Bio-Faire Wochen“ machen Werbung für Fairen Handel mit dem Süden und Bioprodukten aus Salzburg.

Infos
Quellen

Einen Überblick über Fairen Handel in ganz Europa gibt die von dem in Salzburg lebenden Nord-Südexperten Jean-Marie Krier herausgegebene Studie „Fair Trade in Europe“: www.european-fair-trade-association.org. Wertvolle Infos gibt es auch unter www.fairtrade.at sowie www.eza.cc.  

Die Adressen der sechs Salzburger Weltläden (Bischofshofen, Golling, Saalfelden, St. Johann sowie Salzburg-Gneis und Salzburg-Stadt sind zu finden unter www.weltlaeden.at.

Infos zu den Workshops für Faire Produkte erhält man/frau unter www.suedwindsalzburg.at.

Kontakt

EZA Fairer Handel GmbH: Andrea Reitinger, Öffentlichkeitsarbeit
Wengerstr. 5, 5203 Köstendorf. T: 06216.20200-24
andrea.reitinger@eza.cc.

Südwind Salzburg: Sonja Schachner, Bereich „Workshops“
Josef-Preis-Allee 16/2. 5020 Salzburg. T: 0 662.82 78 13, 
sonjas@suedwindsalzburg.at.

Schlagworte

Globalisierung, Konsum, Ernährung, Entwicklungszusammenarbeit, Bildung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 


 

Fraueninitiativen                                                   

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

Geschlechtergerechtigkeit ist ein zentrales Merkmal einer sozial nachhaltigen Gesellschaft. Mehrere Einrichtungen in Stadt und Land Salzburg, die in vielen Fällen aus der Frauenbewegung heraus entstanden sind, thematisieren dieses Ziel.

Das Frauenbüro der Stadt Salzburg sowie das Büro für Frauenfragen und Chancengleichheit des Landes Salzburg sind Informations-, Beratungs- und Lobbyingeinrichtungen für Gleichstellungs­fragen. Politische Initiativen für Chancengleichheit etwa am Arbeitsmarkt, die Umsetzung von Gendermainstreaming in Politik und Wirtschaft (d. h. Prüfung aller Vorhaben hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit), die Unterstützung im Zugang zu Informationen für Frauen sowie Bewusstseinsbildung, etwa durch Veranstaltungen, zählen zu den Aufgaben. Ein Anliegen besteht auch in der Sensibilisierung für eine gendergerechte Sprache, die etwa im Bereich von Verwaltungen und Behörden urgiert wird.

Am 21. Februar 2007 gab es ein großes Auftaktsymposium zum Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle. Der jährlich am 8. März, dem Internationalen Frauentag, vergebene Troll-Borostyáni-Preis zeichnet Frauen aus unterschiedlichen Berufsfeldern für ihre Leistungen aus. 2007 war der Preis für eine Salzburger Journalistin ausgeschrieben.

Mädchen-förderung

 

 

 

 

 

 

Nur exemplarisch können einige Projekte der Frauenförderung angeführt werden.

make-it!, das bei der Jugendeinrichtung Akzente angesiedelte Büro für Mädchenförderung des Landes Salzburg, setzt sich für die Schaffung von Rahmenbedingungen ein, „damit Mädchen die Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit und Unabhängigkeit erlangen können“.

Das ebenfalls von Akzente durchgeführte Projekt „Mit Mut! die eigenen Talente entdecken“ unterstützt Mädchen im Sich-Einlassen auf technische Berufe. Demselben Ziel dient der „Girlsday“, der in Kooperation u. a. mit dem Frauenreferat des ÖGB, der Wirtschaftskammer und den Frauenbüros von Stadt und Land durchgeführt wird.

Das Projekt „GenderAlp“ wird gesondert beschrieben.

Wertvolle Infos und Adressen auch zum Bundesland Salzburg bietet die Plattform für Frauennetzwerke.

Gewalt
gegen Frauen

 

 

 

Frauenhäuser bieten von Gewalt bedrohten oder betroffenen Frauen und deren Kindern Schutz, Hilfe und Beratung. Gewalt bezieht sich dabei auf physische, psychische oder sexuelle Übergriffe in Beziehungen (Ehe, Lebensgemeinschaft, Familie, soziales Umfeld). Geboten werden i. d. R. geschützte Unterkunft für Frauen und deren Kinder, psycho-soziale und juristische Beratung in Gewaltsituationen, die Begleitung zu Ämtern und Behörden sowie Kinderbetreuung im Frauenhaus. Manche Einrichtungen bieten auch ambulante Beratung und Begleitung für Frauen, die nicht im Frauenhaus wohnen (siehe dazu auch den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser“).

In Salzburg gibt es drei Frauenhäuser, jenes in der Stadt Salzburg, das Haus Mirjam in der Stadt Hallein (Zielgebiet Tennengau) und das Frauenhaus Pinzgau in Saalfelden. Letzteres ist zuständig für den Pinzgau, Pongau und Lungau und bietet auch den Frauennotruf Innergebirg rund um die Uhr.

Die Interventionsstelle Salzburg  künftig "Gewaltschutzzentrum" unterstützt im Bundesland Salzburg alle von häuslicher Gewalt und Stalking Betroffenen. Das Ziel ist die Wiedererlangung von Sicherheit. Die Unterstützung ist kostenlos und vertraulich. Die Frauennotrufstelle bietet – wenn gewünscht – anonym Hilfe in Notsituationen,
ebenso die
österreichweite Frauenhelpline 0800.222 555.

Infos
Quellen

Homepages der vorgestellten Einrichtungen und Initiativen:
www.salzburg.gv.at/themen/gv/frauen
www.stadt-salzburg.at/internet/salzburg_fuer/frauen/p2_93593.htm
http://www.frauenhaus-salzburg.at; www.aoef.at/start.htm; www.frauenfakten.at;
www.interventionsstelle-wien.at/hilfe/index.htm?interventionsstellen.htm

Kontakt

Frauenbüro der Stadt Salzburg: Mag.a Dagmar Stranzinger,
Leiterin, Schloss Mirabell, 5024 Salzburg; T 0662.8072-2043,
frauenbuero@stadt-salzburg.at

Büro für Frauenfragen und Chancengleichheit des Landes: Mag.a Romana Rotschopf, Leiterin, Michael-Pacher-Straße 28, 5020 Salzburg, T 0662.8042-4040, romana.rotschopf@salzburg.gv.at

Make it - Büro für Mädchenförderung des Landes Salzburg:
Teresa Lugstein, Glockengasse 4c, 5020 Salzburg; T. 0662.849291-1 make.it@akzente.net

Projekt mut! – Mädchen und Technik: Ruth Mayr, Michael-Pacher-Str. 28, 5020 Sbg., T 0662.8042-4047 projekt-mut@salzburg.gv.at

Frauenhaus Salzburg: T 0662.458 458, office@frauenhaus-salzburg.at

Frauenhaus Pinzgau: PF 63, 5760 Saalfelden, T 06582.743021, frauenhaus@aon.at. 24h-Frauennotruf Innergebirg: 0664.500 68 68    

Frauenhaus Hallein: "Haus Mirjam", T 06245.80 261 hausmirjam@aon.at, ebenfalls 24h besetzt.

Interventionsstelle Salzburg: Dr. Renate Hojas, T 0662.870100 istsalzburg@netway.at 

Frauennotruf:  Mag. Andrea Laher, T 0662.881100, frauennotruf.salzburg@aon.at

Schlagwörter

Frauenrechte, Gleichbehandlung, Gewalt : Frauen

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 


 

Gemeindeentwicklung                                           

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Initiative zur Gestaltung des unmittelbaren Lebensraumes im Bundesland Salzburg hat sich 1987 als ganzheitliche BürgerInnen-Bewegung etabliert. Im Mittelpunkt der vom Salzburger Institut für Raumordnung (SIR) gemeinsam mit dem Salzburger Bildungswerk (SBW) wahrgenommenen Aktivitäten, die vom Land Salzburg getragen sowie vom Raiffeisenverband Salzburg, dem ORF und den Salzburger Nachrichten unterstützt werden, steht die Initiierung und Begleitung von Gemeindeprojekten nach der Divise „Hilfe zur Selbsthilfe“. Bewusstsein für den eigenen Lebensraum zu schaffen, zählt zu den zentralen Anliegen. Eine Reihe innovativer Projekte verweisen auf den Erfolg dieses Ansatzes.

Das Generationendorf

Das Zusammenleben der Generationen ist von permanentem Wandel gekennzeichnet. Neue Formen des Dialogs sind gefragt. Die Gemeindeentwicklung Salzburg reagiert darauf mit dem Projekt „Generationendorf“, das in einer ersten Phase von 2003 – 2005 in drei Gemeinden durchgeführt wurde. Das freiwillige Engagement von Alt und Jung steht dabei im Mittelpunkt. In Elixhausen wurden u. a. die Idee eines „begehbaren Adventkalenders“, der regelmäßige Austausch von SeniorInnen und Kindergarten sowie Initiativen zum Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen realisiert. Zudem wurde 2004 eine gemeindeeigene „Kummer- und Ideen-Nummer“ eingerichtet. Besonders erwähnenswert: In einem „Sozialzeitausweis“ werden die von den BürgerInnen erbrachten freiwilligen Leistungen verzeichnet – als Zeichen der Anerkennung und als Nachweis der Kompetenz. (Ab 2006 wird ein Bonusmodell erprobt). „Damit es nicht verloren geht“, lautete der Titel eines Teilprojekts in Ramingstein, bei dem Wissenswertes aus alter Zeit vermittelt wurde. Eine öffentliche
„Ideenbörse“, deren Befunde anonym diskutiert wurden, sowie ein Kochkurs für Männner waren weitere Aktivitäten der Lungauer
Gemeinde. In
St. Koloman wurde u. a. eine „Woche der Generationen“ realisiert bei der Spiele, Lieder und Tänze „von einst und jetzt“ auf dem Programm standen. Insgesamt – ein Ansatz mit großer Resonanz und Folgewirkung: Generationendorfgemeinden ab 2006 sind St. Martin bei Lofer, Elsbethen, Salzburg-Aigen, Salzburg-Parsch und Bruck.

Crafts – Wiederbelebung alter Handwerkstechniken
(2003 – 2005)

Die Erhaltung und Entwicklung handwerklicher Traditionen sowie die Vermittlung der Handwerkstechniken zur Sicherung der Sanierungs­kompetenz in alpinen Regionen stehen im Mittelpunkt des EU-Interreg III-B-Projektes „Crafts“. Der thematische Schwerpunkt liegt bei der Wiederbelebung handwerklicher Traditionen auf der Basis neuer Technologien. Damit sollen innovative Entwicklungen ermöglicht werden. In Salzburg wird dieser Ansatz beim Schmiedbauerngehöft in Seeham umgesetzt: Das kulturhistorisch interessante Gebäude wird revitalisiert und soll künftig sowohl für kommunale als auch für kulturelle Zwecke genutzt werden.

RegioMarket: Lebensraum Lungau

Zielsetzung dieses Interreg III B-Projekts (2006 – 2008), an dem u. a. Partner aus Frankreich, Slowenien, Italien und Bayern mitwirken, sind die Optimierung von regionalem Marketing und Netzwerkbildung zur Entwicklung einer gemeinsamen Vermarktungs- und Markenbildungsstrategie für den gesamten Alpenraum. Im Zentrum steht dabei die Unterstützung des regionalen Marketings für die nachhaltige Nutzung der Produkte und Ressourcen der Region Lungau. Die Palette der geplanten Aktivitäten umfasst die Analyse der bestehenden Strukturen und Angebote, die Entwicklung einer Marketing-Strategie für nachhaltige Produkte bis hin zur Einrichtung von Qualitätsstandards und Marken.

„Impulsregion 21“ – Europäischer Dorferneuerungspreis

Die „Impulsregion 21“, ein Netzwerk der Gemeinden Schleedorf, Mattsee und Neumarkt innerhalb des Salzburger Seenlandes, baut auf den bisherigen Dorferneuerungsaktivitäten der drei Gemeinden auf und überzeugt durch die Fokussierung auf Stärken und Synergien mit deutlicher regionaler Ausstrahlung sowie die Konzentration auf behutsame Aneignung und wirtschaftliche Nutzung der Landschaft im
Bereich Erholung, Bio-Vermarktung und Gesundheitsvorsorge. Dieser Initiative wurde 2006 ein „Europäischer Dorferneuerungspreis“ zuerkannt.

Weitere Aktivitäten

Aktuelle Akzente der Gemeindeentwicklung im Land Salzburg stellen weiters u. a. die „Revitalisierung Birkenmoor“ in Eben/Pg., die Errichtung eines „Wasserparks“ auf rund 12.000 m2 mit einem ganzjährigen Familien- und Freizeitangebot in Russbach sowie die Förderung
gemeinde- und grenzüberschreitender Zusammenarbeit v. a. auch durch Fachexkursionen dar.

Infos
Quellen

Die angezeigten Links sowie diverse Unterlagen der angeführten Kontaktadressen

Kontakt

Salzburger Institut für Raumordnung (SIR), Alpenstraße 47, PF 2, 5033 Salzburg. T 0662.623455, sir@salzburg.gv.at.
Rückfragen: DI Peter Haider, T 0662.623455,
peter.haider@salzburg.gv.at  und DI Christine Stadler, chistine.stadler@salzburg.gv.at sowie
Salzburger Bildungswerk (SBW), Imbergstraße 2/III, 5020 Salzburg, T 0662.
872691, office@sbw.salzburg.at

Schlagwörter

Gemeindeentwicklung, Soziales

Verfasser

Walter Spielmann                                           Zurück zur Übersicht

 


 

GenderAlp! Raumentwicklung für Frauen und Männer        

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„GenderAlp! Raumentwicklung für Frauen und Männer“ ist ein internationales Projekt ko-finanziert mit Mitteln des EU-Förderprogramms Interreg IIIB – Alpine Space. Der Name setzt sich einerseits aus "Gender Mainstreaming“, andererseits aus dem Bezug zum geographischen Raum, in dem das Projekt umgesetzt wird, zusammen. Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

In „GenderAlp!“ arbeiten zwölf Städte und Regionen des alpinen Raums (in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Slowenien) an Fragestellungen zu Raumplanung und öffentlichen Budgets unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern. Ziel ist die Erreichung einer besseren Lebensqualität, eine Verbesserung der Standortqualität für Unternehmen und Menschen, mehr Wettbewerbsfähigkeit der Regionen und mehr Arbeitsplätze. Das Projekt mit einer dreijährige Laufzeit von 2005 bis 2007 verfügt über ein Gesamtbudget von 2,3 Mio. Euro.

Das Land Salzburg übernimmt in „GenderAlp!“ sowohl die Rolle als „Leadpartner“ als auch die Rolle als Partner bei regionalen Projekten. Die Leadpartnerfunktion ist in Form eines Konsortiums zwischen den Abteilungen Raumplanung, Wirtschaft/Tourismus/Energie und Büro für Frauenfragen und Chancengleichheit gestaltet - die Aufgabe der operativen Abwicklung von GenderAlp wird vom Büro für Frauenfragen und Chancengleichheit des Landes Salzburg wahrgenommen. Insgesamt werden unter dem Dach von „GenderAlp!“ 32 regionale Teilprojekte zu den Themen „Gender Mainstreaming in der Verwaltung“, „Gender Planning“ und „Gender Budgeting“ realisiert.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts ist die Erarbeitung von konkreten Methoden und Instrumenten für die Verwaltungen auf lokaler, regionaler und nationaler (teilweise transnationaler) Ebene, um Gender Mainstreaming in der praktischen Arbeit und den Entscheidungen von Verwaltung und Politik besser umzusetzen. Die Gender­Alp!-Toolbox wird wertvolle Werkzeuge für EntscheidungsträgerInnen in Politik und Verwaltung sowie für Gender-Trainings beinhalten.

Das Salzburger Projekt „Bedarfsgerechtes Wohnen und Arbeiten in Salzburg für Frauen und Männer" ist eines der 32 Teilprojekte. Darin gilt es, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männer an die Wohn- und Arbeitsplatzstandorte zu erkennen und in der Standortentwicklung, einerseits durch Standortentscheidungen in der Raumplanung und anderseits durch entsprechende Förderungen der öffentlichen Hand zu berücksichtigen. Zwei Teilprojekte „Bedarfsgerechte Raumplanung“ und „Geschlechtergerechte Regionalentwicklung" widmen sich diesen Fragestellungen. Im Juni 2006 wurde der Endbericht des Projekts „Bedarfsgerecht Planen für Frauen und Männer“ der Öffentlichkeit vorgestellt und steht zum Download als Kurzfassung oder als Langfassung zur Verfügung. Der Endbericht für das zweite Teilprojekt wurde für Ende 2006 avisiert.

Infos
Quellen

Detaillierte Informationen zu den Aktivitäten der internationalen PartnerInnen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Slowenien sind unter www.genderalp.com zu finden. Auf www.genderalp.si präsentiert sich das Projekt in slowenischer Sprache.
Die österreichischen PartnerInnen (Land Niederösterreich, Land Oberösterreich, BOKU Wien, Salzburger Verwaltungsakademie und Land Salzburg) und deren Projekte sowie Ergebnisse sind auf

www.genderalp.at näher beschrieben.

Kontakt

Projektleiterin: Mag.a Romana Rotschopf
GF Projektleiterin: Heidrun Wankiewicz

T 0662.8042-4040 und
E-mail
genderalp@salzburg.gv.at

Astrid Lamprechter, Information & Publicity/Gender Budgeting
T 0662.8042-4051
astrid.lamprechter@salzburg.gv.at

Schlagwörter

Geschlechterrolle, Raumplanung, Europa, Gender Budgeting

Verfasser

Alfred Auer                                                                 Zurück zur Übersicht

 

 


Gesundheitsvorsorge des Landes                           

Beschreibung

 

 

Foto: Forum „Gesundes Österreich“

 

Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet Gesundheit als einen „Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht lediglich das Freisein von Krankheit und Schwäche“. Gesundheitsvorsorge führt nicht nur zur Verringerung menschlichen Leids und zur Steigerung individuellen Wohlbefindens, sondern trägt auch dazu bei, volkswirtschaftliche Negativkosten gering zu halten.

Eine Studie des IHS „Ökonomischer Nutzen betrieblicher Gesundheitsvorsorge“ hat Einsparpotenziale  von bis zu 3,6 Mrd. EUR errechnet, das sind 1,3 Prozent des BIP. Verstärkte Aufmerksamkeit wird psychischer Gesundheit zuteil. Depressionen werden nach Schätzung der WHO in 20 Jahren nach Herzkrankheiten das zweithäufigste Leiden sein. Die Kosten psychischer Erkrankungen betragen laut IAO-Schätzungen bereits bei 3 bis 5 Prozent des BIP [Stelzig 2006].

Das Recht auf Kranksein sowie das Recht auf medizinische Versorgung im Krankheitsfalle ohne soziale Barrieren sind ein wichtiger Bestandteil einer sozial nachhaltigen Gesellschaft. Ebenso wichtig und klug ist aber die Achtung auf Gesundheitsvorsorge – Information und Aufklärung, präventive Sozialpolitik sowie gesunderhaltende Lebens- und Arbeitsbedingungen können dazu beitragen.

In der sozialen Nachhaltigkeitsforschung werden pathogenetische Monitoringfelder (Kriminalität, Drogenmissbrauch, Einsamkeit und soziale Isolierung, Individueller Krankheitszustand) unterschieden von salutogenetischen Monitoringfeldern (Individuelle Gesundheit und Ernährung, Gerechtigkeit und Existenzsicherung, Soziale Beziehungen und Solidarität, Partizipation und Demokratisierung) [Müller-Christ u.a. 2005]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Salzburger Gesundheitspolitik ist vorsorgeorientiert, wie zahlreiche Projekte der Landessanitätsdirektion zeigen. Der „Salzburger Gesundheitsbericht 2002. Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten der Salzburger Bevölkerung, Inanspruchnahme und Leistungen des Salzburger Gesundheitssystems“ stellt den Gedanken der Prävention ins Zentrum der Zukunftsplanungen. Eine Aktualisierung erfolgt im Jahr 2008.

Die Gesundheitsziele für das Land Salzburg wurden im Jahre 2004 im Auftrag der Leiterin des Gesundheitsressorts, Frau LHF Mag.a Gabi Burgstaller, von der Landessanitätsdirektion festgelegt. Der Projektzeitraum reicht bis 2010. Im Vordergrund steht die Reduzierung der häufigsten sowie das Gesundheitsversorgungssystem am stärksten belastenden Krankheiten sowie die Erkennung und Überwindung regionaler Defizite im Bereich der Prävention.

 

Die Ziele sind:

1.      Reduzierung von Herz-Kreislaufkrankheiten

2.      Reduzierung von Lungenkrankheiten – Raucherberatung

3.      Reduzierung von Krebserkrankungen

4.      Reduzierung von psychischen Erkrankungen (Suizidprävention/sonstige psychische Krankheiten)

5.      Reduzierung von Unfällen

6.      Verbesserter Impfschutz für Erwachsene

7.      Reduzierung der Karies – Zahnvorsorge bei Risikogruppen

8.      Förderung der Bewegung – Bewegung in der Gemeinde

9.      Reduktion der Belastungen im Wohnumfeld – der umweltfreundlichste Nachbar

10.  Früherkennung und Reduzierung des Diabetes mellitus Typ 2 – Diabetes mellitus Typ 2-Schulung neu

Die Förderrichtlinien für sämtliche vom Land unterstützten Gesundheitsprojekte wurden auf diese Gesundheitsziele abgestimmt. Ein Beispiel ist das gemeinsam mit zahlreichen Partnern 2006 gestartete Programm „Gesundes Salzburg 2010“. Dieses zielt auf eine höhere Selbstbestimmung der Bevölkerung über ihre Gesundheit. Thematisiert werden die Bereiche Ernährung, Bewegung, Entspannung, Nicht-Rauchen und normaler Bauchumfang. In Pilotgemeinden wird in Stichproben der Gesundheitszustand der Bevölkerung erhoben. Aufklärungsmaßnahmen sind geplant. Es geht darum, die „Verhältnisse“ und das „Verhalten“ zu beeinflussen, so heißt es im Projektbericht.

Die Projektliste „Vorsorgemedizinische Maßnahmen im Bereich der Landessanitätsdirektion Salzburg“ führt 32 Maßnahmen – von Krankheitsfrüherkennung über Bewegungsprogramme bis hin zu Raucherberatung – sowie die jeweiligen Projektpartner hierfür an. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Arbeitskreis für Vorsorgemedizin zu.

Das Netzwerk Gesundheit, eine Untergruppe des „Netzwerk Salzburg“, erarbeitet unter der Leitung des Direktors der Salzburger Gebietskrankenkasse, Harald Seiss, ebenso Vorschläge für eine zukunftsfähige Gesundheitsstrategie wie die von LHStv. Wilfried Haslauer initiierte Plattform Gesundheit.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, hat der Dienstgeber Land Salzburg ein vom Fonds Gesundes Österreich unterstütztes Projekt ProCura - Betriebliche Gesundheitsförderung in der Landesverwaltung gestartet. Aufbauend auf eine umfassende MitarbeiterInnenbefragung werden derzeit zahlreiche Aktivitäten auf der Verhaltens- und Verhältnisebene gesetzt.

Vom Land Salzburg werden auch zahlreiche Initiativen und Projekte von Partnern im Gesundheitswesen gefördert und unterstützt, die exemplarisch in „Gesundheitsvorsorge: weitere Initiativen“ beschrieben werden.

Infos
Quellen

Salzburger Gesundheitsbericht 2002. Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten der Salzburger Bevölkerung, Inanspruchnahme und Leistungen des Salzburger Gesundheitssystems.

Vorsorgemedizinische Maßnahmen im Bereich der Landessanitätsdirektion Salzburg. Landessanitätsdirektion. Stand Oktober 2006.

Richtlinien der Landessanitätsdirektion Salzburg zur Bereitstellung von Budgetmitteln für Projekte und Aktivitäten in der Gesundheitsvorsorge, -beratung und –förderung.

Gesundes Salzburg 2010. Projektbeschreibung 2006. www.pmu.ac.at/Dateien/allgemeine/GS2010_070126_Pressekonferenz_Unterlagen.pdf

Georg Müller-Christ u.a.: Nachhaltigkeit unter Beobachtung. München: oekom, 2005.

Weitere im Text per Link zitierte Studien.

Kontakt

Landessanitätsdirektion: Dr. Christoph König, Leiter, Sebastian-Stief-Gasse 2, 2. Stock,  5020 Salzburg, T 0662.8042-2310
christoph.koenig@salzburg.gv.at

Amt der Salzburger Landesregierung: Abt. 9, Gesundheitsplanung, Fachreferent Mag. Hansjörg Gmeiner, T 0662.8042–2525, hansjoerg.gmeiner@salzburg.gv.at.

ProCura: Amt der Salzburger Landesregierung, Personalabteilung, Mag.a Monika Parhammer, Kaigasse 14-16, 1. Stock, Zi. 138
T 0662.8042-2822,
monika.parhammer@salzburg.gv.at.

Netzwerk Gesundheit: Dr. Harald Seiss, info@netzwerk-salzburg.at. 

Plattform Gesundheit: Frau Dr. Stocker. T 0662.8042-2190

Schlagwörter

Gesundheitsvorsorge, Gesundheitskosten, Bildung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 


Gesundheitsvorsorge: weitere Initiativen        

Beschreibung

In Salzburg gibt es – vielfach in Kooperation mit dem Land – wertvolle zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich der körperlichen wie psychischen Gesundheitsvorsorge widmen. Neben Krankenkassen und Versicherungen, Initiativen aus Medizin und Psychotherapie, tragen auch Sportvereine, Fitness- und Wellnesseinrichtungen, Natur- und Wandervereine zur Gesundheitsprävention bei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Diakonie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen des Projektes „WEG – Wirtschaftlicher Erfolgsfaktor Gesundheit“, getragen von der Salzburger Gebietskrankenkasse, werden betriebliche Gesundheitsprojekte gefördert. Als Beispiele können die Salzburger Betriebe Salzburg AG, M-Real, Bergbau Wolfram Mittersill oder die Salzburg AG genannt werden.

GIZ Gesundheits-Informations-Zentrum, die kostenfreie Serviceeinrichtung der Salzburger Gebietskrankenkasse bietet seit dem Jahr 2000 allen SalzburgerInnen persönliche Beratung, Orientierung im Gesundheits- und Sozialwesen und eine Gesundheits-Bibliothek. Informationen zu körperlichen und seelischen Erkrankungen und Möglichkeiten gesundheitsfördernder sowie gesundheitserhaltender Maßnahmen werden weitergegeben. Weiters werden Gesundheits-Informations-Tage  sowie Gesundheitsvorträge in Stadt und Land Salzburg organisiert.

Das bereits seit 1994 existierende Zentrum Frauengesundheits­zentrum ISIS engagiert sich für ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis aus Frauensicht, in dem die Zusammenhänge zwischen weiblichen Lebensbedingungen und Krankheitsursachen beleuchtet werden. ISIS ist auch für Gendersensibilität in Salzburger Gesundheitsprojekten zuständig.

„profit“ – So nennt sich ein Programm zur „betrieblichen Gesundheitsförderung“, das von der Sportunion Salzburg gemeinsam mit „proges. – gesundheitsmanagement“ (Zusammenschluss von SportmedizinerInnen u. a.) angeboten wird. Der ASKÖ führt ein Programm „Rückenfit“ durch. Das Uniqua-Gesundheitszentrum im Diakonissenkrankenhaus steht als Beispiel für eine Kooperation einer Versicherung mit einem Krankenhausträger.

„Vorsorgen ist besser als heilen“ - Unter diesem Motto konnten die Salz­burgerInnen vom 10. – 14. Oktober 2006 erstmals kostenlos in allen Apotheken wichtige Gesundheitswerte wie Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin und Bauchumfang bestimmen lassen. Die anlässlich des „Tages der Apotheke“ durchgeführte, vom Land Salzburg unterstützte Aktion hat einen Grund: Laut Erhebungen leiden 100.000 SalzburgerInnen unter zu hohem oder erhöhten Blutdruck. Jede/r zweite hat zu viel Speck am Bauch. Bei den Cholesterin-Werten ist die Lage noch bedenklicher (Quelle: SN 7. 10. 2006, Apothekerkammer).

Das Kuratorium für psychische Gesundheit trägt Sorge für die Sicherung und Förderung der psychischen Gesundheit der Menschen in Salzburg. Im Bedarfsfall wird über kompetente Hilfe informiert. Besonderes Augenmerk wird auf die Information der Bevölkerung über die „Gesunderhaltung der Seele“ gelegt. In Kooperation mit den Medienpartnern Salzburger Nachrichten und ORF werden Vortragsveranstaltungen in Stadt und Land Salzburg durchgeführt, die die Aufklärungsarbeit und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen unterstützen.

Demselben Ziel für allgemeinmedizinische Themen widmet sich die Reihe Minimed-Studium der Salzburger Landeskliniken in Kooperation mit den Salzburger Nachrichten und der SGKK sowie die SN-Rubrik Gesundheit aktuell.

Pro Mente Salzburg führt seit 2006 einen Präventionstag für psychische Gesundheit durch. In Fachvorträgen sowie Veranstaltungen für ein breites Publikum werden Fragen der Verhinderung und Früherkennung psychischer Erkrankungen thematisiert.

Dem leider an Bedeutung gewinnenden Problem des Mobbings begegnet die Arbeiterkammer Salzburg. Mobbing ist ein soziales Phänomen, das die Ausgrenzung von Menschen aus dem Arbeitsleben bewirkt. Wenn Mobbing auftritt, ist es notwendig, dass Betroffene Hilfestellung erleben und wissen, wohin sie sich wenden können. Eine Broschüre der AK beinhaltet eine Reihe von Kontakt- bzw. Beratungsadressen.

Infos
Quellen

Psychische Gesundheit. Ein sensibler Lebensbaum. Zeitschrift von pro mente austria 2006/3. Mit Beiträgen von M. Stelzig, R. Fartacek u. a.

www.sgkk.at: Die Homepage der Salzburger Gebietskrankenkasse bietet wertvolle Informationen zur Gesundheitsvorsorge.

www.kuratorium-psychische-gesundheit.at: Die Homepage bietet eine Übersicht über die Veranstaltungen des Kuratoriums für psychische Gesundheit und der beteiligten Vernetzungspartner.
Mobbing. Broschüre der AK Salzburg. Verfasserin: Mag.a Cornelia Schmidjell, Salzburg 2006.

Kontakt

Frauengesundheitszentrum ISIS: Aline Halhuber, Alpenstraße 48, 5020 Salzburg T 0662.442255, a.halhuber@fgz-isis.at.

Gesundheitsinformationszentrum GIZ: Mag.a Margit Somweber, Christine Appesbacher, Faberstr. 17, 5024 Salzburg, T 0662.871491 giz@sgkk.at. Nach Umzug der SGKK: Engelbert-Weiß-Weg 10, 5020 Salzburg, T 0662.8889–8800.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge: Elisabeth Zeisberger, SGKK,
T 
0662.8889–385, elisabeth.zeisberger@sgkk.at   

Kuratorium für psychische Gesundheit: Prim. Dr. Manfred Stelzig, Enzingergasse 16, 5020 Salzburg T. 0662.890936
office@kuratorium-psychische-gesundheit.at   

Schlagwörter

Gesundheitsvorsorge, Gesundheitskosten, Betriebe, Sport, Bildung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 


 

 

Gewaltprävention                                                                        

Beschreibung

Die Gewährleistung rechtsstaatlicher Prinzipen sowie der Schutz von Schwächeren zählt zu den zentralen Aufgaben jedes Rechtsstaats. Eine zur Gänze gewaltfreie Gesellschaft wird wohl Utopie bleiben, möglich sind jedoch gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die Gewalt verringern oder dieser vorbeugen. Sozial nachhaltig wird eine Gesellschaft somit, wenn sie sich durch Gewaltarmut auszeichnet und auch struktureller Gewalt (z. B. Diskriminierung) entgegenwirkt.

In Salzburg existiert eine Vielzahl von Einrichtungen, die sich dem Schutz vor Gewalt, der Gewaltprävention und dem Erlernen gewaltfreier Konfliktbearbeitung verschrieben haben.

Kinder

Foto: Kija Salzburg

 

 

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg (kija) thematisiert die Rechte der jungen Generation, die etwa in der Kinderrechts­konvention festgelegt sind. Durch öffentliche Stellungnahmen und Mitarbeit in verschiedenen Gremien wird Lobbying für Kinder- und Jugendanliegen betrieben, in Schulworkshops Aufklärungsarbeit geleistet. Ein Themenschwerpunkt der letzten Jahre war „Trennung und Scheidung“, ein Schwerpunkt für 2007 lautet „Jugend ohne Netz“, in dem soziale Risiken von Kindern und Jugendlichen thematisiert werden. Über die Initiative „callandmail“ antworten Jugendliche auf Fragen anderer Jugendlicher. Zudem gibt es eine kostenlose Krisenhot­line. Im Team der kija befinden sich Psychologinnen, Juristinnen und Sozialarbeiterinnen.

Therapeutische Hilfe für Kinder, die (familiärer) Gewalt ausgesetzt waren, aber auch bei anderen Problemen, bieten das Kinderschutz­zentrum Salzburg und die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Christian-Doppler-Klinik, die derzeit am Aufbau eines Anti-Gewalt­netzwerkes gemeinsam mit den Jugendämtern u. a. arbeitet. Anonym und vertraulich können sich Kinder und Jugendliche an die kidsline Salzburg wenden. Professionell geschulte Ehrenamtliche geben Hilfestellung bei unterschiedlichsten Problemen (kids-line Beratungstelefon: 0800.234 123). Hilfe gibt es auch bei „Rat auf Draht 147“, der Kinder- und Jugendlichen-Hotline des ORF.

Frauen

Frauenhäuser bieten von Gewalt bedrohten oder betroffenen Frauen und deren Kindern Schutz, Hilfe und Beratung [s. Fraueninitiativen].

Konflikt-bearbeitung

 

Foto: Friedensbüro

Mit Konflikten gewaltfrei umgehen zu lernen, ist ein wichtiges Ziel der Gewaltprävention. Das Friedensbüro Salzburg bietet Workshops für Kinder und Jugendliche, SchülerInnen werden zu MediatorInnen ausgebildet. Ein weiterer Schwerpunkt sind Fortbildungen für Lehrer- und SozialarbeiterInnen. 2007 startete ein Lehrgang für Deeskalation.

 

Die Plattform gegen die Gewalt in der Familie startete 2006 ein Projekt im Lungau, in dem Gewalt gegen Frauen und deren Wahrnehmung erhoben wurde.

Das Männerbüro Salzburg  bietet Männern Beratung in schwierigen Lebenslagen und Unterstützung in der Bearbeitung von Lebenskonflikten. Speziell der Gewaltprävention widmet sich die Beratungsstelle Männerwelten. Auszusteigen aus der Spirale der Gewalt in Konfliktsituationen, selbst Verantwortung zu übernehmen und neue
Möglichkeiten der Lebensgestaltung zu entdecken, ist das Ziel.

Hilfestellung für gewaltfreie Konfliktbearbeitung leisten auch die ambulante Krisenintervention von Pro Mente sowie die Telefonseelsorge.

Suizid-prävention

 

Eine besondere Form der Gewalt ist jene gegen sich selbst. Mit 58.000 Suiziden pro Jahr in der EU übersteigen diese mittlerweile die Verkehrstoten! In Salzburg wird Suizidprävention seit 2000 von der Landesregierung finanziert – mit Erfolg. Zwischen 2001 – 2005 war ein Rückgang der Suizide um 15 Prozent (gegenüber 1996-2000) zu verzeichnen. Ein Pilotprojekt Suizidprävention für junge Menschen wird seit 2005 vom Public Health Institut der PMU in Kooperation mit dem Hilfsnetzwerk Großarltal durchgeführt. In einem Anti-Stress-Training lernen Volksschüler­Innen positive Stressverarbeitungsstile.

Infos
Quellen

Homepages der vorgestellten Initiativen:
www.kija.at/sbg; www.christian-doppler-klinik.at/jugendpsychiatrie  www.kinderschutzzentrum.at; www.ts142.at/kids_line.html; 
www.friedensbuero.at;   www.salzburg.at/notfall.html; www.kirchen.net/kmb/page.asp?id=5392
www.maennerwelten.at; www.ts142.at; www.realize99.com/plattformgegendiegewalt

Kontakt

Kinder- und Jugendanwaltschaft: Dr. Andrea Holz-Dahrenstaedt, Leiterin, andrea@kija.at; T 0662.430550

Kinder- und Jugendpsychiatrie: OA Dr. Leonhard Thun-Hohenstein, T 0662.4483-4511, L.Thun-Hohenstein@salk.at

Kinderschutzzentrum: T 0662.44911-0, kisz.sbg@netway.at

Kidsline Salzurg: Mag.a Luisa Grabenschweiger, Koordinatorin,
T
0662.627703-18, kids-line@ts142.at Krisenhotline: 0800.234123

Männerbüro Salzburg: Eberhard Siegl, Leiter, T 0662.8047-7552, maennerbuero@salzburg.co.at

Männerwelten: Mag. Harald Burgauner, Leiter, T 0662.883464
office@maennerwelten.at

Telefonseelsorge: Mag. Gerhard Darmann, T 0662.627703  gerhard.darmann@ts142.at. Rufnummer 142 rund um die Uhr.

Friedensbüro Salzburg: Dr. Ingo Bieringer, Hans-Peter Graß,
T 0662.873931, office@friedensbuero.at

Suizidprävention: Dr. Reinhard Fartacek, Sonderauftrag für Suizidprävention, CDK, T 0662/4483-4341. fartacek@lebens-klick.info

Schlagwörter

Kinderrechte, Gewalt : Schutz, Suizidprävention, Konfliktbearbeitung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 


 

 

 

Global Marshall Plan-Initiative                        

 

 

Beschreibung

 

 

 

 

Ziel der Global Marshall Plan Initiative (GMPI) ist eine fairere Gestaltung der Globalisierung und der weltökonomischen Prozesse in Form einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft, mit der sowohl für ökonomische als auch für ökologische und soziale Aspekte das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolgt wird. Es geht um einen besseren weltweiten Ordnungsrahmen, eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung, die Überwindung der Armut, den Schutz der Umwelt und um Gerechtigkeit.

Der Global Marshall Plan umfasst insbesondere die folgenden fünf Kernziele:

·          Durchsetzung der weltweit vereinbarten Millenniumsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015. Die im Jahr 2000 von 191 Staaten beschlossen Ziele:

                        1. Extreme Armut und Hunger halbieren
                        2. Grundschulbildung für alle Kinder gewährleisten
                        3. Gleichstellung der Frauen fördern
                        4. Kindersterblichkeit senken
                        5. Gesundheit der Mütter verbessern
                        6. HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
                        7. Ökologische Nachhaltigkeit anstreben
                        8. Globale Partnerschaft für Entwicklung erreichen.

·          Aufbringung von zusätzlich 100 Mrd. US$ jährlich ab 2008 (verglichen mit dem ODA-Level 2004) zur Finanzierung der Millenniumsziele und Globaler Öffentlicher Güter.

·          Faire und wettbewerbsneutrale Aufbringung der benötigten Mittel auch über Belastung globaler Transaktionen.

·          Schrittweise Realisierung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft und Überwindung des globalen Marktfundamentalismus durch Etablierung eines besseren Ordnungsrahmens der Weltwirtschaft. Dies soll im Rahmen eines fairen Weltvertrages geschehen. Dazu gehören Reformen und eine Verknüpfung bestehender Regelwerke und Institutionen für Wirtschaft, Umwelt, Soziales und  Kultur (z. B. in den Regelungsbereichen UN, WTO, IWF, Weltbank, ILO, UNDP, UNEP und UNESCO).

·          Eine faire partnerschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen und ein adäquater Mittelfluss. Die Förderung von Good Governance, die Bekämpfung von Korruption sowie koordinierte und basisorientierte Formen von Mittelverwendung werden als entscheidend für eine selbstgesteuerte Entwicklung angesehen.

Finanzierung

Die GMPI unterstützt das Ziel, 0,7% des BNP für Entwicklungs-zusammenarbeit aufzubringen. Neben der Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im Agrarsektor, der Etablierung einer besseren Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd v. a. auch durch die Entschuldung finanziell armer und ärmster Länder setzt die GMPI auf die Erschließung  neuer Finanzmittel, die sich aus globalen Wertschöpfungsprozessen speisen und somit weder die nationalen Haushalte belasten noch Wettbewerbsverzerrungen verursachen. Mögliche Finanzierungsmechanismen sind eine Abgabe auf Devisentransaktionen, eine Steuer auf Kerosin bzw. Schifffahrtstreibstoff oder Sonderziehungsrechte beim Internationalen Währungsfonds.

Netzwerk für eine Welt in Balance

Die GMPI versteht sich als integrative Plattform für eine Welt in Balance. Sie versammelt in einer breiten Allianz positiv ausgerichtete Kräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die sich dem Ziel einer fairen Globalisierung verpflichtet fühlen.

Gründer der Initiative waren der Club of Rome, der Club of Budapest, das Ökosoziale Forum Europa und die Stiftung Weltvertrag. Maßgebliche Proponenten der Initiative sind Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, VK a. D. Dr. Josef Riegler und EU-Kommissar a  D. Dr. Franz Fischler (Präsident d. Ökosozialen Forums Europa)

Die Initiative wird in Österreich durch ein Netzwerk von 26 Partnerorganisationen getragen. Wesentliche Unterstützer der Initiative in Österreich sind [mit Ende 2006]  7 der 9  Bundesländer, darunter auch Salzburg (nach Beschluss des Landtags vom 1.2.2006), AIESEC, Caritas  Österreich, die Grüne Wirtschaft, das Institut für Umwelt-Friede-Entwicklung, der Umweltdachverband, die Universität und der Universitätsklub Klagenfurt und viele andere.
Die GMPI setzt auf die gleichzeitige Verfolgung von ‚bottom-up’- und ‚top-down’-Ansätzen, also breite Bewusstseinsbildung und gezielte Lobbyarbeit.

Infos
Quellen

Eine ausführliche Darstellung der GMPI ist zu finden unter www.nachhaltigkeit.at/reportagen.php3?id=3  
Regelmäßig informiert das
Büro der GMPI in Hamburg über aktuelle Entwicklungen. In Österreich fungiert das Ökosoziale Forum Europa als Trägerorganisation und informiert ebenfalls mit einem Newsletter über aktuelle Entwicklungen in Österreich (Kontaktperson ist
Mag. Klemens Riegler).

Kontakt

Agenda.Salzburg, Dr. Gunter Sperka, gunter.sperka@salzburg.gv.at,
T 0662.8042-4500 sowie
Bibliothek für Zukunftsfragen,
Dr. Walter Spielmann,
w.spielmann@salzburg.at, T 0662.873206

Schlagwörter

Global Marshall Plan-Initiative, Entwicklungszusammenarbeit, Globalisierung, Wirtschaft

Verfasser

Walter Spielmann                                           Zurück zur Übersicht

 

 Holzcluster  

                                                                                          

Beschreibung

 

  

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Kräfte regional bündeln und gemeinsam als starkes Kooperationsteam in den Wettbewerb treten, das ist eine der größten Herausforderungen für die heimischen holzver- und bearbeitenden Unternehmen. Die vielen Holzbetriebe beim dazu notwendigen Aufbau von Netzwerken und Kooperationen zu unterstützen, hat sich die folgende Initiative vorgenommen.

Der Holzcluster Salzburg ist eine aktive und informative Plattform für annähernd 1.200 Salzburger Betriebe. Als informelles Netzwerk pflegt der Holzcluster den ständigen Wissensaustausch mit Tischlern, Zimmerern und Sägern sowie Interessensvertretungen und öffentlichen Institutionen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen haben bei Kooperationen die Chance, die jeweiligen Stärken miteinander zu verbinden und sich dadurch gegenseitig zu ergänzen. Die entstehenden Synergien bilden nicht nur entscheidende Vorteile gegenüber Mitbewerbern, sondern vor allem Stärkefelder, mit denen neue Märkte erschlossen werden können. Der Aufbau und die Pflege solcher Stärkefelder ist eine der Kernkompetenzen des Holclusters Salzburg.

Der Holzcluster ist in erster Linie Initiator und Impulsgeber für Projekte. Dabei werden insbesondere Branchenprojekte entlang der ganzen Wertschöpfungskette forciert, aber auch interdisziplinäre und Strategieprojekte für den Holzcluster selbst. Ziel ist es, mit ausgewählten Schlüsselprojekten Multiplikatoren zu setzen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Holzbranche zu stärken.

coopINNO nennt sich das kooperative Innovationsmanagement in der Salzburger Holzwirtschaft. Im Mittelpunkt des Projektes stehen Unternehmenskooperationen, die gemeinsam mit den Beratungspartnern neue Modelle für gemeinsames Innovationsmanagement entwickeln und umsetzen.

Ziel des Projekts Holz und Tourismus ist es, das Entwicklungspotenzial von Holz als Bau- und Gestaltungsmaterial im Tourismus näher zu erforschen. Holz als authentisches Produkt wird nicht nur von Touristen geschätzt, es ist zunehmend auch ein bevorzugtes Baumaterial und Gestaltungselement für touristische Ausstattungen.

Logistik wird immer mehr zum Schlüsselfaktor der Wettbewerbsfähigkeit der Salzburger Holzwirtschaft. Vorstudien haben ergeben, dass insbesondere in innerbetrieblichen Abläufen (Lieferant – Lager – Produktion – Lager - Kunde) große Verbesserungspotenziale vorhanden sind. Genau hier setzt das Projekt Verbesserung der Logistikprozesse an.

Projektziel von GIS: Waldbewirtschaftungspläne für Salzburg (GIS = Geographisches Informationssystem) ist die Entwicklung und Implementierung von GIS-unterstützten Wirtschaftsplänen, um die Versorgungssicherheit der Salzburger holzbe- und verarbeitenden Betriebe zu gewährleisten.

Brücken wurden schon seit jeher in und von der Öffentlichkeit ganz bewusst wahrgenommen. Der Rohstoff Holz spielte dabei als Baustoff schon seit Menschengedenken eine große Rolle. Ziel des Projekts Brücken aus Holz  ist die Entwicklung eines standardisierten Systems in der Form eines Leitdetailkataloges für Holzbrücken. Auch die Entwicklung eines benutzerfreundlichen Wartungsmanuals ist Inhalt dieses Projektes.

Viele der etwa 125 Salzburger Holzbau- & Zimmereibetriebe haben sich auf den Holzhausbau spezialisiert. Die Chancen, neue Märkte zu erobern, sind durchaus gegeben. Es mangelt jedoch zum Teil an gemeinsamen Vermarktungsstrategien bzw. an der Konzeption eines gemeinsamen Außenauftrittes. Ziel der Salzburger Holzbaumeister ist deshalb der Aufbau einer gemeinsamen Dachmarke und die Bündelung der einzelnen Firmenressourcen für den gemeinsamen Marktauftritt.

Darüber hinaus bietet der Salzburger Holzcluster spezielle Weiterbildungsmodule (im Holztechnikum bzw. der Fachhochschule Kuchl) an. Weitere Partner auf Salzburger und bayerischer Seite sollen ins Boot geholt werden. Ziel ist die Einrichtung einer gemeinsamen Holzakademie, in der alle Angebote abgestimmt und anschließend beworben werden.

Infos
Quellen

Umfangreiche Infos zum Holzcluster, detaillierte Beschreibungen der Projekte und Vorhaben sind unter www.holzcluster.at/html/start/Index.html nachzulesen.

Kontakt

Clustermanagement Holz, Markt 136, 5431 Kuchl, T 06244.30328

Dr. Waltraud Winkler-Rieder (Cluster-Managerin)
w.winkler-rieder@holzcluster.at

Mag. Herbert Lechner (Projektmanager)
herbert.lechner@holzcluster.at

Schlagwörter

Holzcluster, Holz, Brückenbau, Holzbaumeister

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 


 

Kirchliche Initiativen für Nachhaltigkeit                   

        

 

Beschreibung

 

 

Ob in der Pfarrarbeit, durch Bildungsangebote von der Eltern-Kind-Grup­pe bis zur Erwachsenenbildung sowie durch öffentliche Stellungnahmen – Kirchen können ein wichtiger Multiplikator für Anliegen der Nachhaltigkeit sein. Kirchen können als großer Wirtschaftskörper aber auch selbst Nachhaltigkeit umsetzen – durch vorbildhafte Energielösungen in den eigenen Gebäuden, die Umstellung auf biofaire Verkostung oder alternative Mobilitätslösungen. Traditionell stark engagiert sind Kirchen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. An Aufmerksamkeit gewinnt der interreligiöse bzw. ökumenische Dialog. Beides ist für globale Nachhaltigkeit von großer Bedeutung.

Als wichtige Stellungnahmen der Kirchen sei auf die 2007 herausgekommenen Leitlinien zur Schöpfungsverantwortung der Erzdiözese Salzburg sowie auf das Sozialwort (soziale Dimension) der christlichen Kirchen verwiesen.

Im Folgenden werden ohne Anspruch auf Vollständigkeit einige kirchliche Nachhaltigkeitsinitiativen in Salzburg vorgestellt.

Umwelt-referat

Zentrale Anlaufstelle der katholischen Kirche für ökologische Nachhaltigkeitsfragen ist das Umweltreferat der Erzdiözese mit dem Umweltbeauftragten. Ziel des Referats ist es, Umweltanliegen in das praktische Tun der Kirche zu integrieren sowie durch Initiativen und Aktionen bewusstseinsbildend zu wirken. Exemplarisch sei auf die österreichweite Aktion „Autofasten“ verwiesen, die in Kooperation mit den Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche sowie den Verkehrsverbünden in der Fastenzeit zur Erprobung einer vom Auto unabhängigeren Mobilität aufruft.

Energie- und CO2-Bilanz

Bis Ende 2007 wird eine diözesanweite Energie- und CO2-Bilanz erstellt. Eine vom Umweltreferat der Erzdiözese 2004 erstellte Energie- und Kohlendioxid–Bilanz für alle 13 Lungauer Pfarren zeigt, dass bereits 73,4 % der für Heizung verwendeten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt und nur mehr zu einem Viertel fossile Energie verbrannt wird. Damit ist das Dekanat Tamsweg nicht nur Vorreiter in der Erzdiözese Salzburg, sondern auch beispielgebend für öffentliche und private Institutionen. Auf diese Weise sparen die Lungauer Pfarren schon bisher 228 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein.

Nach der Pfarrgemeinderatswahl 2007 werden alle Pfarren eingeladen, erstmals Umweltbeauftragte zu benennen, die als ersten Schritt in möglichst vielen Pfarren Energiebuchhaltung einführen werden.

 

St. Virgil

Vorbildhaft wirkt auch das Bildungszentrum St. Virgil Salzburg: Im Gastronomiebetrieb werden ausschließlich fair gehandelter Kaffee und zu einem beträchtlichen Teil Bio-Lebensmittel verwendet. St. Virgil ist immer wieder Gastgeber und Initiator von einschlägigen Veranstaltun­gen, so etwa der Österreichischen Pastoraltagung 2007 zu „Schöpfungs­verantwortung“ oder des Grundkurses „Nachhaltigkeit“, der 2007 zum zweiten Mal kirchlichen MitarbeiterInnen eine Grundausbildung in Sachen Nachhaltigkeit vermittelt. Ab 2007 werden in St. Virgil auch wesentliche Teile des Projekts Sustainable Churches stattfinden, das zum Ziel hat, innerhalb von 3 Jahren in über 30 kirchlichen Betrieben und Pfarren Umweltmanagement einzuführen. St. Virgil ist Klimabündnis­betrieb, EMAS-zertifiziert, verfügt über ein transparentes Leitbild und publiziert regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte.

Referat für Ökumene

Interreligiöser Dialog wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. So ist der Islam in der Stadt Salzburg mittlerweile die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft. Das Referat für Ökumene und interreligiösen Dialog der Katholischen Kirche fördert und koordiniert den Austausch zwischen Religionsgemeinschaften in Salzburg. Einen Überblick über die christlichen Kirchen in Salzburg findet man auf dem Internetportal der Katholischen Kirche. Die Rubrik „andere Religionsgemeinschaften“ ist derzeit in Arbeit.

Weltkirche

Initiativen der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg haben bereits eine lange Tradition. Es gibt Diözesan-, Pfarr- und Schulpartnerschaften, die „Weltkirche“ verkörpern.

Buddhismus

Die Plattform engagierter Buddhisten im Buddhistischen Zentrum Salzburg setzt sich ebenfalls mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Die Gruppe unterstützt u. a. einen Global Marshall Plan.

Infos
Quellen

Das Internetportal der Katholischen Kirche informiert über Einrichtungen und Aktivitäten. Suchhinweise auf Nachhaltigkeits- und Umweltbelange sind auf der Homepage leider nicht vorhanden.

Eine Übersicht über Salzburger Einrichtungen der christlichen Kirchen zu sozialer Nachhaltigkeit findet man im Dossier „Sozialwort konkret“.
http://www.kirchen.net/upload/9801_Sozialwort%20konkret%20Linkliste%20-%20m%C3%A4rz%2005.pdf

Österreichweite Infos erhält man unter www.schoepfung.at sowie bei der ARGE Schöpfungsverantwortung. www.argeschoepfung.at

Kontakt

Umweltreferat der Erzdiözese: Dr. Hans Neumayer, Kapitelplatz 2,
5020 Salzburg, T 0662.8047-2063
umweltreferat@seelsorge.kirchen.net

Umweltbeauftragter Evangelische Kirche in Salzburg und Tirol: 
Dr. Werner Schwarz, Schöneck 11, 6422 Stams,
werner.schwarz@gmx.net,

Sozialwort der Kirchen: www.sozialwort.at. Ansprechpartner in Salzburg: Dr. Josef Mautner, Katholische Aktion  T 0662.8047-7555 josef.mautner@kirchen.net

 

Diözesankommission  für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit: GF Toni Ehammer,  T 0662.8047-7605 toni.ehammer@welthaus.at

St. Virgil Salzburg: Mag. Peter Braun¸ Direktor T 0662.65901-512; Peter.Braun@virgil.at, Ing. Reinhard Weinmüller, Verwaltungsdirektor T 0662.65901-517, reinhard.weinmueller@virgil.at  

Plattform engagierter Buddhisten: Axel Träxler, axeltraex@sbg.at 

Schlagwörter

Spiritualität, Dialog : interreligiöser, Bildung, Entwicklungszusammenarbeit, Nachhaltigkeitsbericht, Biomasse, Mobilität

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 


 

Klimabündnis Salzburg                                   

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 



 

 

 

 

In den letzten Jahrzehnten zeigen sich neben stets auftretenden Schwankungen deutliche Klimaveränderungen. Markant ist der Anstieg der Temperatur im globalen Mittel um etwa 0,6 °C - in Europa verzeichnen wir einen Anstieg um etwa 0,8 °C, in Österreich um 1,8 °C. Der Grund wird, und da sind sich die meisten Experten einig, in der Zunahme der Treibhausgaskonzentration der Atmosphäre gesehen. Deren Ursache sind zu 90 Prozent menschliche Aktivitäten (4. UN-Weltklimabericht). Im Kyotoprotokoll hat sich Österreich verpflichtet, diese Treibhausgase gemessen an den Werten von 1990 um 13 Prozent zu verringern. Davon sind wir aber gegenwärtig noch weit entfernt. Österreich verpufft derzeit 1/3 mehr CO2 als es laut Kyotoprotokoll dürfe. (vgl. http://oe1.orf.at/inforadio/72457.html?filter=0)

Das Land Salzburg hat die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen früh erkannt. Mit Beschluss der Landesregierung vom 22.10.1990 ist Salzburg als erstes österreichisches Bundesland dem Klimabündnis zum Erhalt der Erdatmosphäre der europäischen Gebietskörperschaften beigetreten. Seit damals wird fachübergreifend versucht, klimaschädigende Treibhausgase in Salzburg zu verringern. Nicht zuletzt wurde dadurch die Absicht bekundet, die im Manifest europäischer Städte und Regionen zum Bündnis mit den Völkern Amazoniens geforderten Reduktionen der treibhausrelevanten Gase so rasch wie möglich anzustreben und andererseits die indigenen Völker Amazoniens zu unterstützen.

Um eine bessere Abstimmung bei der Betreuung der Klimabündnis-Gemeinden sicherzustellen, wurde im Jahr 1998 eine eigene Klimabündnis-Regionalstelle Salzburg eingerichtet. Mit Mitteln des Landes Salzburg werden laufend Aktivitäten und Veranstaltungen des Klimabündnisses gefördert. Die zweite wichtige Säule des Klimabündnisses in Salzburg sind die Gemeinden, die die Klimabündnisregionalstelle und die Projekte in Amazonien unterstützen.

Am 9. 2. 2006 fand die feierliche Manifestunterzeichnung der Salzburger Gemeinde Mattsee als 600ste Klimabündnis-Gemeinde in Österreich statt. Mit der zuletzt beigetretenen Gemeinde Hof sind nun im Bundesland Salzburg 32 Gemeinden im Klimabündnis vertreten. Somit leben bereits über 50 Prozent der 518.000 Salzburger in einer Klimabündnis-Gemeinde (inkl. Stadt Salzburg).

Die Gemeinden verpflichten sich wie alle anderen Klimabündnispartner zu einer umfassenden Reduktion der Treibhausgase und zum Schutz des tropischen Regenwaldes als wichtiger „CO2-Speicher“. Darüber hinaus verpflichten sich die Gemeinden im Sinne der Klimabündnis-Ziele auf Tropenholz, auf FCKW, H-FCKW und H-FKW zu verzichten sowie Öffentlichkeitsarbeit zur Klimabündnis-Themen zu betreiben.

Das Projekt Kluge Köpfe Im Klimabündnis“ hat zum Ziel, dass ähnlich den Klimabündnis-Gemeinden sich engagierte Schulen am Klimaschutz beteiligen. Durch fächerübergreifenden Unterricht zu Klimaschutzthemen zeigen sie, dass der Klimaschutz ein Anliegen für sie ist. Die jüngste Schule im Klimabündnis ist die HBLA Ursprung, welche auch die Salzburg-Ausscheidung des österreichweiten Klimabündnis-Klimaquiz gewonnen hat. Weitere Angebote für Schulen sind unter anderem Workshops zu Klimaschutzthemen, Vorträge, die Erlebnisausstellung „Klima verbündet“ und die „Grüne Meilen Kampagne“.

Weiters unterziehen sich jedes Jahr Betriebe einem Klimacheck. Betriebe, die ökologische Mindeststandards erfüllen oder diese in den folgenden Jahren anstreben, genügen damit den Kriterien eines Klimabündnisbeitritts. Betrachtet werden bei diesem Aufnahmeverfahren neben dem Energieverbrauch für die Raumwärme, die Warmwasserbereitung, Strom und Prozessenergie und Verkehr auch die wichtigen Bereiche der Mitarbeitermotivation/-organisation sowie die Haltung zu den sozialen und ökologischen Zielen des Klimabündnisses. 2006 erfüllten 8 neue Betriebe diese Anforderungen, und 10 bestehende wurden auf die Erreichung ihrer festgelegten Ziele evaluiert.

Schließlich organisiert das Klimabündnis u. a. den Autofreien Tag. Ziel dieser europäischen Initiative ist es, die BürgerInnen für umweltfreundliche Mobilität zu sensibilisieren, Aufmerksamkeit für Verkehrsprobleme zu schaffen und umweltverträgliche Verkehrslösungen aufzuzeigen.

Infos
Quellen

www.klimabuendnis.at/

Salzburger Landesregierung www.salzburg.gv.at/themen/nuw/umwelt/klimaschutz.htm

Kyoto-Fortschrittsbericht Österreich 2004. Umweltbundesamt. www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/BE245.pdf

Kontakt

Klimabündnis Salzburg, Regionalkoordination, Elisabethstraße 2
Ing.
Robert Pröll, salzburg@klimabuendnis.at
T 0662.826275

Schlagwörter

Klimabündnis, Klimaänderung, Kyotoprotokoll

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 

 


 

„Leben 2014“ Oberpinzgau                                    

 

Beschreibung

 

 

 

 

In einem 3-jährigen Studienprojekt (Juni 2002 – Juni 2005) entwickelten Studierende der Universität für Bodenkultur Wien und der Universität Salzburg in enger Zusammenarbeit mit Nationalparkgemeinden des Oberpinzgaus Strategien für die Zukunft der Region.

Durch Beteiligung von Studierenden mehrerer Studienrichtungen und der Bevölkerung fand auf breiter Basis Wissensaustausch statt, von dem alle Beteiligten profitierten: die Studierenden durch praxisnahe Ausbildung, die Mitwirkenden der Region durch Ergebnisse, die zukunftsgerichtet und praktisch umsetzbar sind.

Für sechs so genannte „Polaritätsfelder“ wurden in regionalen Arbeitskreisen und basierend auf einer „Systemanalyse“ Zukunftsszenarien entwickelt.

Polaritätsfeld 1: Einzeln & Gemeinsam. Leitfrage: Wie können die Bezie­hungen zwischen den Gemeinden im Oberpinzgau so ausgewogen ge­­staltet werden, dass alle daraus Nutzen ziehen?

Polaritätsfeld 2: Wildnis & Kultur. Leitfrage: Wie können Nationalpark, Landwirtschaft und Tourismus in der Region zusammenwirken?

Polaritätsfeld 3: Innen & Außen. Leitfrage: Wie können Einflüsse von außen mit den bestehenden regionalen Potenzialen des Oberpinzgaus zu einer tragfähigen Zukunftsentwicklung zusammengeführt werden?

Polaritätsfeld 4: Jung & Alt. Leitfrage: Welche sozialen und freizeitbezogenen Leistungsangebote braucht der Oberpinzgau in Zukunft, damit die Region für die Bevölkerung lebenswert ist?

Polaritätsfeld 5: Schnell & Langsam. Leitfrage: Wie sollen umfassende und nachhaltige Mobilitätskonzepte für die Region Oberpinzgau im Jahr 2014 aussehen?

Polaritätsfeld 6: Tradition & Innovation. Leitfrage: Wie können neue wirtschaftliche Impulse im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation gesetzt werden?

 

 

 

 

 

 

 

Vorschläge für Umsetzungsprojekte

Gemeindekooperation: Funktionierender Regionalverband mit einer in­ter­kommunalen Kommunikationsplattform (BürgermeisterInnen, Verwal­tungs­beirat, Fachbeirat), einem Verbandsmanagement sowie einem aufzubauenden Dienstleistungszentrum.

Wirtschaft: Oberpinzgauer Taler als Regionalwährung; „PinzHaus“ als Kooperationsprojekt von Holz be- und verarbeitenden Betrieben; Einrichtung von Biogasanlagen und Ansiedlung einer grünen „Bioraffinerie“; Oberpinzgauer Wasservertrieb durch Zusammenschluss lokaler AbfüllerInnen.

Tourismus: Pferdewanderungen in der Nationalparkregion; Leben 1814 - Betreutes Hüttendorf, das den Almbedingungen des 19. Jahrhunderts nachempfunden ist; Working@lm – In Ruhe Arbeiten (temporäres Arbeiten in reizvoller, anregender Umgebung mit hochwertiger technischer Ausrüstung für ManagerInnen, Geschäftsleute, Wissenschaftler­Innen, KünstlerInnen); Barierrefreier Tourismus.

Mobilität: Radleihsystem „PinzGaul“; Mitfahrbörse Oberpinzgau; Ausweitung des ÖBB-Discobusses zum Oberpinzgauer Samstagsshuttle.

Landwirtschaft: Auf dem Weg zur Bioregion Oberpinzgau / Bioagentur; Regionalmarke Oberpinzgau; Bäuerliche Produktregale in Supermärkten und bei Nahversorgern; Treffpunkt Biobauernhof; Forschungswerkstatt Oberpinzgau des nachhaltigen bäuerlichen Wirtschaftens; Nischenprodukt „AgroVinoPastoral-System“, das auf Obst-, Wein-, Beeren und Kräuteranbau in Berggebieten bei globaler Klimaerwärmung setzt!

Kunst und Kultur: Projekt „KunstVerjüngung“ (Pflanzung verschiedener Baumarten nach künstlerischem Entwurf auf einer Windwurffläche); „Mähbilder – Kunst in der Wiese“; Arnowegabschnitt wird als Kunstweg gestaltet.

Soziale Dienste: „Kükennest“ – Kinderbetreuung am Bauernhof als Alternative zum Kindergarten; Talente-Tauschbörse; „VitalIT“ – Koordination von Gesundheitsinitiativen für SeniorInnen.

Umsetzungsstand: Große Fortschritte wurden im Bereich des Regionalverbands aller Oberpinzgauer Gemeinden erzielt. Projekte werden gemeinsam entwickelt und durchgeführt. Die Koordinierung obliegt einem bestellten Projektmanager. Kooperationen im kommunalen Beschaffungswesen, die Einigung auf die Mittersiller Verkehrsumfahrung sowie die Umsetzung eines interkommunalen Steuerausgleichs zwischen Stuhlfelden, Mittersill und Hollersbach sind – so der Regionalmanager Michael Payer – erfolgreiche Beispiele. Auch das Projekt „KunstVerjüngung“ konnte mittlerweile verwirklicht werden.

Quellen

M. Glanzer u.a.: Leben 2014 – Perspektiven der Regionalentwicklung in der Nationalparkregion Hohe Tauern / Oberpinzgau. Neukirchen: Verlag Tauriska, 2005.

Bernhard Freyer u.a. (Hg.): Transdisziplinäre Kooperation der universitären Ausbildung. Die Fallstudie „Leben 2014“ in der Nationalparkregion Hohe Tauern / Oberpinzgau. Wien: Facultas, 2006.

Homepage: www.boku.ac.at/ifl/pinzgau

Kontakt

Mag.a Ulli Vilsmaier, Geografisches Institut der Universität Salzburg, Hellbrunnerstraße 34, 5020 Salzburg T 0662-8044-5235
ulli.vilsmaier@sbg.ac.at

Michael Payer, Regionalmamanager Pinzgau, Bezirkshauptmannschaft 5700 Zell am See, T 06542.7606817 oder 0664.3562595, info@regpi.at, www.regpi.at.

Schlag-wörter

Regionalentwicklung, Partizipation, Wissenschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Gemeindeentwicklung, Kultur

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht


 

 

 

Lokale Agenda 21                                                 

 

Beschreibung

Die Agenda 21 wurde bei der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro von den Regierungen von 180 Staaten beschlossen und bei der Nachfolgekonferenz 2002 in Johannesburg bekräftigt. Sie beschreibt in 40 Kapiteln die Zukunftsherausforderungen für das 21. Jahrhundert und schlägt – im Sinne einer Mehrebenenpolitik - Maßnahmen auf globaler, nationaler und regionaler Ebene vor. Der lokalen Ebene wurde bewusst große Bedeutung zugemessen, da dort die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar angesprochen werden können (Kapitel 28).

Die „Lokale Agenda 21“ (Kapitel 28) versteht sich als Strategie, Nachhaltigkeit auf regionaler und lokaler Ebene zu verankern und die BürgerInnen auf diesem Weg zur Mitwirkung zu gewinnen. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in Städten und Gemeinden.

Über Aktivitäten in Österreich sowie einzelne LA21-Gemeinden informiert die österreichische Nachhaltigkeitshomepage.

 

Gemeinden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Salzburg gibt es derzeit (Stand 2006) zwei LA21-Gemeinden sowie eine Impulsregion für nachhaltige Entwicklung.

Die Stadtgemeinde Neumarkt zeichnet sich aus durch seine gemischte Wirtschaftsstruktur: Landwirtschaft mit mittlerweile 50 Prozent Bio-Anteil, Gewerbe mit vielen Klein– und einigen Leitbetrieben und zentralörtliche Dienstleistungen (Schulen, Ärztezentrum, Gericht) sind das wirtschaftliche Rückgrat. Zugleich ist Neumarkt ein wertvolles Erholungs- und Kulturzentrum (Natura-2000, Pilgerweg Via Nova, Museum Fronfeste), was etwa ein Wettbewerb „Wohlfühlorte in Neumarkt“ gezeigt hat. 2001 hat die Gemeindevertretung Neumarkt den Beschluss für einen „Lokale Agenda 21”-Prozess gefasst.

Im Herbst 2004 konnte mit Unterstützung der Abteilung Umweltschutz des Landes sowie von Umwelt.Service.Salzburg ein Bürgerbeteiligungsprozess gestartet werden. In Zukunftsforen erarbeitete Vorschläge werden projektorientiert, etwa im „Stadtverein“, umgesetzt. Nachhaltigkeitsindikatoren sollen die Entwicklung der Stadtgemeinde messbar machen. Oktober 2004 war Neumarkt LA21-Modellgemeinde auf dem österreichischen Nachhaltigkeitsportal. 2005 wurde die Klimabündnisgemeinde für seine Energie- und LA21-Aktivitäten mit dem ÖGUT-Umweltpreis ausgezeichnet.

2006 hat sich als zweite Salzburger Gemeinde Dorfgastein entschlossen, einen Lokale Agenda 21-Prozess zu starten.

 

Impulsregion

2005 haben sich Schleedorf [s. auch Schaudorf Schleedorf], die Marktgemeinde Mattsee sowie die Stadt Neumarkt zur Impulsregion 21 zusammengeschlossen, um gemeinsam in einem Exkursionsservice modellhafte Projekte anderen verfügbar zu machen. Der 4. Österreichische LA21-Gipfel (2007) wird in Mattsee stattfinden und in diesem Rahmen die Agenda-Region präsentieren. 2006 wurde die Impulsregion im Rahmen des Europäischen Dorferneuerungspreises ausgezeichnet.

 

 

Unterstützung durch das Land - Wettbewerbe

Das Land Salzburg unterstützt Gemeinden auf dem Weg zu einer nach­haltigen Entwicklung. Notwendig sind ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss sowie die Beschreibung der Vorhaben anhand einer Nachhaltigkeitscheckliste.

Das Umwelt.Service.Salzburg, das von Land Salzburg, Wirtschaftskammer und Lebensministerium getragen wird, schreibt die Wettbewerbe Agenda-Projekte und Agenda-Betriebe aus. Mit diesen sollen Anreize gegeben werden, um neue Ideen zum The­ma „Nachhaltigkeit“ in Betrieben, Gemeinden und Regionen zu initiieren. Die beiden Wettbewerbe sind insgesamt mit jeweils 100.000 EUR dotiert. 2005 wurden erstmals Projekte auf diesem Weg gefördert.

Kontakt

Land Salzburg:
Dr. Markus Graggaber, Abt. Umweltschutz des Landes,
T 0662.8042-4738,
markus.graggaber@salzburg.gv.at

Dorfgastein:
Bgm. Rudolf Trauner, T 0664/9245839,
rudi.trauner@solarbad.at

Neumarkt:
Bgm. Dr. Emmerich Riesner, T 06216.52120,
riesner@neumarkt.at,
Ingrid Weydemann, T 06216.5704,
museum@neumarkt.at

Mattsee:
Bgm. Matthäus Maislinger, T 06217.7885-11,
buergermeister@mattsee.at

Schleedorf:
Bgm. DI Georg Wallner, T 06216.4100-21,
gem-schleedorf@salzburg;

Schlagwörter

Gemeinde, Partizipation, Regionalentwicklung, Tourismus

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 

 


 

Menschenrechtsbericht Salzburg                            

 

Beschreibung

 

 

 

 

Beim Thema „Menschenrechtsverletzungen“ denken wir an diktatorische Regimes, an Frauenhandel, Menschenschmuggel, ausbeuterische Bedingungen in Billiglohnländern, an Kinderarbeit und Kindersoldaten. Die Mehrzahl der weltweiten Menschenrechtsverletzungen, dokumentiert in den jährlichen Berichten von amnesty international, sind diesen Bereichen zuzuordnen. Doch Verfehlungen gibt es auch in demokratischen Staaten, auch in Österreich und auch in Salzburg.

Die Salzburger „Plattform für Menschenrechte“ versteht sich als Anwalts- und Lobbyorganisation für Menschenrechte in Salzburg. Das Komitee ist ein Zusammenschluss von sozialen und kulturellen Einrichtungen, von kirchlichen und politischen Gruppierungen sowie Privatpersonen aus Stadt und Land Salzburg. (Die Organisationen sind auf der Homepage mit jeweiligen Links zu finden).

Die Plattform setzt sich ein für die „unbedingte und unteilbare Geltung der Menschenrechte“ und für die „Gleichberechtigung aller Kulturen und Lebensweisen – auch und gerade im gesellschaftlichen Alltag“. Sie wendet sich gegen Rassismus und gegen die Diskriminierung von Minderheiten und will dazu beitragen, „in Salzburg ein offenes, konstruktives und integratives Klima zu schaffen und zu fördern“ (zit. n. der Homepage)

Angestrebt werden diese Ziele durch Veranstaltungen, Ausstellungen, Pressearbeit, Gespräche mit Betroffenen sowie Einrichtungen, die mit Menschenrechtsverletzungen konfrontiert sind.

„Jugend ist die Zukunft, Oida!“ – so ein beispielhaftes Projekt aus 2006/2007, in dem die Ausbildungssituation von Jugendlichen mit migrantischem Hintergrund thematisiert wurde.

 

Eine wichtige Aufgabe sieht die Plattform in einem Monitoring der Menschenrechtslage in Salzburg.  Mitgliederorganisationen der Plattform wie das Flüchtlingshaus der Caritas, Helping Hands, die Schubhaftbetreuung des Evangelischen Flüchtlingsdienst, der Verein VIELE oder die Homosexuelleninitiative HOSI, vernetzte Initiativen wie die ai-Flüchtlingsgruppe, die Salzburger Frauenhäuser sowie einzelne RechtsanwältInnen stellen Falldokumentationen und Hintergrundberichte zur Verfügung.

Die Fälle werden auf der Homepage und im seit 2004 jährlich erscheinenden Salzburger Menschenrechtsbericht dokumentiert. Letzterer enthält auch Fachbeiträge zu Themen wie Fremdenrecht und Asylpolitik, schulische Integration, soziale Ungleichheit.

Fallberichte

Derzeit sind 9 Fallberichte auf der Homepage dokumentiert:

Ausstellung

Die Ausstellung „Mein Österreich“ stellt Menschen mit Migrationserfahrung in den Mittelpunkt und spürt ihrer individuellen Geschichte als Teil österreichischer Geschichte und Gegenwart nach. In 20 sozialphotographischen Portraits von Markus Zeiler werden Menschen unterschiedlichster Herkunft vorgestellt. Ihr Lebensmittelpunkt ist Österreich. Den Portraits stehen Photos gegenüber, die ihr persönliches Österreich-Bild zum Ausdruck bringen. Markante Aussagen über Österreich spiegeln ihre eigenen Erfahrungen mit dem Land und seinen Menschen.

Zur Ausstellung gibt es auch ein Buch, das auch Interviews mit den Porträtierten enthält (erschienen im Anton-Pustet-Verlag, 2006).

Infos
Quellen

Der Salzburger Menschenrechtsbericht 2006 ist als Broschüre erhältlich, kann aber auch im Internet nachgelesen werden.

Mehr Infos sind erhältlich unter www.menschenrechte-salzburg.at.

Kontakt

Sprecher: Dr. Josef Mautner, T 0662.8047-7555
josef.mautner@ka.kirchen.net
Projektbüro: Mag.a Maria Sojer-Stani, c.o. Kirche & Arbeitswelt der Kath. Aktion, Kirchenstraße 34, 5020 Salzburg T 0662.451290-14, office@menschenrechte-salzburg.at 

Schlagwörter

Menschenrechte, Migration, Asyl, Bildung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 

 


 

Mobilitätspreis                                             

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

Der Mobilitätspreis ist Österreichs größter Wettbewerb für eine sichere und ökologisch verträgliche Mobilität und wird jährlich vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ausgerichtet. Der VCÖ ist die größte Organisation hierzulande, die sich als Spezialist für eine ökologisch verträgliche, sozial gerechte und ökonomisch effiziente Mobilität einsetzt. Dessen inhaltliche Arbeit basiert auf Grundlagen, die vom VCÖ-Forschungsinstitut erarbeitet werden. Die Befunde der VCÖ-Schriftenreihe „Mobilität mit Zukunft“ zeigen, dass kein anderer Sektor so viel Erdöl verbraucht wie der Verkehr. Außerdem wird dargestellt, dass die Abgase des Verkehrs, dauerhafter Verkehrslärm und Verkehrsunfälle in Österreich Gesundheitskosten von 1,8 Milliarden Euro im Jahr verursachen. Den Energieverbrauch des Verkehrs und damit auch die Treibhausgas-Emissionen sowie die Gesundheitskosten erheblich zu verringern, stellt sich somit als zentrale Zukunftsaufgabe.

Einen Anreiz dafür bietet der 2006 zum 15. Mal durchgeführte VCÖ-Mobilitätspreis, der zunächst auf Landesebene und schließlich bundesweit Initiativen von Gemeinden, Unternehmen, Betrieben, Schulen, Vereinen oder Privatpersonen sucht. Gefragt sind jeweils Projekte zu einem Schwerpunkt, 2006 stand unter dem Motto „energieeffizient mobil“, 2005 ging es um Projekte zu „jung.sicher.ökomobil“ und 2004 „besser gesund mobil“.

Salzburger Unternehmen und Organisationen konnten mit ihren Projekten immer wieder auch österreichweit reüssieren. Einen großen Erfolg feierte Salzburg beim VCÖ-Mobilitätspreis 2003. Für die vorbildhaften, zukunftsorientierten Mobilitätsmanagement-Projekte wurden die Gemeinden Werfenweng, die VS St. Johann im Pongau sowie der Tälerbus in der Kategorie Verkehrsunternehmen ausgezeichnet.

2004 wurde das in Hallein ansässige Unternehmen Johnson & Johnson mit dem Projekt „sicher und gesund unterwegs“ Sieger der Kategorie Unternehmen. Ziel des Projekts war die Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel und das Radfahren mit kostenlosen Jahreskarten der Salzburger Verkehrsbetriebe sowie mit überdachten Fahrradständern und Duschen für die Radfahrer.

Das Projekt Nachtbus von Akzente Salzburg mit dem Ziel der Integration aller Nachtbusse im Bundesland Salzburg in den Verkehrsverbund, sowohl was den Tarif als auch den Fahrplan angeht, erhielt 2005 den begehrten Preis in der Kategorie Verkehrsunternehmen. Der Koordinator der Salzburger Nachtbusinitiative, Gerhard Rindler, betont als Ziel der Initiative, dass Jugendliche in den Regionen nach dem Fortgehen sicher nach Hause kommen und nicht auf Eltern, teure Taxis oder gar das eigene Auto angewiesen sind. Der Erfolg dieses Projektes zeigt sich auch daran, dass die Steiermark das Salzburger System übernommen hat.

Die Firma MDF-Hallein gewann den VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg 2006 für die Verlagerung des Rohstofftransports von der Straße auf die Schiene. MDF stellt mitteldichte Faserplatten her, der Rohstoff dafür sind Hackschnitzel, die seit Dezember 2005 täglich in 57 Containern aus Fügen in Tirol auf der Schiene nach Hallein transportiert werden. Damit können täglich 40 Lkw-Fahrten bzw. pro Jahr rund 8.000 Lkw-Fahrten eingespart werden.

Österreich-Gewinner in der Kategorie Vereine und Organisationen wurde 2006 der Salzburger Tennisverband. „Mit dem Zug zum Match“ heißt die Initiative des Tennisverbands, der die Anreise der Spieler zu den Meisterschaftsspielen mit dem Zug zum Ziel hat.

Infos
Quellen

VCÖ-Publikationen aus der Schriftenreihe „Mobilität mit Zukunft“:

„Radfahren – Potentiale und Trends“. Wien 2006.
„Lkw-Maut auf allen Straßen – Daten und Fakten“. Wien 2006.
„Fokus Flugverkehr – Folgen des Wachstums“. Wien 2006.
„Ökonomisch effizienter Verkehr – Nutzen für alle“. Wien 2005.
„Brennpunkt Verkehrssicherheit – Österreich im EU-Vergleich“. Wien 2005.
„Effizienter Güterverkehr – Profit für Wirtschaft und Umwelt“. Wien 2005.
„Öffentlicher Verkehr mit Zukunft“. Wien 2005.
„Gesundheit und Verkehr“. Wien 2004.
Kinder – die Verlierer im Verkehr“. Wien 2004.
„Mobilitätsmanagement – Nutzen für alle“. Wien 2004.

Information zum Salzburger Mobilitätspreis:
www.vcoe.at/mobilitaetspreis/salzburg

Die entsprechenden Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Website des VCÖ unter www.vcoe.at/mobilitaetspreis.

Kontakt

VCÖ (Verkehrsclub Österreich)
Mag.a Susanne Hitter-Fertl
T 01.893.2697
mobilitaetspreis@vcoe.at

VCÖ Salzburg
Mag. Karl Regner, T
0662-643191, regner.karl@lion.cc

Schlagwörter

Mobilitätsmanagement, Energieeinsparung, Fahrrad, ÖPNV, Verkehr, Maut, Verkehrssicherheit, Lärm

Verfasser

Alfred Auer                                                                 Zurück zur Übersicht

 

 


 

Mobilito                                                                     

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“
(J.W.v. Goethe)

 

 

„Mobilito“, die Mobilitätszentrale in Salzburg, ist eine Gesellschaft des Regionalverbandes Pongau und wird von 25 Pongauer Gemeinden betrieben. Mobilito ist Kooperationspartner der ÖBB, Mitglied in diversen Organisationen, z.B. in der IG Sanfte Mobilität und bei Nets, dem Netzwerk für Sanfte Mobilität im europäischen Tourismus (vgl. Autofreie Tourismusorte) sowie Teil von Alps Mobility, einem transnationalen Pilotprojekt für umweltfreundliche Reiselogistik, verknüpft mit elektronischen Buchungs- und Informationssystemen in alpinen Tourismus­regionen.

Mobilito versteht sich als modernes Kundenzentrum des öffentlichen Verkehrs und als Kompetenzzentrum für sanft-mobiles Reisen innerhalb Europas. Die Dienstleistungen sind breit gefächert und umfassen alle Formen zeitgemäßer Mobilität. Sie reichen von einer virtuellen Landkarte für den öffentlichen Verkehr über Ausbildungsangebote und Workshops bis hin zu Anreiselogistik-Konzepten für (Groß-)Veranstaltungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Mobilitätsberatung für Unternehmen, Gemeinden und Regionen. Mobilito ist außerdem ein vollkonzessioniertes Reisebüro mit Schwerpunkt „Sanfte Mobilität“.

Darüber hinaus zeichnet Mobilito für die Bestellung und Koordination des „Pongau Taktes“, dem regionalen ÖV-System mit seinem Schienen-, Bus- und Linien-/Anrufsammeltaxi-Angebot verantwortlich. Die Fahrpläne des Pongau-Taktes sind online über das Fahrplanauskunftssystem von Mobilito abrufbar. Derzeit arbeitet man am „Pongau-Takt-Neu“, der im Dezember 2007 starten soll.

Im Auftrag des Landes Salzburg betreut die Mobilitätszentrale auch das Projekt Fahrgemeinschaften Salzburg. Täglich pendeln über 42.000 Personen vom Umland in die Stadt Salzburg. Durchschnittlich sitzt nur in jedem 5. Auto mehr als eine Person. Durch diese geringe Auslastung wird viel Platz im Straßenraum benötigt, Treibstoff verschwendet und die Umwelt extrem belastet. Nicht zuletzt gilt die Kostenersparnis als gewichtiges Argument für die Bildung von Fahrgemeinschaften. Darüber hinaus profitiert sowohl der Fahrer einer Fahrgemeinschaft als auch der Mitfahrer von zahlreichen Vergünstigungen (beim Parken, Halbpreis bei allen Linien des Salzburger Verkehrsverbundes). Das Team im Kundenzentrum steht allen Interessenten für Auskünfte zur Verfügung und hilft dabei, Fahrgemeinschaften zu vermitteln. (Kontakt: T 06462.33030-33)

Infos
Quellen

Unter www.mobilito.at findet man alle wichtigen Infos rund um das Reisen mit dem öffentlichen Verkehr in der Region Pongau und den vielfältigen Dienstleistungen und Angeboten der Mobilitätszentrale.

Kontakt

Stephan Maurer
T 06462.33030-0 oder
sma@mobilito.at

Schlagwörter

Fahrgemeinschaften, Sanfte Mobilität, ÖPNV,
Autofreier Tourismus, Mobilitätsberatung, Mobilitätszentrale, Mobilitätsmanagement

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 

 

 


 

Nationalpark Hohe Tauern                                     

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

Großschutzgebiete wie der Nationalpark Hohe Tauern sind Rückzugsgebiete für bedrohte Pflanzen- und Tierarten und ein Garant für den Erhalt historisch gewachsener Kulturlandschaften. Der Nationalpark trägt somit zum Schutz der Alpen als einem besonderen Lebensraum bei. Ein wichtiges Ziel und Anliegen ist Bildung für alle Altersgruppen. Nicht nur zahlreiche Initiativen im schulischen Bereich, sondern auch Angebote der Erwachsenenbildung sind der Beweis dafür.

Neben der Nationalpark-Werkstatt in Hollersbach, dem Nationalparkzentrum BIOS in Mallnitz, der mobilen Wasserschule und dem Haus des Wassers in St. Jakob i. Defereggental (Osttirol) zählt auch die Nationalparkakademie zu den Bildungseinrichtungen des Nationalparks Hohe Tauern. Die Akademie ist ein Bildungsprojekt der Nationalparkländer Kärnten, Salzburg und Tirol als ein wesentlicher Beitrag zur Erfüllung des genannten Bildungsauftrages.

Naturvermittlung heißt aber nicht nur Theorie, sondern auch Praxis. Die Akademie bietet Tagungen, Seminare und Exkursionen mit nationalparkbezogenen Themen wie Alpine Ökologie, Natur- und Kulturlandschaft, Tourismus, Umweltpädagogik oder Jagd sowohl für ExpertInnen als auch für Laien. Nicht zuletzt werden im Rahmen der Nationalparkakademie die NationalparkbetreuerInnen ausgebildet. Diese Schulungen sind auch für externe Besucher­Innen zugänglich! Die „Nationalparkwochen“ bilden jedes Jahr einen Programmschwerpunkt im Veranstaltungskalender.

Neben zahlreichen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen fanden im Jahr 2006 in Salzburg Aktivitäten zur „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung konkret. Die UN-Dekade gemeinsam gestalten“ im Rahmen der Nationalpark-Akademie in Kooperation mit dem Salzburger Netzwerk "Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung" (BINE) und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur statt. Im Rahmen dieser Tagung wurde u. a. gefragt, was denn konkret von einer „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ geleistet werden sollte, was wir alles können und wissen müssten, um eine nachhaltige Entwicklung gewährleisten zu können, welche Lehrmethoden hierfür angesagt wären oder wer dazu welchen Beitrag leisten könnte? Neben Referaten und Filmvorführungen stand mit der „Indianischen Ratsversammlung“ auch eine spannende und hierzulande noch selten angewandte Methode zur Findung von Lösungen auf dem Programm.

Auf dem Erfolg der mobilen Wasserschule aufbauend, bietet der Nationalpark ab 2007 für Schulen ein Programm zu den Themen „Alpines Klima und Klimawandel“ an.

Einen Beweis für den richtigen Mix an Veranstaltungen sieht die Nationalparkakademie in der Besucherstatistik für das Jahr 2004: Mit 553 Besucher bei zehn Veranstaltungen war ein Zuwachs von rund 30 Prozent im Vergleich zu 2003 festzustellen.


Übersichtskarte Nationalpark Hohe Tauern

 

 

Infos
Quellen

Informationen zur Nationalparkakademie sowie das Veranstaltungsprogramm finden Sie unter www.hohetauern.at unter der Rubrik „Bildung“ – „Akademie“ Hier hat man auch die Möglichkeit, sich online zu einer Veranstaltung anzumelden.

Kontakt

Mag. Nadja Schöpf
Kirchplatz 2, 9971 Matrei i. O.
T 04875.5112 – 23
n.schoepf@hohetauern.at

oder nationalparkakademie@hohetauern.at

Schlagwörter

Nationalpark Hohe Tauern, Ökologie, Naturschutz, Alpen

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 

 


 

Naturschutzinitiativen                                                    

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zahlreiche Naturschutzinitiativen liefern erhebliche Impulse für die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und Naturschutz im Bundesland Salzburg.

Ein Vorzeigeprojekt des Naturschutzbundes Salzburg ist das Projekt „Wiesen am Wallersee“ im Natur- und Landschaftsschutzgebiet Wallersee – Wengermoor. Seit 1991 werden Flächen gepachtet und nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet. Mit Unterstützung des BM für Land- und Forstwirtschaft wurde im Projektgebiet des Naturschutzbundes ein wissenschaftliches Monitoring durchgeführt. Die Untersuchungen lieferten eine Reihe von konkreten Vorschlägen für Landschaftspflegemaßnahmen. In weiterer Folge wurden in dem Gebiet mit einem EU-geförderten LIFE-Projekt des Landes Salzburg konkrete Umsetzungsschritte und großflächige Moorrenaturierungsmaßnahmen gesetzt.

Mit der Broschüre „Wohlfühl-Stadt Salzburg“ hat der Naturschutzbund auch das Thema Stadtökologie aufgegriffen. Die Publikation basiert auf einer Fachtagung, die als Gemeinschaftsprojekt von Stadt Salzburg, INITIATIVE ARCHITEKTUR und Naturschutzbund Salzburg mit weiteren Partnerorganisationen als Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt wurde. Sie verfügt über einen umfangreichen Serviceteil mit Anregungen und nützlichen Adressen zu dieser Thematik. Die gedruckte Version (erschienen Juli 2006) ist bei Naturschutzbund Salzburg (€ 2,-) erhältlich. Hier kann eine digitale Version heruntergeladen werden.

Weiter sind Initiativen zu erwähnen wie die Öko Strombörse Salzburg, die als gemeinnütziger Verein getragen wird von der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie (AEE), dem Naturschutzbund Salzburg, der Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) und der Salzburg AG. Wichtigstes Ziel der Öko Strombörse ist die Förderung des umweltverträglichen Ausbaus von Ökostromanlagen und von Stromsparmaßnahmen im Bundesland Salzburg.

Eine derzeit in Salzburg (und österreichweit) betriebene Kampagne des Naturschutzbundes heißt „überLEBEN“. Österreich hat sich auch international dazu verpflichtet, die Vielfalt der Arten und Lebensräume zu erhalten. Halt the loss of biodiversity“ (Stopp dem Verlust der Lebensvielfalt) – dieses Ziel haben sich nämlich 2002 alle Umweltminister Europas gemeinsam vorgenommen. Ein Beitrag zur Erfüllung dieses ambitionierten Vorhabens bis zum Jahr 2010 ist in Österreich die Informationskampagne „überLEBEN“. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN arbeitet ebenfalls an der Erreichung dieses Ziels unter dem Motto „Countdown 2010“.

Auch lokale Initiativen wie z. B. die Biotopschutzgruppe Pinzgau tragen mit ihren vielfältigen Aktivitäten (Anlage von Tümpeln, Biotoppflegemaßnahmen, Errichtung von Naturerlebniswegen u.a.) zum Erhalt von Lebensräumen und zur örtlichen Akzeptanz des Naturschutzes bei.

Bereits im Jahre 1927 wurde der Naturschutz in den Satzungen des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) verankert. Umweltpolitisch aktiv wird der Alpenverein etwa bei strittigen Seilbahnprojekten, wie den zuletzt in Sportgastein und Rauris geplanten Vorhaben. Für den Alpenverein sind beide Projekte inakzeptabel und auch rechtlich nicht haltbar, da sie insbesondere auch der Alpenkonvention diametral entgegenstehen.

Die Sektion Salzburg des ÖAV hat im Frühjahr 2006 den Schitourenführer Salzburger Schitouren mit Bahn und Bus (pdf-Download) herausgegeben. Beschrieben sind darin fast zwei Dutzend Skitouren, zu denen man mit ÖBB oder Bus natur- und sozialverträglich sowie nervenschonend anreisen kann.

Infos
Quellen

Website www.naturschutzbund.at und
www.salzburg.gv.at/themen/nuw/naturschutz/naturprojekte.htm

Salzburger Schitouren mit Bahn und Bus. Hrsg. v. Österr. Alpenverein, Sektion Salzburg. Red. Bearb. v. Roland Kals. Salzburg 2006. 42 S., kostenlos, www.alpenverein-salzburg.at

Kontakt

Hannes Augustin, Geschäftsführer
Museumsplatz 2, 5020 Salzburg
T 0662.642909

hannes.augustin@naturschutzbund.at
Roland Kals (Geschäftsführer der ÖAV-Sektion Salzburg)
roland.kals@alpenverein-salzburg.at

Schlagwörter

Naturschutz, Ökologie, Alpenkonvention, Biodiversität,
Umweltschutz

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 

 


 

Ökologischer Wohnbau                                          

Beschreibung

Wie wir unsere Häuser errichten, welche Materialien wir dafür verwenden, wie das Wohnumfeld und die Erreichbarkeit zentraler Infrastrukturen gestaltet ist, hat nicht nur Auswirkungen auf den ökologischen Rucksack unseres Wohnens, sondern auch viel mit Wohlbefinden und Lebensqualität zu tun. Immerhin verbringen wir in den gemäßigten Klimazonen an die 80-90 Prozent unserer Lebenszeit in Gebäuden, mehr als die Hälfte davon in der eigenen Wohnung.

Auch wenn es hervorragende architektonische und energetische Zukunftslösungen im Bereich Einfamilienhäuser gibt, so fällt die Grundentscheidung über sozialökologisches Wohnen im Bereich der Errichtung von Wohnanlagen. Verdichteter Wohnbau schneidet nicht nur hinsichtlich Flächenverbrauch und zentralörtlicher Erreichbarkeit, sondern auch in Bezug auf Energieeffizienz (weniger Außenflächen) sowie Leistbarkeit bzw. einem entsprechenden Preis-/Leistungsverhältnis besser ab als der Einfamilienhausbau.

Im Folgenden werden daher exemplarisch vorbildhafte Projekte des geförderten ökologischen Wohnbaus im Bundesland Salzburg vorgestellt.

Passivhaus-standard

 

Foto: Paul Ott

Nach dem ersten europaweit zertifizierten Sozialbau im Passivhausstandard (Wien) hat Heimat Österreich auch in Salzburg eine Passivstandardwohnanlage, und zwar in Holzbauweise, errichtet. Dem Wohnbauprojekt „Passivhaus Samer Mösl in Langwied“ wurde 2006 in der Kategorie Fachjury und Publikumsjury der 1. Rosenheimer Holzbaupreis verliehen. Von den 60 Einheiten sind 24 Klein-, 21 Dreizimmer- und 15 Vierzimmerwohnungen. Die Ausrichtung der Baukörper-Längsachsen in SW/NO-Richtung bietet jedem Raum Sonneneinstrahlung im Tagesablauf, sodass bei allen Fenstern passive Gewinne erzielbar sind. Eine kostengünstige, nicht wartungsintensive Pelletsheizung versorgt die Siedlung mit Energie. Ergänzt wird sie durch eine 200 Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach des mittleren Hauses sowie kontrollierte Lüftungen in den Wohnungen.
Infos: Heimat Österreich, T 0662.437521-0,
http://www.hoe.at

Viel Grün

 

Ein architektonisch sehr durchdachtes Wohnprojekt hat Heimat Österreich im Stadtteil Parsch realisiert, in dem in sechs Wohnhäusern insgesamt 79 Wohnungen untergebracht sind. Der hohe Grünanteil, die Differenzierung und Vielfalt in der Bepflanzung sowie Balkone, Terrassen und Gärten sorgen für hohe Lebensqualität, exzellente Wärmedämmwerte und Sonnenkollektoren zur Unterstützung der Heizung und Warmwasserbereitung für niedrigen Energieverbrauch. Das Projekt wurde zum Energy Globe 2006 eingereicht.
Infos: Heimat Österreich, T 0662.437521-0,
http://www.hoe.at

Größtes Niedrig-energiehaus

 

Im Salzburger Stadtteil Itzling errichtete die gswb das größte Niedrigenergiehaus des Bundeslandes mit 91 Mietwohnungen (Projekt Franz-Ofner-Straße, Übergabe: Herbst 2007). Die Mieten sind besonders günstig, die Betriebskosten aufgrund niedrigen Energieverbrauchs ebenso. Die auf dem begrünten Dach installierte Solaranlage liefert etwa 100.00 KWh pro Jahr. Somit ist die Hälfte des Energiebedarfs für Warmwasser durch die Sonne gedeckt. Der durchschnittliche Energieverbrauch des gesamten Hauses macht nur rund 260.000 KWh pro Jahr aus – ein vergleichbares Haus in traditioneller Bauweise würde laut gswb rund 610.000 KWh/Jahr mehr verbrauchen. Die Energieersparnis gegenüber einem Wohnhaus mit Ölheizung beträgt rund 50.000 Liter Heizöl. Infos: gswb, T 0662.433181, www.gswb.at.

Zentralität

„Auf dem Land und doch nur wenige Minuten in die Stadt“. Mit diesem Motto wirbt die gswb für eine 2006 fertiggestellte Niedrigenergie-wohnanlage in Bergheim. Aktive und passive Sonnenenergienutzung, lichtdurchflutete Wohnungen, großzügige Gärten und Terrassen sowie Kindergarten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten in fußläufiger Entfernung bieten Lebensqualität bei niedrigen Energiekosten.
Infos: gswb, Hans Pichler, T 0662.433181-57,
www.gswb.at.  

Solarsiedlung

Bereits 1999 fertiggestellt wurde die international anerkannte Solar­siedlung Gneis, bestehend aus sechs Reihenhauszeilen mit insgesamt 61 Wohneinheiten. Die Gebäudestruktur ist linear, einfach und damit kostengünstig. Die Wohnanlage zeichnet sich u. a. aus durch eine ansprechende Architektur mit großen Glasfassaden, eine Solarthermieanlage (Großflächenkollektor 410m², 100m³-Warm­wasser-Speicher) sowie eine automatische Lüftungsanlage. Frischluft wird aus dem Wintergarten angesaugt. Auf diese Weise wird die Zuluft vorgewärmt. Die Energie der Abluft wird zur Heizung der Kellerräume genutzt (Bauträger gswb).

Atriumhäuser

 

Noch älter ist das Wohnprojekt Atriumhäuser-Rif, das 1985 unter dem Motto „Gemeinsam planen, gemeinsam bauen und zusammen wohnen“ errichtet wurde. Die 32 Haushalte umfassende Wohnanlage ist nicht nur architektonisch und raumästethisch interessant (hoher Holzanteil, verwinkelte Terrassen und Gemeinschaftsgärten, Erdwärme), sondern auch hinsichtlich Wohnform. Die Wohneinheiten werden ergänzt durch glasüberdachte, gemeinschaftlich genutzte Atrien (Innenhöfe), eine Gemeinschaftssauna sowie einen eigenen Ort für Kulturveranstaltungen. 

Sanierung

Zunehmend wichtiger im Bereich „ökologischer Wohnbau" werden Gebäudemodernisierungen sowie Sanierungen, um die bestehende Bausubstanz auf einen neuen Energiestandard zu bringen. Ein Vorzeigebeispiel ist die Sanierung der Südtirolersiedlung in Schwarzach (gswb), bei der auch die BewohnerInnen partizipativ eingebunden waren.

Das Projekt "baulandgewinn" beschäftigt sich seit Jahren mit Nachverdichtung von bestehenden Ein-/Zweifamilienhausstrukturen, die ersten Objekte wurden 2007 realisiert.

 

Ausblick

Einen guten Überblick über die Entwicklung der Gebäudequalität und Energiestandards in Salzburg gibt die Statistik der Wohnbauförderung des Landes (DI Franz Mair), die etwa die Zunahme an Solarwärme- oder Biomassenutzung verzeichnet. Die Entwicklung der Solaranlagen zwischen 1991 und 2005 zeichnet die SIR-Studie „Solarkennzahlen Salzburger Gemeinden“ nach. Die IG Passivhaus verzeichnet österreichweit die Verbreitung von Passivhäusern.

Ausblick in die Zukunft: Das SIR versucht derzeit,  mit den Bauträgern einen gemeinsamen Gebäudestandard zu propagieren, den klima:aktiv-Haus-Standard bzw. den klima:aktiv Passivhausstandard (im Rahmen des klima:aktiv Programms des BMU. Neben Energie geht es dabei, so DI Helmut Strasser, auch um Lage/Infrastruktur, Baustoffe u. a. Die gswb hat im Sommer 2006 erstmals ein Gebäude im Rahmen eines Wettbewerbs nach klima:aktiv Haus-Standard ausgeschrieben.

Infos
Quellen

Norbert Mayr: Wohnanlage Samer Mösl. In: www.nextroom.at
ee.powerhouse.db:
Architektur-Datenbank der TU Darmstadt.

Energy Globe 2006 Salzburg: Powerpoint-Präsentation.

Gesamtheitliche Sanierung. Innovativer Wohnbau in Salzburg - ein Forschungsprojekt. SIR. www.salzburg.gv.at/sir_haupt

Solarkennzahlen Salzburger Gemeinden. Studie von SIR und Energie aktiv des Landes. www.salzburg.gv.at/sir_haupt

Projekt Baulandgewinn: www.bau-land-gewinn.at/index.shtml

Kontakt

DI Helmut Strasser, SIR, T 0662.629915 helmut.strasser@salzburg.gv.at

DI Franz Mair, Abt. 15 der Salzburger Landesregierung
T 0662.8042-3788, franz.maier@salzburg.gv.at

Schlagwörter

Solarenergie, Biomasse, Wohnen, Raumordnung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 


 

S-Bahn Salzburg                                                     

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Land und Stadt Salzburg sind verkehrstechnisch wohl eine der exponiertesten Regionen in Österreich. Hier gilt es nicht nur den Transitverkehr auf der Tauernautobahn, sondern auch den zunehmenden Autoverkehr in und um Salzburg in den Griff zu bekommen. Der Bau der 2.Tunnelröhren durch Tauern und Katschberg ohne Umweltverträglichkeitsprüfung heizen das Problem weiter an. Tatsache ist, dass der öffentliche Verkehr in den letzten 10 Jahren um 4 Prozent zurückgegangen, der Autoverkehr um 9 Prozent gestiegen ist und die CO2-Emissionen ebenfalls angestiegen sind (vgl. Peter Haibach: Stellungnahme zum Landesmobilitätskonzept 2015).

Das Kyoto-Ziel einer Senkung der Treibhausgasemissionen ist längst in weite Ferne gerückt. Nach dem jüngsten Umweltbundesamt-Bericht lag Österreich 2005 bei 93,2 Mio. Tonnen, laut Kyoto-Verpflichtung dürften jedoch im Zeitraum 2008 bis 2012 nur 67 Mio. Tonnen ausgestoßen werden. (vgl. www.orf.at/ticker/241559.html)

Bis zum Jahr 2011 wird die Verkehrsleistung des MIV (Motorisierter Individualverkehr) im Zentralraum Salzburg voraussichtlich weiter ansteigen. Die Grenzen der Belastbarkeit sind jedoch bereits jetzt erreicht. Tägliche Staus an den Einfallstraßen der Stadt Salzburg führen nicht nur zu enormen Belastungen der AnrainerInnen, sondern auch  zu hohen volkswirtschaftlichen Kosten (Zeitverluste).

 

 

Mit dem „NAVIS“ - Nahverkehrsinfrastrukturprogramm Salzburg haben sich Land Salzburg, Stadt Salzburg und die Republik Österreich 1998 auf ein zukunftsweisendes Verkehrsinvestitionsprogramm geeinigt, das diesem Trend entgegenwirken soll. Ziel ist der massive Ausbau und die Modernisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs, ein zentraler Bestandteil davon die S-Bahn Salzburg.

Mit insgesamt 31 Stationen, einem dreigleisigen Ausbau zwischen Salzburger Hauptbahnhof und Saalachbrücke/Freilassing sowie regelmäßigen Taktverbindungen wird die S-Bahn im Endausbau eine leistungsfähige Alternative zum Individualverkehr in Salzburg darstellen. 12 der 31 S-Bahn Stationen werden neu errichtet bzw. sind zum Großteil bereits fertig gestellt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Kooperation zwischen der Deutschen und Österreichischen Bahn über den grenzüberschreitenden S-Bahnverkehr zwischen Salzburg und Bayern (Freilassing und Berchtesgaden).

Um den Weg der aktiven Kommunikation und des Dialogs zu gehen, wurde für das Projekt S-Bahn ein Ombudsmann bestellt, der allen Betroffenen und Interessierten bei Problemen und aktuellen Fragen zu den Baumaßnahmen als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Die Salzburger Verkehrsplattform setzt sich seit vielen Jahren für einen klaren Vorrang des Öffentlichen Verkehrs in der Verkehrspolitik ein. Gefordert werden u. a. Maßnahmen zur Parkraumbewirtschaftung, Beschränkungen für Reisebusse sowie die Einführung einer Citymaut. Grundsätzlich hält die Verkehrsplattform, in der Umwelt- und Verkehrsinitiativen aus Salzburg, Oberösterreich und Bayern vertreten sind, das Verkehrsproblem hierzulande durch kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen aus eigener Kraft für lösbar. Ein anspruchsvolles Zehn-Jahres-Programm wäre für die Initiative etwa die Umsetzung der RegionalStadtbahn durch die Stadt in den Süden Salzburgs (Alpenstraße).

Infos
Quellen

www.s-bahn-salzburg.at/ 
www.salzburger-verkehrsplattform.org

Regionale Schienen Online. Salzburger Fachzeitschrift für Personen und Güterverkehr (www.regionale-schienen.at/)

www.pro-bahn-oesterreich.org und www.salzburger-verkehrstage.org

Kontakt

Peter Guggenberger (S-Bahn-Ombudsmann)
ombudsmann@s-bahn-salzburg.at
T 0662.633255-102

Salzburger Verkehrsplattform, (Sprecher Mag. Peter Haibach)
T 0664.4269607 der 06274.4966 (auch Fax)
haibach@sbg.at bzw. office@regionale-schienen.at

Schlagwörter

Verkehrspolitik, Öffentlicher Verkehr, S-Bahn

Verfasser

Alfred Auer                                                     Zurück zur Übersicht

 

 


 

Schaudorf Schleedorf                                             

Beschreibung

 

 

Das Schaudorf Schleedorf ist aus einem Leitbild entstanden, welches gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelt wurde. Die bis vor zehn Jahren fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde entschloss sich, das Dorf BesucherInnen zu öffnen. Man besann sich auf seine Stärken: Intakte Natur, hohe Selbstorganisation der DorfbewohnerInnen, funktionierende Landwirtschaft und Pioniergeist. So entstand das Schaudorf Schleedorf, welches in seiner Art einzigartig ist. TagesbesucherInnen werden durch das Dorf geführt und haben die Möglichkeit, die fünf Schaudorf-Betriebe zu besuchen: Erlebnismuseum AgriCultur, Salzburger Käsewelt, Trachtenschneiderei Wimmer, Dorfschmiede und Schau-Bäckerei. Dieser sanfte Tagestourismus belebt das Dorf und dient als Frequenzbringer für die Nahversorger, die Gasthäuser, die Schneiderei und die Salzburger Käsewelt. Außerdem konnten Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden.

Dafür wurde Schleedorf unter anderem mit dem Preis Gemeinde 2000 ausgezeichnet.

Schaudorf-Betriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Museum AgriCultur-Haus der Naturgeschichten

Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen hat sich dieses besondere Museum weit über die Grenzen Salzburgs hinaus einen Namen gemacht. Es wurde von DDr. Bernhard Iglhauser und vom Künstler Otto Beck ge­staltet und präsentiert Lebensbilder von Forschern und Pionieren, welche die Salzburger Kulturlandschaft maßgeblich mitgestaltet haben. Bewusster Umgang mit der Natur und die Wertschätzung der ökologischen Vielfalt werden vermittelt. Darüber hinaus hat das Museum als das Zentrum des Schaudorfs eine wichtige Funktion im Dorfleben übernommen.

Salzburger Käsewelt

Österreichs erste Bio-Schaukäserei ist Teil des genossenschaftlich organisierten Käsehof, zu dem sich mehrere kleinere Käsereien zusammengeschlossen haben, um den Herausforderungen der EU gerecht zu werden. Als Teil der Genussregion „Flachgauer Heumilchkäse unterstützt der Betrieb die beteiligten Landwirte in Verarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte. Den jährlich über 40.000 BesucherInnen wird die Käseproduktion anschaulich gezeigt und erklärt. Wer möchte, kann selber Käse machen oder Butter rühren.

Wimmer schneidert

Wie kann eine Schneiderei mit neun Mitarbeiterinnen in einem Dorf mit knapp 1000 Einwohnern erfolgreich sein? Die Familie Wimmer zeigt in ihrem 250 Jahre bestehenden Betrieb, wie man durch Tradition und Kreativität eine Marktnische nützt. Aus heimischen Naturmaterialien wie Leinen, Loden und Leder entstehen langlebige und zeitlose Kleidungsstücke nach Maß. Dabei werden sowohl traditionelle Trachten hergestellt als auch neue Ideen verwirklicht.

In der historischen Dorfschmiede und in der Schau-Bäckerei können Besucher selbst Hand anlegen.

Exkursionsservice

 

Gemeinsam mit der Stadt Neumarkt und dem Markt Mattsee startet das Dorf Schleedorf  als Impulsregion 21 ein Exkursionsservice, das die Entwicklung im ländlichen Raum in diesen drei sehr unterschiedlichen Gemeinden zum Thema hat. Der Beitrag Schleedorfs bezieht sich hauptsächlich auf die Präsentation des Schaudorf Schleedorf und seiner Philosophie.

Kontakt

Info Schaudorf Schleedorf, T 06216.6911-0, info@schaudorf.at

Salzburger Käsewelt, T 06216.4198, office@kaesewelt.at

Wimmer schneidert, T 06216.6562, lebensfreude@wimmertracht.at

Bürgermeister DI Georg Wallner, T 06216.4100-21, 
gem-schleedorf@salzburg.at

Ideenkreis Karlo M. Hujber, T 06216.42380,
simone.hujber@ideenkreis.com

Schlagwörter

Gemeindeentwicklung, Partizipation, Tourismus

Verfasser

Helma Bergmair / Hans Holzinger                   Zurück zur Übersicht

 


                              

                                                                                                         

SOL - Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil      

 

 

Beschreibung

„Das 21. Jahrhundert erfordert einen neuen Lebensstil - einen Lebensstil, der Solidarität und Ökologie ernst nimmt. Denn auch die Benachteiligten bei uns und in anderen Ländern und die Menschen künftiger Generationen haben ein Anrecht auf ein erfülltes Leben in einer intakten Umwelt.“  Damit begründet der Verein SOL seine Existenz. SOL – diese drei Buchstaben stehen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil.

SOL hat ca. 1.800 Mitglieder in ganz Österreich, von denen rund 100 in verschiedenem Ausmaß (fast ausschließlich ehrenamtlich) aktiv sind. Die anderen Mitglieder unterstützen die Arbeit durch regelmäßige finanzielle Beiträge. Eine SOL-Gruppe trifft sich auch in Salzburg.

Eine Besonderheit sind die SOL-Stammtische. In ganz Österreich sollen sich Menschen, die an einem anderen Lebensstil interessiert sind, treffen, um sich über ihre Ideen, Erfahrungen und Zukunftsprojekt auszutauschen. Wie finden sich die Menschen?

Wer den SOL-Aufruf – eine Art Selbstverpflichtung für einen verantwortungsvollen Lebensstil – unterzeichnet und die Rubrik „Vernetzung“ ankreuzt, wird über die Regionalgruppen mit den übrigen vernetzt. Der Aufruf kann auch elektronisch unterzeichnet werden.

SOL-Projekte

 

 

 

 

 

 

 

Folgende Projekte werden von SOL umgesetzt:

·         Viermal im Jahr erscheint die Zeitschrift SOL  Inhalte

·         Als Beilage zur Zeitschrift erscheint jeweils ein Dossier „Sustainable Austria“ zu einem ausgewählten Thema.

·         Die Regionalgruppen treffen sich einmal im Monat. Termine hier!

·         Wir betreiben und unterstützen Nachhaltigkeits-Projekte interessiert, mitzumachen?

·         Die SOL-Jugendgruppe vermittelt bereits den 6- bis 18-jährigen entsprechende Einsichten und Haltungen.  Naturentdeckercamp

·         Viermal im Jahr tauschen wir bei einem Quartalstreffen unsere Erfahrungen und Gedanken aus (Das nächste Mal Ende Juni 2004 im Südburgenland) Termine

·         Jedes Jahr wird ein Symposium über Aspekte der nachhaltigen Entwicklung abgehalten. Bisherige Themen "Formen der Arbeit - formen wir die Arbeit!", "Genuss und Nachhaltigkeit"; "Handel(n) und Genuss", "Formen des Wohnens - formen wir das Wohnen!"; "Thema Jugend: MACHT * ARBEIT * SINN", Warum Handeln wir – Zivilgesellschaftliches Engagement.

·         Das SOL Buch "Genuss und Nachhaltigkeit" ist im Herbst 1999 im Promedia-Verlag erschienen. (3., stark erweiterte Auflage: Mai 2002) Shop

·         Im Projekt „futuro“ werden für ausgewählte Produkte Preise ermittelt, die die ökologischen und sozialen Kosten berücksichtigten.

·         Die SOL-Bildungsagentur für Nachhaltigkeit vermittelt Workshops und Vorträge.

·         2007 werden in Wien und Salzburg Lehrgänge für Sozialkapital mit Prof. Ernst Gehmacher durchgeführt.

Quelle: Homepage

SOL-Gruppe
Salzburg

Die SOL-Gruppe Salzburg trifft sich seit 2003 im Lesecafe der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen – jeweils am 2. Dienstag des Monats.

Infos
Quellen

Dan Jakubovicz: Genuss und Nachhaltigkeit. Handbuch zur Veränderung des persönlichen Lebensstils. Wien: Promedia, 2002.

Homepage: www.nachhaltig.at  

Kontakt

SOL-Gruppe Salzburg
Walter Galehr, T 0662.660010,
walter.galehr@sol
Hans Holzinger, JBZ, T 0662.873206,
h.holzinger@salzburg.at

Schlagwörter

Lebenstil : nachhaltiger, Vernetzung

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht


 

 

 

Sozial-Oskar      

                                                      

 

Beschreibung

 

Jeder vierte Mensch ist – so Zahlen der Weltgesundheitsorganisation - im Laufe seines Lebens von einer psychischen Krankheit betroffen. Psychische Erkrankungen wurden lange Zeit tabuisiert, die Betroffenen stigmatisiert. Allmählich steigt das Bewusstsein für die Leiden psychisch Erkrankter sowie für differenzierte Behandlungsmethoden.

Neben der Vorbeugung (Psychohygiene, Schaffung von Rahmenbedingungen für psychische Gesundheit) kommt der Reintegration psychisch Erkrankter in die Gesellschaft sowie in das Arbeitsleben eine wichtige Rolle zu. Pro Mente Salzburg (PMS) verfolgt seit 1976 als gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsrehabilitation und psychosoziale Rehabilitation dieses Ziel. Krisenintervention, psychosoziale Versorgung und Arbeitstraining zählen zu den Angebotsfeldern.

In einem 1991 gegründeten Arbeitstrainingszentrum erhalten psychisch Erkrankte die Chance, in unterschiedlichen Berufsfeldern Qualifikationen zu erwerben. In insgesamt vier Branchen – Büroservice, Holzwerkstatt, Textilwerkstatt, Fertigungswerkstatt werden Auftragsarbeiten für Wirtschaftsbetriebe durchgeführt.

Wichtig für die Arbeitsintegration ist die Kooperation mit öffentlichen und privaten Auftraggebern sowie mit örtlichen Unternehmen, die Subaufträge vergeben und Menschen mit psychischen Erkrankungen einstellen.

Der Salzburger Sozial-Oskar dient diesem Ziel. Er wird seit 1998 mit Unterstützung eines Ehrenkomitees sowie des Landes an Einzelpersonen sowie an Unternehmern verliehen, die sich durch besonders hohes soziales Engagement auszeichnen.

Der Sozial-Oskar wurde 2006 bereits zum 8. Mal (aus rechtlichen Gründen zum letzten Mal unter diesem Namen) an Einzelpersonen, aber auch an Unternehmen verliehen, die sich um die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen (Psyche, Geist oder Körper) bemühten und dabei besonderes soziales Engagement zeigten.

Die Palette reicht vom Medizinalrat, der das Vertrauen von schizophrenen, aber krankheitsuneinsichtigen Menschen gewinnen konnte, sich behandeln zu lassen, Frisören, die schizophrenen Bewohnern eines Wohnheims freundlich und billig die Haare schneiden, bis hin zu weltumspannenden Konzernen, die regelmäßig die Pro Mente- Werkstätten mit Aufträgen beliefern und zusätzlich eine Chance auf einen Arbeitsplatz innerhalb der Firma bieten, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Der Sozial-Oskar stellt eine Möglichkeit dar, sich bei sozial engagierten Betrieben für ihre Kooperationsbereitschaft und ihr Engagement zu bedanken und dies auch einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. 

Die Auswahl der PreisträgerInnen trifft alljährlich das LeiterInnenteam der PMS aufgrund der vorliegenden Nominierungen durchgeführt durch die MitarbeiterInnen der PMS, die positive Erfahrungen mit dem jeweiligen Unternehmer gemacht haben. Alljährlich gibt es, so die Auskunft von PMS,  ein intensives Ringen darum, wer die 10 Oskars erhält, da die Nominierungen stets sehr zahlreich sind.  In den letzten Jahren wurden auch Ehren-Sozial-Oskars von der Geschäftsführung vergeben.

Die Firma Wiberg GmbH wurde – so ein Beispiel – 2006 ausgezeichnet, weil sie einerseits Aufträge in der ATZ Fertigungswerkstatt bearbeiten lässt, aber andererseits auch schon seit Jahren regelmäßig TeilnehmerInnen die Möglichkeit bietet, Praktika zu absolvieren und immer wieder bereit ist, auch Übernahmen in feste Dienstverhältnisse anzubieten.

Sozial-Oskar

Die PreisträgerInnen der letzten Jahre:

2006: Bäckerei Brandl; Zell am See; Bio NahrungsmittelGmbH, Grödig; Binder Holzbausysteme GmbH, Unternberg; Reichl GmbH, Salzburg; Stary Haustechnik GmbH&CO KG, Salzburg; Bundesgymnasium Seekirchen; Kardinal Schwarzenberg’sches Krankenhaus BetriebsgmbH,  Schwarzach; Herbert Lohfeyer, Unken; Wiberg GmbH, Salzburg; Maximarkt Bruck HandelsgmbH, Bruck; Generali VersicherungsAG; M. Kaindl Holzindustrie KG; Porsche Bank AG; Spar Österreichische Warenhandels AG.

2005: Carl Steiner handwerks- und Industriebedarf GmBH; CCS-Gebäudereinigung, Zweigstelle Krankenhaus Schwarzach im Pongau; Fensterbau Salzburg GmbH, Thalgau; Perro GmbH, Salzburg; Ubisoft Warenhandels GmbH, Salzburg; Fritz Kühmayer – Schilder, Schriften, Siebdruck, Zell am See; Feldinger´s Ökohof, Wals; Tischlerei Doppler, Unternberg im Lungau; Dr. Erich Wanek, Salzburg, Ulrike und Rüdiger Horstmann, Salzburg; Senator Otto Wittschier, Euro-Finanzservice AG zell am See, Holzschnitzer Martin Seer, Wagrain.

2004: Betriebsversorgungsstelle des Militärkommandos, Salzburg;
Robert Brown - Restaurator für Musikinstrumente, Oberndorf bei Salzburg
; Digital Elektronik GesmbH, Tamsweg; EZA Entwicklungszusammenarbeit mit der Dritten Welt GesmbH, Bergheim; Gasthof-Pension Frohnwies, Familie Hermann Dankl, Weißbach bei Lofer; Landesgendarmeriekommando Salzburg, Salzburg; MedR. Dr. Heinrich Michl und sein Team: Dr. Helga Michl-Rauch, Daniela Ebli, Gerlinde Gruber, Salzburg; Mepla-Werke Lautenschläger GesmbH & Co KG, Salzburg; Plasmazentrum Plasma Control, Baxter AG, Salzburg; Regenerationszentrum Goldegg der Salzburger Gebietskrankenkasse, Goldegg

Ehren-Sozial-Oskar 2004: Herbert Gschwendtner, ORF Radio Salzburg

 

2003: ADEG C&C Großmarkt GmbH & Co KG,  Maishofen; Frischeis J. u. A GmbH, Bergheim; Hotel Krallerhof Altenberger GmbH & Co KG, Leogang; Kirchner Säge- und Hobelwerk GmbH, Radstadt; MERKUR Markt Otto Holzbauer-Straße, Salzburg; Salesianer Miettex GmbH & Co KG, Grödig; Sporthotel - Wagrain Berger GmbH, Wagrain; Swietelsky BaugesmbH, Salzburg; Verein für Partnerhunde, Oberndorf b. Salzburg; Volksbank Salzburg regGenmbH, Salzburg
Ehren-Sozial-Oskar 2003: Elfi Geiblinger, ORF Salzburg

2002: Bauhof Zell am See, Zell am See; Buchbinderei Bichl, Siezenheim; Entacher KG Sägewerk & Holzhandel, Großarl; Hagleitner Betriebshygiene, Zell am See; Landeskrankenhaus St. Veit, St. Veit im Pongau; Landes-Landwirtschaftsschule Tamsweg, Tamsweg; Morawa Pressevertrieb GmbH, Salzburg; Internationale Stiftung Mozarteum, Salzburg; Ramsauer & Stürmer Software GmbH, Salzburg; Herr Dr. Peter Schuller-Götzburg, Salzburg
Ehren-Sozial-Oskar 2002: Rotary Club Salzburg West, Salzburg

2001: Ausbildungsinstitut für Gruppe und Bildung, AGB, Salzburg; AVOS, Salzburg; Baier Technik GesmbH & Co KG, Eugendorf; Buchbinderei Fuchs, Saalfelden; Die Damen LaienhelferInnengruppe*, Salzburg; Hervis Sport und Mode GesmbH, Bischofshofen; Roco Modellspielwaren GesmbH, Salzburg; Sägewerk Steiner KG & Hotel Lebzelter, Altenmarkt; Spielzeugschachtel HandelsgesmbH, Salzburg; Voglauer Möbel GesmbH, Abtenau

2000: Bäckerei und Konditorei Flöckner OHG, Salzburg; Elisabethbühne, Salzburg; Fahnen Gärtner GesmbH, Mittersill; Tischlerei Herbert Sigl, Obertrum am See; Herz Jesu Asyl BetriebsgesmbH, Salzburg; Hotel Kärnten KG, Bad Hofgastein; Mega Baumax AG, Wals-Himmelreich; MEWA Textil Mietservice Mirabellwäscherei GmbH, Salzburg; Ortmann GesmbH, Ainring, Deutschland; Porsche Holding GesmbH, Salzburg; Puppendoktor H. Aluta-Oltyan, Salzburg

1999: Universitätsbibliothek Salzburg, Salzburg; Polyfina Kunststoff GmbH, Grödig bei Salzburg; Ing. Grassmann & Schuster OEG, Salzburg; GB Autoimport- und VertriebsgmbH, Salzburg; Mc Donald´s Restaurant Schützinger GmbH, Zell am See; Bäckerei Erich Langmann, Bischofshofen; Wenatex Edeltextil ErzeugungsgmbH, Salzburg; Moser Bekleidungs GmbH, Salzburg; Friseur Wolfgang Eder, Salzburg

Quelle

www.promentesalzburg.at

Kontakt

Dipl. Soz. Päd. Kerstin Philipp, Leitung Arbeitstrainingszentrum
Pro Mente Salzburg gGmbH für psychische und soziale Rehabilitation mbH, Angerstraße 10, 5072 Siezenheim, T 0662.85 36 95-26
kerstin.philipp@promentesalzburg.at  Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Schlagwörter

Integration, Betriebe : soziale; Gesundheitsvorsorge

Verfasser

Hans Holzinger                                                           Zurück zur Übersicht

 


 

 

Umwelt.Service.Salzburg                               

 

Beschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umwelt.Service.Salzburg versteht sich als Informations- und Beratungsservice für Umweltschutz und Nachhaltigkeit für Betriebe, Gemeinden und sonstige Einrichtungen. Es wurde 2003 als Nachfolgeeinrichtung der Ökologischen Betriebsberatung gegründet. Das Tätigkeitsfeld wurde dabei von Umweltberatung i. e. S. in Richtung Nachhaltigkeit ausgeweitet.

Trägerschaft: Die Stelle wird vom Amt der Salzburger Landes­regierung/Abteilung Umweltschutz sowie der Wirtschaftskammer Salzburg getragen und vom Lebensministerium im Sinne der Umweltförderung für das Inland unterstützt.

Umwelt.Service.Salzburg organisiert, fördert und wickelt Beratungsdienstleistungen ab, organisiert Veranstaltungen zu Schwerpunktthemen und dient als zentrale Informationsdrehscheibe zwischen Beratungsstellen und Betrieben, Gemeinden sowie sonstigen Einrichtungen.

Abwicklung der Beratungsangebote: Interessierte Betriebe, Gemeinden und sonstige Einrichtungen wenden sich für die Inanspruchnahme einer Beratung an Umwelt.Service.Salzburg. Dieses beauftragt eine qualifizierte Stelle mit der Durchführung der Beratungsleistung. Als Ergebnis liegt ein Beratungsbericht mit detaillierten Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltstandards vor.

Beratungsleistung: Umwelt.Service.Salzburg übernimmt für die einzelnen Beratungsdienstleistungen die Beraterkosten zu unterschiedlich hohen Anteilen. Allgemeine Umweltfragen werden im Rahmen der Allgemeinen Umweltberatung auch telefonisch beantwortet.

Weiters schafft Umwelt.Service.Salzburg Anreizmodelle zur Verwirklichung der Verbesserungsmaßnahmen und unterstützt somit Unternehmen, Gemeinden und sonstige Einrichtungen in ihren Vorhaben, einen Beitrag zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

Angebote für Betriebe: Aktuelle Schwerpunkte liegen in der Opitimierung der betrieblichen Abfallwirtschaft, im Betrieblichen Mobilitätsmanagement, im Energiecheck für Dienstleistungsbetriebe, in der Unterstützung für das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusbetriebe. Klimabündnisbetriebe erhalten besonders begünstigte Beratungsleistungen, über die Ausschreibung Agenda-Betriebe werden Pilotprojekte im Bereich Nachhaltigkeit gefördert. Die Homepage informiert darüber hinaus über internationale Modellbetriebe sowie Auszeichnungen und Preise.

Angebote für Gemeinden: Gefördert werden Lokale Agenda 21-Prozesse sowie einzelne Vorhaben im Kontext der Nachhaltigkeit über das Programm Agenda-Projekte. Das Angebot von Veranstaltungen und Workshops richtet sich auch an Gemeinden.

BeraterInnenpool: Umwelt.Service.Salzburg verfügt über einen breiten Pool an BeraterInnen, die im Auftrag der Einrichtung Betriebe und Gemeinden unterstützen.

Öffentlichkeitsarbeit: Ein Online-Newsletter informiert regelmäßig über neue Angebote, ein halbjährlich erscheinendes Infoblatt gewährt Ein & Aus-Blicke über die eigene Arbeit. Wertvoll sind die zahlreichen Download-Möglichkeiten auf der Homepage, die von Hintergrundinfos über Beratungsprogramme und Fragebögen (Checks) bis hin zu Formularen für die Inanspruchnahme von Services reichen. Ein Terminkalender informiert über einschlägige Fachveranstaltungen.

Nutzerfrequenz:  Die Halbjahresbilanz 2006 nennt u. a. 114 Beratungsleistungen, 7 Fortbildungsveranstaltungen.

Vorbildlich ist auch die Anreisebeschreibung auf der Homepage: „Anreise mit der Bahn nach Salzburg, ca. 7 Gehminuten vom Bahnhof, Bus 1, 3, 5, 6, 25 vom Bahnhof bis Haltestelle Kongresshaus“

Infos
Quellen

Homepage des Umwelt.Service.Salzburg: www.umweltservicesalzburg.at

Halbjahresbericht 2006

Kontakt

DI Wolfgang Konrad (Leiter), Mag. Sabine Wolfsgruber (Mitarbeiterin)
Faberstraße 18, 5020 Salzburg
T. 0662.8888-438 oder 439 F. 0662.8888-562
info@umweltservicesalzburg.at

Schlagwörter

Abfallberatung, Energie-Check, Mobilitätsmanagement, Lokale Agenda 21, Nachhaltigkeitsprojekte, Nachhaltigkeit: Förderungen

Verfasser

Hans Holzinger                                               Zurück zur Übersicht

 

 

 

Schlagwortverzeichnis

 

Abfallberatung

Alpen

Alpenkonvention

Altern

Arbeit

Arbeitslosigkeit

Armut


Bahn

Betriebe : Gesundheit

Betriebe : ökologische

Betriebe : soziale

Bildung

Bildung : Nachhaltigkeit

Bio-Bauern

Biodiversität

Biolandwirtschaft

Biomasse

Brückenbau


Corporate Social Responsibility


Dialog : interreligiöser

Direktvermarktung


Energie

Energie : erneuerbare

Energie-Check

Energieeffizienz

Energieeinsparung

Energieleitbild

Energiepolitik

Entwicklungszusammenarbeit

Ernährung

Euregio

Europa


Fahrgemeinschaften

Fahrrad

Familie

Förderungen

Frauenrechte


Gemeinde

Gemeindeentwicklung

Gender Budgeting

Geschlechterrolle

Gesundheitskosten

Gesundheitsvorsorge

Gewalt : Frauen

Gewalt : Kinder

Gewaltprävention

Gewässerschutz

Gleichbehandlung

Global Marshall Plan

Globalisierung

Handicaps : Menschen

Holz

Holzbaumeister

Holzcluster


Integration

Industrie


Kinderrechte

Klimaänderung

Klimabündnis

Konfliktberatung

Konsum

Kultur

Kyoto-Protokoll

Landwirtschaft

Lärm

Lebensmittel

Lebenstil : nachhaltiger

Lernen : globales

Lokale Agenda 21


Maut

MigrantInnen

Mobilität

Mobilität : sanfte

Mobilitätsberatung

Mobilitätsmanagement

Mobilitätszentrale


Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeit : Förderung

Nationalpark Hohe Tauern

Naturschutz

 

Ökologie

 

Partizipation

Produkte:nachhaltige

 

Raumordnung

Raumplanung

Regionalentwicklung

Ressourcenschonung


SeniorInnen

Solarenergie

Soziales

Sozialpolitik

Spiritualität

Sport

Suizidprävention


Tourismus

Tourismus : autofrei


Umweltschutz

Unternehmen

Urlaub : autofreier


Verkehr

Verkehr : öffentlicher

Verkehrspolitik

Verkehrssicherheit

Vernetzung


Wirtschaft

Wissenschaft

Wohnen : ökologisches