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Erstes
„Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung“ an Melanie Herget
In Erinnerung an den Zukunftsforscher
Robert Jungk vergibt die Stadt Salzburg ab 2008 jährlich das
„Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung“. Der erste
Arbeitsaufenthalt in einer Künstler- und Stipendiatenwohnung der Stadt Salzburg
und die finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro erhielt auf
Vorschlag der Robert-Jungk-Stiftung und nach einstimmiger Wahl der Jury die
1976 in Wolfenbüttel (D) geborene Wissenschaftlerin Melanie Herget. In ihrem Forschungsvorhaben setzt sie sich mit
der Frage nach der Zukunft der geschlechterspezifischen Arbeitsteilung und
damit verbundener geschlechterspezifischer Mobilitätsmuster auseinander.
Das JBZ-Kuratorium
sprach sich einstimmig für die Vergabe des Stipendiums an Melanie Herget aus. Die geplante Grundlagenrecherche zum Thema „Die
Zukunft der geschlechtstypischen Arbeitsteilung und damit verbundener
Mobilitätsmuster“ passe ausgezeichnet in die
Ausrichtung und Schwerpunktsetzung der JBZ, begründete die Jury ihre
Entscheidung. Gerade Robert Jungk sei stets für die im Projekt implizierte
soziale Ausgestaltung der Gesellschaft eingetreten. Alleine zum Thema
Mobilität standen Frau Herget in der Bibliothek
des JBZ mehr als 200 Bände zur Verfügung, außerdem setzen sich zahlreiche
Partner in der Stadt Salzburg sowohl mit Gender-Fragen
als auch mit dem Thema Mobilität aus unterschiedlichsten Blickwinkeln
auseinander.
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Bürgermeister Heinz Schaden mit der Stipendiatin Melanie Herget und Walter Spielmann von der JBZ
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Die Stipendiatin mit dem Team der JBZ: Alfred Auer, Walter
Spielmann und Hans Holzinger
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Melanie Herget recherchierte
und analysierte die verfügbaren Quellen und Unterlagen, um eine Systematik
der aktuellen Annahmen in der Fachliteratur zu erstellen: Unterliegt die
geschlechtsspezifische Arbeitsteilung innerhalb unserer Gesellschaft einer
Veränderung? Wenn ja, in welche Richtung? Werden die Unterschiede zwischen
dem Arbeitsleben von Frauen und Männern größer oder kleiner? Und wie sehen
die möglichen Folgen für Mobilitätsmuster von Frauen und Männern aus?
Die Ergebnisdokumentation des
Forschungsprojekts wurde den Salzburger Einrichtungen zur Verfügung gestellt.
Außerdem präsentierte Melanie Herget ihr
Forschungsprogramm und die gewonnenen Erkenntnisse am 25. Juni, 19 Uhr,
im Lesecafé der Robert-Jungk-Bibliothek. Für die Dauer des
Forschungsstipendiums wurde Melanie Herget von
ihrem Arbeitgeber Autovision, einem Tochterunternehmen der Volkswagen AG,
freigestellt. Die Ergebnisse der Grundlagenanalyse wird sie auch in ihre
anwendungsorientierte Forschungsarbeit in Wolfsburg einbringen.
Melanie Herget, Kurzbiographie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Autovision,
Beratungsdienstleistung für die Abteilung Zukunftsforschung der Volkswagen
AG, in Wolfsburg. Hier arbeitet sie im Schwerpunkt „Zukunftsforschung und Inventionsgenerierung“, wobei Gesellschafts- und
Techniktrends prognostiziert und daraus zukünftige Anforderungsprofile von VerkehrsteilnehmerInnen abgeleitet werden. Ein zweiter
Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der konzeptionellen Begleitung von
Ideengenerierungsworkshops sowie Transfer der Ergebnisse in die einzelnen
Fachabteilungen.
Geboren 1976 in
Wolfenbüttel, Diplomstudium der Umweltwissenschaften an der Universität
Lüneburg mit den Schwerpunkten Umweltkommunikation und Umweltinformatik,
Abschluss mit der Diplomarbeit „Zukunftsfähiger Unterricht zwischen
komplexen Zusammenhängen und klaren Strukturen – am Beispiel von drei
Unterrichtsreihen des BLK-Modellprogramms 21“ im Jahr 2002. Ab 2003 Tätigkeiten
als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wuppertal Institut für Klima,
Umwelt, Energie und an der Universität Göttingen sowie
Promotionsstipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Von März 05 bis
März 07 wissenschaftliche und wissenschaftsjournalistische Praktika.
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