Robert-Jungk-Stipendium 2008

 

Melanie Herget, Foto: Stadt Salzburg

Robert-Jungk-Stipendiatin 2008

Melanie Herget, geb. 1976, Mitarbeiterin der Autovision, einem Tochterunternehmen der Volkswagen AG,

Thema ihrer Forschungstätigkeit:

„Die Zukunft der geschlechtstypischen Arbeitsteilung und der damit verbundenen Mobilitätsmuster“.

Präsentation der Forschungsergebnisse: 25. 6. 2008 in der JBZ

Dauer des Stipendiums: 2. 5. -30. 6. 2008

 

Download der Forschungsergebnisse (pdf-Datei 6,5 MB)

 

Erstes „Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung“ an Melanie Herget

In Erinnerung an den Zukunftsforscher Robert Jungk vergibt die Stadt Salzburg ab 2008 jährlich das „Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung“. Der erste Arbeitsaufenthalt in einer Künstler- und Stipendiatenwohnung der Stadt Salzburg und die finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro erhielt auf Vorschlag der Robert-Jungk-Stiftung und nach einstimmiger Wahl der Jury die 1976 in Wolfenbüttel (D) geborene Wissenschaftlerin Melanie Herget. In ihrem Forschungsvorhaben setzt sie sich mit der Frage nach der Zukunft der geschlechterspezifischen Arbeitsteilung und damit verbundener geschlechterspezifischer Mobilitätsmuster auseinander.

Das JBZ-Kuratorium sprach sich einstimmig für die Vergabe des Stipendiums an Melanie Herget aus. Die geplante Grundlagenrecherche zum Thema „Die Zukunft der geschlechtstypischen Arbeitsteilung und damit verbundener Mobilitätsmuster“ passe ausgezeichnet in die Ausrichtung und Schwerpunktsetzung der JBZ, begründete die Jury ihre Entscheidung. Gerade Robert Jungk sei stets für die im Projekt implizierte soziale Ausgestaltung der Gesellschaft eingetreten. Alleine zum Thema Mobilität standen Frau Herget in der Bibliothek des JBZ mehr als 200 Bände zur Verfügung, außerdem setzen sich zahlreiche Partner in der Stadt Salzburg sowohl mit Gender-Fragen als auch mit dem Thema Mobilität aus unterschiedlichsten Blickwinkeln auseinander.

Bürgermeister Heinz Schaden mit der Stipendiatin Melanie Herget und Walter Spielmann von der JBZ

Die Stipendiatin mit dem Team der JBZ: Alfred Auer, Walter Spielmann und Hans Holzinger

 

Melanie Herget recherchierte und analysierte die verfügbaren Quellen und Unterlagen, um eine Systematik der aktuellen Annahmen in der Fachliteratur zu erstellen: Unterliegt die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung innerhalb unserer Gesellschaft einer Veränderung? Wenn ja, in welche Richtung? Werden die Unterschiede zwischen dem Arbeitsleben von Frauen und Männern größer oder kleiner? Und wie sehen die möglichen Folgen für Mobilitätsmuster von Frauen und Männern aus?

Die Ergebnisdokumentation des Forschungsprojekts wurde den Salzburger Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Außerdem präsentierte Melanie Herget ihr Forschungsprogramm und die gewonnenen Erkenntnisse am 25. Juni, 19 Uhr, im Lesecafé der Robert-Jungk-Bibliothek. Für die Dauer des Forschungsstipendiums wurde Melanie Herget von ihrem Arbeitgeber Autovision, einem Tochterunternehmen der Volkswagen AG, freigestellt. Die Ergebnisse der Grundlagenanalyse wird sie auch in ihre anwendungsorientierte Forschungsarbeit in Wolfsburg einbringen.

Melanie Herget, Kurzbiographie

Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Autovision, Beratungsdienstleistung für die Abteilung Zukunftsforschung der Volkswagen AG, in Wolfsburg. Hier arbeitet sie im Schwerpunkt „Zukunftsforschung und Inventionsgenerierung“, wobei Gesellschafts- und Techniktrends prognostiziert und daraus zukünftige Anforderungsprofile von VerkehrsteilnehmerInnen abgeleitet werden. Ein zweiter Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der konzeptionellen Begleitung von Ideengenerierungsworkshops sowie Transfer der Ergebnisse in die einzelnen Fachabteilungen.

Geboren 1976 in Wolfenbüttel, Diplomstudium der Umweltwissenschaften an der Universität Lüneburg mit den Schwerpunkten Umweltkommunikation und Umweltinformatik, Abschluss mit der Diplomarbeit „Zukunftsfähiger Unterricht zwischen komplexen Zusammenhängen und klaren Strukturen – am Beispiel von drei Unterrichtsreihen des BLK-Modellprogramms 21“ im Jahr 2002. Ab 2003 Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und an der Universität Göttingen sowie Promotionsstipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Von März 05 bis März 07 wissenschaftliche und wissenschaftsjournalistische Praktika.

 

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Robert-Jungk-Stipendium

Ausschreibung 2009

 

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