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"Eine alternative Geschichte der Zukunft" |
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Abschlusspräsentation in der JBZ am 27.4.2010
Mensch, Fortschritt, Zukunft
Eine alternative Geschichte der Zukunft. Robert Jungks
Gegenentwürfe zum westlichen Umgang mit der Zukunft (von den 50er bis zu den
80er Jahren) Herzlich Willkommen zu einigen Schlaglichtern auf das Forschungsprojekt, an dem ich als Robert-Jungk-Stipendiat nun etwa zweieinhalb Monate hier in Salzburg gearbeitet habe. Standortvorteil dabei waren auch schöne Kulisse, gutes Essen und nette Gespräche mit den Kollegen. Der Standortvorteil für mein Projekt waren die größte Sammlung an gedruckten Quellen im deutschsprachigen Raum und der Nachlass von Robert Jungk. Was ist mein
Forschungsprojekt? Von den beiden Vorgängerprojekten unterscheidet es sich
insofern, dass diese in sich abgeschlossen waren. Mein Projekt gehört zu meiner
historischen Doktorarbeit, die ich an der Universität Hannover einreichen werde.
Ursprünglich war mein Ziel, eine große geistesgeschichtliche Veränderung in den
frühen 70er Jahren – der Übergang der „klassischen Moderne“ zur „reflexiven
oder Postmoderne“ in Dokumenten zu packen zu bekommen. Dafür gibt es
wahrscheinlich wenig, was sich besser eignet als Bilder, Vorstellungen der
Zukunft. Diese können nichts anderes sein als Teil der Gegenwart und gehen
damit natürlich auch den Historiker an. Einmal liegt das daran, dass ich dafür hier die meiste Zeit hatte. Es liegt aber auch daran, dass Robert Jungk der flexibelste der drei war, und mehrmals neue Schwerpunkte gesetzt hat. Seine Hauptbedeutung für meine Arbeit, und um die wird es in der Präsentation vor allem gehen, war die als „Sensor“ für den Zeitgeist. „J’étais toujours au contre-courant“ sagt er in einem Interview in der französischen Zeitschrift l’Exprès. Robert Jungk erkannte den Zeitgeist, und in der Regel schrieb er dagegen an. Robert Jungk ist sicher einer der größten Erzähler von „Gegen“-geschichten der jüngeren Zeitgeschichte. (Vielleicht kriegen wir unter dieser Überschrift eine Tagung hin.) Nachdem ich zunächst einmal seinen Ort in meinem größeren Forschungsprojekt skizziert habe, ist das der Leitfaden der kommenden ca. 30 Minuten: Eine Geschichte des westlichen Umgangs mit der Zukunft von den 50er bis in die frühen 80er Jahre im Licht von Robert Jungks Entwürfen und Äußerungen und zwar sowohl da, wo er gegen, als auch da, wo er innerhalb des Mainstreams steht. Die Präsentation liefert also Schlaglichter auf eine Geschichte westlicher Zukunftsvorstellungen und Schlaglichter auf Robert Jungk. Es beginnt mit dem Bestseller „Die Zukunft hat schon begonnen“, einer langen Reportage über die zukunftsorientiertesten Branchen der USA. Der Titel ist längst ein geflügeltes Wort und steht im „Büchmann“ und wurde oft verwendet. Einer von Niklas Luhmanns wichtigen Aufsätzen zur Theorie der Zeit trägt den Titel „The future cannot begin“. Einige Male wurde mit „Die Zukunft hat schon begonnen“ auch Werbung für neue technische Produkte gemacht, wie Ende der 80er Jahre von Philips. Das Werbebeispiel steht für ein häufiges Verständnis des Titels, ein positives, zukunftsbegeistertes: Eine (schöne) neue Zukunft steht nicht nur bevor, sondern hat schon begonnen. Das ist überhaupt nicht der Inhalt des Buches. Genau das Gegenteil schreibt Oona Horx-Strathern, dass nämlich „Die Zukunft hat schon begonnen“ ein zutiefst pessimistisches Buch sei. Das ist näher dran, aber die gesamte Antithese „pessimistisch-optimistisch“ trägt eigentlich für das Buch nicht. In erster Linie ist es ein kritisches Buch, eine Kritik an der unreflektierten Begeisterung am technischen Fortschritt. Ein recht typisches Beispiel aus einem Bericht über Pilotentest ist das folgende:
Daß der Mensch, wie er aus den Händen seines
Schöpfers hervorgeht, von einem Spezialisten der amerikanischen Luftfahrtmedizin
als eine Art Ausschußprodukt beschrieben wurde, traf mich als Blasphemie. Aber
die jungen Menschen, die hier in San Antonio in sechswöchigen Kursen auf ihr
theoretisches Pilotenexamen vorbereitet werden, kommen nicht einmal auf den
Gedanken, daß ihre Haltung jemandem gotteslästerlich erscheinen könnte. Sie
sind alle mit der festen Überzeugung aufgewachsen, daß es nichts, aber nichts
auf der Welt gebe, was nicht von Menschenhand immer weiter verbessert werden
könnte. […] Hinter dieser Bestimmtheit steht die aus der Erfahrungswelt der
„Patentgadgets“ und Maschinen tausendfach bestätigte Überzeugung: „It can be
done“[1]
Das ist die Kritik, daran, dass alles vom Menschen machbar ist. Das ist der contre-courant. Was ist dann also der Mainstream? (Beispiele: Monsanto House of the future (früh), Bürgle-Bilder später)
Eins der
Hauptthemen, wenn es um Zukunft ging, war also immer das „Wohnen in der
Zukunft“; sehr schnell kam auch noch das Thema „Weltraum“ dazu. Oft wurden die
beiden auch kombiniert, heraus kamen spektakuläre Entwürfe von Städten auf
künstlichen Erdtrabanten, auf dem Mars und natürlich auf dem Mond. Vorgetragen
wurde das Ganze mit großer Sicherheit, hier in einem Auszug aus der Kristall-Serie
„So werden wir leben“ aus dem Jahre 1962: … ein Routineflug vom Raumhafen Erde-Mond zum Marshafen Deimos wird im XXI. Jahrhundert fraglos für den Weltraumpiloten kaum erheblich aufregender sein als heute ein Flug vom Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel nach Idlewild in den Vereinigten Staaten. […] Die stürmische Entwicklung der Raumtechnik wird nach den Plänen der Experten auch in Zukunft die Sensation von heute zur Selbstverständlichkeit von morgen werden lassen: Wenn 1968 die ersten Menschen auf dem Mond landen, sind Kreisbahnflüge wie die von Gagarin und Glenn schon alltägliche Ereignisse. Wenn 1985 die ersten Menschen auf dem Mars umherspazieren, leben schon viele Menschen auf dem Mond. Das ist die unaufhaltsame Entwicklung, wie sie die Wissenschaftler heute voraussehen.[2] Illustriert waren derartige Texte meistens mit eindrucksvollen Bildern [Folien Stadt im Weltraum, Stadt im Meer, Wohntürme]. Aus diesen Zukunftsbildern spricht die Begeisterung an den neuen Möglichkeiten, die sich der Mensch durch die Technik selbst eröffnete. Oftmals machten die Verfasser ihre Technikbegeisterung gleich zur Begründung für ihre Entwürfe – was technisch machbar ist, soll auch getan werden. Und
Zukunftsforschung wird als Teil von alldem gesehen. Wieso ist Robert Jungk dann
Unterstützer davon? Um das zu erklären, hilft ein weiterer Auszug aus „Die
Zukunft hat schon begonnen“, hier aus dem Kapitel „Griff nach der Zukunft“: Sicher ist aber, daß der blinde
Fortschrittsenthusiasmus, mit dem noch vor einem halben Jahrhundert fast jede
neue Entdeckung von Wert lanciert wurde, einer vorsichtigen Haltung Platz
gemacht hat, die stets auch die volkswirtschaftlichen und sozialen
Zukunftswirkungen einer Erfindung in ihre Rechnungen einbezieht. Eine solche
Haltung ist durchaus nicht, wie das meist geschieht, in Bausch und Bogen zu
verurteilen. Erfindungen bringen menschengemachte Erschütterungen mit sich, die
auch von Menschen, wenn möglich, gemildert werden können und sollen.[3] Zukunftsforschung als positiv, im Sinne von Technikfolgenabschätzung – ein Begriff, der im „Spiegel“ übrigens im Jahr 1980 das erste Mal verwendet wurde. Ziel: Zukunftsforschung als Technikfolgenabschätzung, in diesem Zusammenhang Kooperation mit Steinbuch, der Zukunftsforschung als technische Entwicklung, technische Innovation sieht Unterstützt es, gründet 1967 die GfZ mit Steinbuch. Die Gesellschaft für Zukunftsfragen soll Zukunftsforschung in Deutschland fördern und populär machen. Dafür der ganz große Wurf soll die systems 69 werden, ein großer futurologischer Kongress in München, der sich an Entscheider richtet. Ausgerichtet wird er von der GfZ, organisiert von Steinbuch. Was aus diesem großen Wurf wurde, zeigt recht deutlich die große Abschlussdiskussion, nachzusehen auf youtube
konkrete Prognosen sollen her, man soll sich berieseln lassen 1968 wurde aber noch eine andere, noch bekanntere und internationale Institution gegründet, der die Zukunft am Herzen lag: der Club of Rome. In seinem Auftrag entstand am MIT eine Prognose, die einschlagen sollte wie eine Bombe. Eine Gruppe Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Nationalitäten um Dennis Meadows machte dafür zunächst fünf bedeutsame Entwicklungen mit globalen Folgen aus:
Als zweiten Schritt wurden die Beziehungen zwischen den Grundgrößen definiert und die Wechselwirkungen beschrieben. In einem dritten Schritt sammelte die Forschergruppe alle vorhandenen Daten und fütterte damit den Computer. Im März 1972 beendete die Gruppe ihre Arbeit, bei der die Interaktion der fünf Kurven folgendes Fazit ergeben hatte [Club-of-Rome-Folie]: Wenn die Ausbeutung der natürlichen Rohstoffe anhielte, die Industrie ungehemmt wüchse, die Umweltverschmutzung weiterhin zunähme und die Weltbevölkerung expandierte, sei ein Kollaps unvermeidlich. Der Schlussbericht wurde in einen allgemein verständlichen Text von 160 Seiten zusammengefasst, der bis heute über zwölf Millionen Mal verkauft wurde. Sein Titel war so prägnant wie der Inhalt: The Limits to Growth – Die Grenzen des Wachstums. Genauso bekannt ist die zugehörige Graphik. Mit seiner Kritik an technischem Fortschritt und Plan- und Machbarkeitsglaube und der Forderung nach „Nullwachstum“ mit denen er für den Beginn der „No-future-Stimmung“ der 70er Jahre steht, läutet auch der Club-of-Rome-Bericht das Ende der technischen Fortschrittsbegeisterung ein – dabei wäre er nur durch technischen Fortschritt und dessen Basis, das quantifizierende Denken, möglich gewesen. Die komplizierten Berechnungen hatten Computer ausgeführt, die geradezu Ikonen der neuen Zeit waren: Weil sie neu und kompliziert waren, weil sie fürs Kalkulieren viel geeigneter waren als der Mensch: sie rechneten schneller, und sie waren unparteiisch und unvoreingenommen. (Auch das sind Argumente der 70er Jahre[4].) Zugrunde lag dem Bericht an den Club of Rome also das gleiche Denken wie optimistischeren und in der Regel US-amerikanischen Prognosen der 60er Jahre: im Rahmen einer „Vermessung der Welt“ auch die Zukunft ausrechnen zu können! Der Bericht hatte zwei entscheidende Folgen: 1) Durch die große Diskussion um die Prognose und weil die Prognose den optimistischen Kahn-Ausgaben der 60er Jahre widersprochen hat: Neutralisierung der Expertise durch die jeweilige Gegenexpertise 2) Negatives, auch kritisches Bild der Zukunft, das dann in der Gesamtbevölkerung voll durchschlägt, sobald der Ölpreisschock in der BRD für leere Autobahnen sorgt (Allensbach-Folie) Dazu passt auch die Konjunktur des Begriffs „Futurologie“. Ende des Fortschrittsglaubens, Ende des großes Interesses und der großen Hoffnungen auf die Futurologie Diese Enttäuschung gilt aber nicht nur für die Zukunftsforschung, sondern auch für die Zukunftsgestaltung, die Planung. Drei Beispiele aus der Stadtplanung, dem Städtebau: So hatten die Stadtentwürfe der 60er Jahre in Büchern für Jugendliche ausgesehen (Folie Bürgle), so auf Architektenkongressen (Folie Kikutake) und das wurde tatsächlich gebaut (Folie Märkisches Viertel). Dazu schreibt Robert Jungk: „Kommen Sie mal in meine
Küche“, sagte die Hausfrau, die aus einer verschlissenen, aber ziemlich
geräumigen und gemütlichen Altbauwohnung unweit des Zentrums in ein paar
glatte, enge Wohnzellen am äußersten Stadtrand ‚umgesetzt’ worden war. „Das
kann doch nur ein Mann geplant haben. Jede spätere Benutzerin hätte schon
vorher gewußt, daß man in einer solchen Sardinenbüchse nicht arbeiten kann.
Aber uns fragt vorher ja niemand.“[5] „Solche Beschwerden hört man landauf, landab“, schreibt Jungk dazu. Die Menschen sind unzufrieden damit, wie sie und ihr Leben „verplant“ werden und sie sind unzufrieden mit den Ergebnissen. Wer plant, das ist ein kleiner Kreis von „Fachleuten und Auftraggebern“. Weiter Robert Jungk: Diese langfristige Planung,
die die Lebensbedingungen für zehn, zwanzig und noch mehr Jahre im voraus
festlegt, ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt worden. Sie blieb die
Domäne einer einflußreichen, zahlenmäßig kleinen Elite, die auf diese Weise die
Zukunft so zu gestalten versucht, wie sie ihren Wertvorstellungen und
Interessen entspricht. Eine wirkungsvolle Kontrolle dieser wenigen
‚Schicksalsmacher’ gibt es bisher nicht.[6] Das Kapitel, aus dem ich zitiert habe, heißt „Eine Lücke im demokratischen System“ und woraus es ist, ist einigen sicher auch bekannt: Es ist das erste Kapitel der „Zukunftswerkstätten“ von Jungk und Müllert, danach wird das Instrument „Zukunftswerkstatt“ vorgestellt. Dazu ganz kurz: Das Grundmodell besteht aus drei Phasen: Der Kritikphase: Was ist bzw. was wird vermutlich unerwünscht? Dann der Utopiephase: Was wäre das Ideal? Und als drittes die Umsetzungsphase: Wie kommt man vom unerwünschten Ist am besten zum erwünschten Soll, was ist dafür zu tun? Alle sollen sich beteiligen, alle zu Wort kommen, Stichwort: „Betroffene zu Beteiligten machen“. Worum es mir vor allem geht, ist für die Zukunftswerkstatt an ihre historischen Ort zu stellen: Die Zukunftswerkstatt ist von daher so interessant, weil sie mehrere Aspekte in Robert Jungks dann schon jahrzehntealten Überlegungen zusammenführt: Der wichtigste Aspekt ist der des Handelns, der Aktivität. Daher habe ich bei den Beispielen aus „Die Zukunft hat schon begonnen“ die Antithese „Optimismus-Pessimismus“ vermieden und es stattdessen ein „kritisches Buch“ genannt. Optimismus und Pessimismus haben eher einen passiven Beigeschmack, sie stehen für Haltungen. Kritik ist in der Zukunftswerkstatt aber keineswegs eine Haltung, es ist eine Handlungsmotivation. Kritik ist der erste Schritt, dann geht es weiter. Ähnliches gilt für den zweiten Redner auf der Systems 69: Er hat wenig Zeit und will nicht Diskussionen hören, sondern er will Prognosen hören – auch wieder eine passive, eine Konsumentenhaltung. Der zweite Punkt ist: Es geht alle an. Nicht nur Experten sollen unter sich, sondern verschiedenste Leute sollen in gemischten Kreisen zusammenkommen. Daher Jungks Replik auf den ersten der Systems-Kommentatoren aus dem Publikum: Die Spezialisierung, die Arbeitsteilung ist nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems. Eine andere Jungksche Initiative zur Überwindung des Expertentums waren seine Lehrveranstaltungen an der TU Berlin. Dort trat er als fakultätsunabhängiger „horizontaler Professor“ auf und hielt Lehrveranstaltungen für Studenten verschiedenster Fächer. Der dritte Punkt hängt eng mit dem zweiten zusammen oder ist noch eine Steigerung davon: Nicht nur der Experte außerhalb seiner gewohnten Kreise, sondern wirklich jeder kann ein Zukunftsdenker und Zukunftsgestalter sein. Zu diesem Aspekt passt Jungks Buch „Der Jahrtausendmensch“, das ursprünglich „Projekt Jedermann“ hätte heißen sollen. Darin beschreibt Jungk das Ideal des flexiblen, lebenslang lernenden Menschen – fast könnte man sagen: den postmodernen Menschen. Diese Form der aktiven Zukunftsaneignung muss geradezu zwangsläufig in Zukunftshandeln und politische Aktivität übergehen. Schon in den frühen 60er Jahren hatte Jungk an Friedensdemonstrationen teilgenommen, spätestens seit der Veröffentlichung von „Der Atomstaat“ 1977 wird es sein Handlungsschwerpunkt, der in politische Aktivität bei den „Grünen“ übergeht, deren Schlusspunkt Jungks Kandidatur fürs Amt des Bundespräsidenten ist. Dazu aber hier nichts mehr. Damit zum Fazit: Ich habe ziemlich kurz Robert Jungks Aktivität als Zukunftsdenker, als Agitator für die Zukunft in ihrem historischen Kontext skizziert, die sich grob in vier Phasen einteilen lässt:
Auch wenn diese Einteilung schlüssig ist, gibt es kaum radikale Brüche oder Kehrtwendungen. Eher sind es Akzentverschiebungen oder die Betonung neuer Aspekte, die schon früher da sind: Schon in „Die Zukunft hat schon begonnen“ lassen sich Beispiele dafür finden, wie wichtig Jungk der Mensch als Individuum ist. Dass Jungk mehrere Male originell genug ist, etwas Neues zu bringen, das (mit Ausnahmen) dem bisherigen keineswegs widerspricht und sein guter Riecher für Entwicklungstendenzen (die spätestens ab 1982 Trends genannt werden) ist der Schlüssel für seinen langen publizistischen Erfolg, der gar nicht so selbstverständlich ist: Folie Futurologie Robert Jungk wird ja viel länger gelesen oder gehört als im Abschnitt der Futurologiebegeisterung, und er wird bis zum Schluss in der Presse häufig mit dem Etikett „Zukunftsforscher“ versehen. Vieles von dem, was Robert Jungk vertreten hat, ist heute zum Gemeinplatz geworden: die Betonung der Zukunft – Zukunft wird aus Ideen gemacht – die des Einzelnen – Du bist Deutschland! – und die z.B. lebenslangen Lernens sowieso. Die Frage, was Robert Jungk uns heute sagen kann, wird dadurch leider ganz schwierig zu beantworten. [1] Zukunft hat schon begonnen, TB 1990, S. 57-58. [2] Clemens Papendieck: So werden wir leben, Teil III. In: Kristall 9 (1962), S. 49-50. [3] (Kapitel „Griff nach der Zukunft“, S. 295, Originalausgabe) [4] „Dort, wo am meisten entschieden wird, da ist unsere konservative Moral fehl am Platz. Zur Lösung unserer zukünftigen Probleme brauchen wir eine ganz andere Moral: Eine unglorifizierte Alltagsmoral, operational definiert und operational benutzt, so konstruiert, daß sie sogar dort verwendet werden kann, wo in Zukunft die meisten Entscheidungen fallen werden: im Computer.“ (Karl Steinbuch: Mensch-Technik-Zukunft: Probleme von morgen. Stuttgart: Rowohlt 1973, urspr. 1971, S. 18) [5] Jungk/Müllert: Zukunftswerkstätten S. 15. [6] Jungk/Müllert: Zukunftswerkstätten S. 16. |
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Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen |
Robert-Jungk-Platz 1 | 5020 Salzburg | T 0043.662.873 206 | E: jungk-bibliothek@salzburg.at |
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