Robert-Jungk-Stipendium

 

Foto: W. Spielmann, JBZ

Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung

In Erinnerung an den Zukunftsforscher Robert Jungk vergibt die Stadt Salzburg ab 2008 jährlich das „Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung“.

Bürgermeister Heinz Schaden: „Die weitere Stärkung Salzburgs als Wissenschafts- und Forschungsstandort ist erklärtes Ziel. Mit dem neuen Forschungsstipendium im Gedenken an und im Geist von Robert Jungk wird das „Scientist in Residence“-Programm der Stadt durch einen Schwerpunkt in klar definierter Richtung erweitert.“

 

Basis und Kriterien für das Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung

Wesentliche Grundlage des Stipendiums bildet eine „Erbschaft mit Auftrag“: Herr Ferdinand Tobias vermachte der Stadt Salzburg eine Kleinwohnung in Salzburg-Riedenburg mit der Auflage, sie für kulturelle Zwecke zu nutzen. Im Jahr 2006 investierte die Stadt rund 25.000 Euro in die Generalsanierung der Wohnung, sowie in Einrichtung und Ausstattung inklusive Mobiltelefon und WLAN-Internetzugang.

Seit 2007 steht die Garconniere samt ausgezeichneter Infrastruktur im Sinne des Erblassers als Aufenthalts- und Arbeitsort für WissenschafterInnen und LiteratInnen zur Verfügung. Im laufenden Jahr werden insgesamt fünf kunstwissenschaftliche bzw. wissenschaftliche Residences geboten, zudem konnte im Frühjahr der Autor Stefan Weidner als H.C.-Artmann-Stipendiat die Wohnung Tobias nutzen. Die Vergabe erfolgt in enger Kooperation der städtischen Kulturabteilung mit der Paris Lodron Universität Salzburg, dem Literaturhaus Salzburg und der Robert-Jungk-Stiftung.

Die Jury zur Vergabe des ersten Robert-Jungk-Stipendiums bestand aus dem Kuratorium der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ). Die Ausschreibung des Stipendiums erfolgt jährlich und richtet sich an Personen, die in der Zukunftsforschung oder anderen zukunftsrelevanten Forschungsbereichen wissenschaftlich tätig sind. Neben zweimonatigem Aufenthalt und Taggeld werden Arbeitsmöglichkeiten in der JBZ und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in Salzburg geboten.

Grundlagenforschung im Geiste von Robert Jungk

Als Autor, Wissenschaftsjournalist und Zukunftsforscher hat Robert Jungk (geboren 1913 in Berlin, verstorben 1994 in Salzburg) ein umfangreiches geistiges Vermächtnis hinterlassen. Seine Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen wie auch ökologischen Fragen der Zukunft und seine Vorschläge zu deren nachhaltiger Lösung bleiben nicht nur in seinen zahlreichen Publikationen dokumentiert, sondern werden in der von ihm 1986 in Salzburg begründeten Robert-Jungk-Stiftung/Internationale Bibliothek für Zukunftsfragen weiter geführt und in internationalen Kontext getragen.

Im Fokus der Tätigkeiten der JBZ als Informations- und Dialogzentrum für nachhaltige Zukunftsgestaltung bleibt der Leitgedanke Jungks: Zukunft ist ein partizipativer Prozess – und jeder Mensch ein potentieller Experte für Zukunftsfragen. Der Gedanke „Betroffene zu Beteiligten zu machen“ liegt auch der von Jungk initiierten und vom JBZ weitergeführten Methode der Zukunftswerkstatt zugrunde, in denen Menschen gemeinsam konkrete Problemlösungen im Hinblick auf die mögliche und vor allem gewünschte Gestaltung von Zukunft erarbeiten. Neben der Moderation von Zukunftswerkstätten umfassen die Arbeitsfelder der JBZ den Betrieb der Bibliothek mit mehr als 14.000 Titeln, etwa 200 Zeitschriften und der eigenen vierteljährlichen Publikation „pro zukunft“, die Erstellung von Expertisen und Studien, sowie die Durchführung von Recherchen und Veranstaltungen.

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Stipendiatin 2008

Ausschreibung 2009

 

 

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