Veranstaltungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausverkauf der Zeit

Do. 12. November 2009 | 16 – 18 Uhr

Ort: Universität Salzburg, Universitätsplatz 1, HS 101

Im Rahmen der Entwicklungspolitischen Hochschulwochen

 

Weitere Infos: 0662/827813; office@suedwindsalzburg.at

Das Paradox, das wir heute erleben ist, dass wir in derselben Zeit immer mehr erledigen, aber dass diese Zeit dadurch weder intensiver erlebt werden kann, noch mehr Muße gestattet. Ganz im Gegenteil: Zeitsparende Maschinen oder zugekaufte Dienstleistungen verschaffen keinen Zeitbesitz oder Zeitüberfluss, sondern „fressen“ ebenfalls Zeit, weil sie bezahlt werden müssen. Die Reallöhne sinken, obwohl die Arbeitseffektivität steigt und das Bruttoinlandsprodukt wächst. So dient die „gesparte Zeit“ nur der weiteren Beschleunigung einer Produktion, die doch nicht herstellen kann, was sie verbraucht.

Gabriele Sorgo, Universitätsdozentin für Kulturgeschichte an der Universität Wien. Habilitation 2006 über die historisch- anthropologischen Grundlagen der europäischen Konsumgesellschaft, seit 2009 Senior Lecturer am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Graz. Arbeitsschwerpunkte: Konsumanthropologie, Rituale des Konsumierens und Essens, christliche Askese und Erotik, Körpergeschichte.

 

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