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Top Ten der Zukunftsliteratur 2007 |
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Empfohlen von der Robert-Jungk-Bibliothek
für Zukunftsfragen (JBZ) Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg
dokumentiert aktuelle Zukunftsliteratur vornehmlich des deutschen Sprachraums
und stellt diese in ihrer Zeitschrift
pro ZUKUNFT vor. An die 200 aktuelle Titel werden jährlich
analysiert und bewertet. Mit den Top Ten der
Zukunftsliteratur hebt das aus Alfred Auer, Hans Holzinger und
Walter Spielmann bestehende JBZ-Team „zehn
wichtigste Neuerscheinungen“ des Jahres, die „gesellschaftliche
Entwicklungen kritisch reflektieren und neue Zukunftsperspektiven eröffnen“,
besonders hervor. Die Top Ten der
Zukunftsliteratur werden nach fünf Kriterien bewertet: 1. Gesellschaftliche
Brisanz (Aktualität, Dringlichkeit), 2. Innovation (neue Ansätze,
Originalität) 3. Lösungsansätze (konkrete Handlungsvorschläge,
Beispiele), 4. Fakten (wichtige Daten) sowie 5. Lesefreundlichkeit
(Zugang für breiteres Publikum, Lesevergnügen). Die für 2007 ausgewählten
Bücher beziehen sich auf die Themen Globale Steuerung, Nachhaltigkeit, Zukunft
der Städte, Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe, Zukunftsforschung,
Migration, Wachstumskritik sowie zivilgesellschaftliches Engagement von
BürgerInnen: ·
Franz Josef Radermacher, Bert
Beyers: Welt mit Zukunft. Überleben im
21. Jahrhundert (Hamburg, Murmann) ·
Jill Jäger: Was verträgt die Erde noch? Wege in die
Nachhaltigkeit. (Frankfurt, Fischer) ·
Worldwatch Institute: Der Planet der Städte. Zur Lage der Welt
(Münster, Westfälisches Dampfboot) ·
George Monbiot: Hitze. Wie wir verhindern, dass sich die Erde
weiter aufheizt und unbewohnbar wird. (München, Riemann) ·
Peter Zellmann: Die Zukunftsfallen. Wo sie sich verbergen. Wie
wir sie umgehen. (Wien, Österreichische Verlagsanstalt) ·
Bernhard von Mutius: Kopf oder Zahl? Gewinnen oder verspielen wir
unsere Zukunft? (Stuttgart, Klett-Cotta) ·
Ulrich Beck (Hrsg.): Global Generation. Ein Crashkurs. (München,
Beck) ·
Sven Rudolph (Hrsg): Wachstum, Wachstum über alles? Ein ökonomisches
Leitbild auf dem Prüfstand von Umwelt und Gerechtigkeit. (Marburg,
Metropolis) ·
Andrea Baier, Christa Müller,
Karin Werner: Wovon Menschen leben.
Arbeit, Engagement und Muße jenseits des Marktes. (München, ökom) ·
Joanna Stefanska, Wolfgang
Hafenmayer: Die Zukunftsmacher. Eine
Reise zu Menschen, die die Welt verändern. (München, ökom) Tipp 1: Das
große Leitwort der gegenwärtigen Debatten lautet Nachhaltigkeit. Der
Zukunftsforscher Franz Josef Radermacher und der Journalist Bert
Beyers beschreiben in „Welt mit Zukunft“ in
diesem Sinne den Wendepunkt des
„Superorganismus Menschheit“ an den Grenzen der Steuerbarkeit. Nur weltweite
Kooperation etwa im Rahmen eines Global Marshall Plans könne Abhilfe
schaffen, so ihre Grundthese. Tipp 2: Jill Jäger
vom Sustainable European Research Institute in Wien eröffnete eine
12-bändige Reihe des deutschen „Forum für Verantwortung“, die
Zukunftsherausforderungen des 21. Jahrhunderts in gut verständlicher Form
darlegt. Die Nachhaltigkeitsforscherin beantwortet uns die Frage „Was verträgt unsere Erde noch?“ und
verweist auf Lebensstile jenseits des Konsumrausches. Tipp 3: 2007
leben erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Das Worldwatch
Institute zeigt in „Planet der Städte“ auf, welche Herausforderungen, aber auch
Zukunftspotenziale in der Urbanität liegen. Tipp 4: Klima
ist das zentrale (Medien)-Thema des Jahres 2007. Aus den zahlreichen Büchern
dazu ragt der Titel „Hitze“ von
George Monbiot durch seine nüchterne Radikalität heraus. Der
britische Journalist des „Guardian“ sieht eine Chance zur Umkehr nur im Mut
der Politik, uns einschneidende Einschränkungen aufzuerlegen. Tipp 5: Zwei Titel wurden aus der Zukunftsforschung
ausgewählt. Peter Zellmann verweist - mit Österreichbezug - in „Die Zukunftsfallen“ auf Tücken öffentlicher
Auseinandersetzungen über die Zukunft wie etwa die „Wachstumshörigkeit“ oder
die „Alternde Gesellschaft“, die uns den Blick auf Neues trüben. Tipp 6: Zu einem „anderen Denken“ jenseits einer in Zahlen und Bilanzen gegossenen
Illusion der materiellen Wohlstandsmehrung sowie der sich breitmachenden
Trivialisierung des Alltags ermuntert auch Bernhard von Mutius in „Kopf oder Zahl?“ Tipp 7: Migration als
Zukunftschance in der Weltgesellschaft von heute wahrzunehmen und sich zu verabschieden
von der nationalistisch geprägten „Nabelschau-Demografie“ ist das Plädoyer
der von Ulrich Beck zusammengestellten Beiträge zum Thema „Global Generation“. Tipp 8: Dass auch in den
Wirtschaftswissenschaften neue Sichtweisen und Parameter der Messung von
Wohlstand gefragt sind, macht der vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland herausgegebene Band „Wachstum,
Wachstum über alles?“ deutlich. Tipp 9: Die beiden letzten
ausgewählten Titel stellen Menschen in den Mittelpunkt. Andrea
Baier, Christa Müller und Karin Werner zeigen anhand von 25 Porträts
deutscher BürgerInnen, wie diese Lebenssinn finden in sozialem oder
politischem Engagement jenseits von Markt und Konsum. Dokumentiert sind sie
in dem Buch mit DVD „Wovon Menschen leben“. Tipp 10: Und das Schweizer Jungautorenduo Joanna
Stefanska und Wolfgang Hafenmeyer hat sich auf die Reise gemacht, um Menschen
aus allen Kontinenten vorzustellen, die sich für mehr Gerechtigkeit und
Nachhaltigkeit in der Welt engagieren. Ihr Buch „Die
Zukunftsmacher“ zeigt, was Menschen bewegen können! Die Punktebewertung
sowie ausführliche Besprechungen der Top Ten der
Zukunftsliteratur 2007 finden Sie
hier.
Die prämierten Bücher und mehr als
14.000 weitere Titel stehen in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
für Interessierte bereit.
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Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen |
Robert-Jungk-Platz 1 | 5020 Salzburg | T 0043.662.873 206 | E: jungk-bibliothek@salzburg.at |
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