Weitere Neuzugänge 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

Demografie

Energie

Gesellschaft

 

Konsum

Kunst - Kultur

Migration

Mobilität

Nachhaltigkeit

Partizipation - Politik

Wissenschaft - Forschung

 

 

Demografie

 

Altern in Gesellschaft. Ageing – Diversity – Inclusion. Hrsg. v. Ursula Pasero … Wiesbaden: VS Verl. f. Sozialwiss., 2007. 390 S., € 39,90 [D], 41,10 [A], sFr 55,90, ISBN 978-3-531-15088-8

Eine zunehmend in Mode gekommene differenzielle Alternsforschung beschäftigt sich aus multidisziplinärer Perspektive mit Chancen und Potentialen der Alternden Gesellschaft. Entgegen den in der öffentlichen Diskussion meist negativen Vorstellungen und Erwartungen erfährt hier dieser Strukturwandel eine positive Deutung sowohl in ökonomischer Hinsicht als Marktchance als auch im Sinne des aktiven Alterns, der Diskussion von Lebensstilen oder als Aspekt generativer Solidarität.

Alter

 

Deutsch, Dorette: Lebensträume kennen kein Alter. Neue Ideen für das Zusammenwohnen in der Zukunft. Frankfurt/M. S. Fischer, 2007. 174 S., € 14,90 [D], 15,40 [A], sFr 25,90, ISBN 978-3-8105-0452-4

Die Autorin machte sich auf die Suche nach neuen Wohnprojekten, in denen Jung und Alt zusammenleben. Diese generationenübergreifenden neuen Wohnprojekte ermöglichen alten Menschen ein Leben jenseits des Altenheims. Der Blick gilt aber auch Wohnprojekten in anderen europäischen Ländern, etwa die Wiener Sargfabrik auf dem Gelände der „größten Sargfabrik der Donaumonarchie“, die seit dem Jahr 2000 ein gelungenes Experiment ,,eine gebaute Utopie in der urbanen Welt“ darstellt mit Wohneinheiten, Seminaren, Veranstaltungen, Spielplatz und Gemeinschaftshöfen.

Wohnprojekte: Generationen

 

Demographisierung des Gesellschaftlichen. Analysen und Debatten zur demographischen Zukunft Deutschlands. Hrsg. v. Eva Barlösius … Wiesbaden: VS Verl. f. Sozialwiss., 2007. 250 S., € 24,90 [D],

25,60 [A], sFr 43,30, ISBN 978-3-531-15094-9

Die Demografisierung des Gesellschaftlichen, an anderer Stelle (siehe PZ 4/07) wortreich kritisiert, ist auch Thema dieses Bandes, der explizit nach den Chancen des Wandels fragt. Zahlreiche Vorschläge in diesem Sammelband gehen darauf ein, wie die Systeme der sozialen Sicherung, die Arbeitsmärkte und Bildungsangebote umzugestalten sind, um sie an die veränderte Altersstruktur anzupassen. Schließlich gilt der Blick auch strukturschwachen Regionen und der schwierigen Herausforderung, die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie in Deutschland zu verbessern.

Demografie

 

Energie
 

Sichere Energie im 21. Jahrhundert. Hrsg. v. Jürgen Petermann. Hamburg: Hoffmann und Campe, 2006. 405 S. € 25,- [D], 26,75 [A], sFr 43,75, ISBN 978-3-455-09554-8
Namhafte Experten und Fachjournalisten thematisieren in diesem attraktiv gestalteten Band alle möglichen Aspekte der Energieversorgung – von den fossilen Energiereserven, den Potenzialen der Effizienzsteigerungen, den Chancen erneuerbarer Energieträger über die Grenzen der Nuklearoption bis hin zu den Risiken des Klimawandels und der Versorgungsgefährdung. Farbige Grafiken und Bilder veranschaulichen die gut verständlich geschriebenen Reportagen.
Energie: Zukunft


Updating International Nuclear Law. Hrsg. V. Heinz Stockinger u. a. Wien: Neuer Wissenschaftlicher Verl., 2007. 509 S. € 36,30 [D], 38,80 [A], sFr 63,45, ISBN 978-3-7083-0449-6
Der Band dokumentiert die Beiträge einer 2005 in Salzburg abgehaltenen Konferenz über die Gefahren der Atomenergienutzung sowie der rechtlichen Bestrebungen weltweit, die BürgerInnen davor zu schützen, etwa durch das Inkrafttreten des Vorsorgeprinzips oder der Haftungsverantwortung der Kraftwerksbetreiber. Beschrieben werden u. a. Untersuchungen über Gesundheitsfolgen von atomarer Strahlung sowie einschlägige Gerichtsverfahren, das Ringen um einheitliche Umweltstandards im Kontext nuklearer Aktivitäten sowie entsprechender Haftungen. Unter den 25 Beiträgen finden sich auch der Vorschlag einer „Solar Road Map“ von Hermann Scheer, die Umwandlung von EURATOM in EURENEW (Hans-Jochen Fell) sowie zusammenfassende Schlussfolgerungen des Völkerrechtsexperten Michael Geistlinger.
Atomrecht


Wehnert, Timon u.a.: European Energy Futures 2030. Technology and Social Visions from the European Energy Delphi Survey.
Heidelberg: Springer, 2007. 231 S. € 85,55 [D], 91,50 [A], sFr 149,70, ISBN 978-3-540-69164-8
670 internationale Expertinnen und Experten beteiligten sich an der Umfrage „European Energy Delphi", die unter Federführung des IZT in Berlin durchgeführt wurde. Das markanteste der in der vorliegenden Publikation dokumentierten Ergebnisse: die größten technischen Potenziale werden in der Steigerung der Energieeffizienz gesehen, die nicht nur in ökologischer, sondern auch in wirtschaftlicher und sozialer Perspektive punktet.
Europa: Energie

 

Gesellschaft

 

Radisch, Iris: Die Schule der Frauen. Wie wir die Familie neu erfinden. München: DVA, 2007 (2. Aufl.). 187 S., € 14,95 [D], 15,40 [A], sFr 26,-,  ISBN 978-3-421-04258-3

In diesem streitbaren und auch umstrittenen Buch setzt sich die prominente ZEIT-Autorin und Literaturkritikerin mit den Schattenseiten „unseres Frauenlebens“, „einem der lebenswertesten seit Frauengedenken auseinander“ (S. 11). Engagiert formulierend, erteilt Radisch der „Heldenfamie“(Mutti kocht, Vati arbeitet“ eine Absage, um „das Leben neu zu erfinden“. Ziel müsse es sein, neue soziale und familiäre Verbindlichkeiten zu begründen und eine Form des Miteinanders zu kreieren, „in der Liebe, Arbeit und Kinder sich nicht länger ausschließen“ (S. 187).

Familie

 

 

Vianello, Mino; Caramazza, Elena: Gender, Raum und Macht. Auf dem Weg zu einer postmaskulinen Gesellschaft. Ein Essay. Opladen (u. a.) Verlag B. Budrich, 2007. 135 S., € 14,90 [D], 25,30 [A], sFr 25,90,

 ISBN 978-3-86649-059-8

Das Autorenteam, ein Soziologe und eine Kinderärztin, führt in seinem viel beachteten Essay die These aus, dass der Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Psyche auf den Mangel der Gebärfähigkeit des „starken Geschlechts“ zurückzuführen sei. Dieses habe den Mangel durch die Erfindung der Jagd zu kompensieren versucht. Während das Denken der Männer von Strategie und Machtstreben geprägt sei, sind Frauen kommunikativ ausgerichtet. Die Ausprägung dieser evolutionären Differenz als „Raumvorstellung“ wird im ersten Teil der Arbeit an den Parametern „Prestige und Gewalt“, „Religion – Destruktivität – Territorium“, an „Denken, Geschlecht und Sexualität“ sowie an „Geometrie und Recht“ abgehandelt. In der Familie sehen die Autoren, darauf aufbauend, die „politische Zelle für eine neue Grundlage des öffentlichen Lebens“, das – so die Zukunftsvision – zu Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie zur Überwindung des Kapitalismus führen werde. Im zweiten Abschnitt werden neue Sichtweisen für die Sozialwissenschaften im weitesten Sinn, von der Politologie über die Ökonomie bis hin zur Sozialethik abgeleitet.

Gender: Gleichberechtigung

 

Konsum

 

Ambivalenzen des Konsums und der werblichen Kommunikation. Hrsg. v. Michael Jäckel.Wiesbaden: VS Verl. f. Sozialwiss., 2007. 277 S. (Konsumsoziologie und Massenkultur) € 34,90 [D], 35,90 [A], sFr 60,70

ISBN 978-3-531-15272-1

Das Schwanken zwischen Zustimmung und Ablehnung, die Wertschätzung von Wohlstandsgütern bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber ihrer permanenten Zurschaustellung und Bewerbung, die Begeisterung für Marken trotz des Wissens um unehrliche Kosten, all das verweist auf die Ambivalenzen des Konsums, die eben nicht nur die zwei Seiten gut und böse zum Inhalt hat.

Konsum

 

Politik mit dem Einkaufswagen. Unternehmen und Konsumenten als Bürger in der globalen Mediengesellschaft. Hrsg. v. Sigrid Baringhorst u.a. Bielefeld: transcript, 2007. 391 S., € 28,80 [D], 29,60 [A], sFr 51,40

ISBN 978-3-89942-648-9
Die Forschung widmet sich verstärkt den Ausdrucksformen und Wirkungen bewussten bzw. kritischen Konsums. Die Beiträge dieses Bandes  thematisieren u. a. das Verhältnis von Verbraucheröffentlichkeit und Bürgerschaft, die Wirkung von Protestkampagnen, die zukünftige Rolle von Unternehmen als „kollektive Weltbürger“, die Bedeutung von Unternehmenskommunikation als „Stakeholder“-Dialog, das Für und Wider von CSR oder die Erfolgsgeschichte von „Fairtrade als subpolitisches Konzept.“

Konsum: Politik

 

Kunst - Kultur

 

Hanning, Lars: Ökologische Ästhetik. Theorietische Kunstbetrachtung aus materialistisch-konstruktivistischer Sicht. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2007. 422 S., € 29,90 [D],

30,80 [A], sFr 52,-, ISBN 978-3-8260-3512-8

Der hier entwickelte Ansatz einer Ökogischen Ästhetik begreift Kunst „als ein natürliches Verhalten, dass in der körperlichen Verfasstheit und natürlichen wie sozialen Situiertheit des Menschen implementiert ist: nie sind wir ursprünglicher, nie lebendiger als in der Kunst …“, so des Autors These, hier vorliegende Dissertation  dessen hier vorliegende, vieles vereint, was der Gattung in (überwiegend gutem Sinne) eignet: ein interessanter Ansatz, ausufernde theoretische Überlegungen und ein hoher (vielleicht auch überhöhter?) Anspruch, sich in einem „Tractatus aestetico philosophicus“ manifestiert. Durchaus empfehlenswert.

Ästhetik: ökologische

 

Menninghaus, Wilhelm: Das Versprechen der Schönheit. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 2007. 386 S. (stw 1816) € 24,90 [D], 25,60 [A], sFr 34,90,  ISBN 978-3-518-29416-1

Ist Schönheit evolutionsbiologisch als Effekt und Medium sexueller Strategien entstanden? Sind Kunst und Mode kulturelle Erben sexueller Werbungsmechanismen? Der Autor, Literaturwissenschaftler an der FU Berlin, beschäftigt sich in diesem Werk umfassend mit dem „Versprechen“, mit Glanz und Elend der Schönheit. Ausgehend von dem Mythos des Adonis, wird Evolution im Sinne Darwins als „ästhetische Selektion“ und die „Kulturalität der Schönheit“ (nach Freud) ebenso erörtert wie der Zusammenhang von sexueller „Wahl“ und Ästhetik. Dass auch und vor allem im Kontext der Schönheit „das Sein das Bewusstsein“ bestimmt, ist eine zentrale These von Menninghaus, die er überzeugend vor allem an den seltsamen Auswüchsen der „Schönheitsarbeit“ der Gegenwart verifiziert. Dass Schönheit ob ihrer Vergänglichkeit immer auch mit Trauerarbeit verbunden ist, wird im abschließenden Kapitel dargelegt.

Schönheit

 

Migration

 

Jugend, Zugehörigkeit und Migration. Subjektpositionierung im Kontext von Jugendkultur, Ethnizitäts- und Geschlechterkonstruktionen. Hrsg. v. Christine Riegel … Wiesbaden: VS Verl. f. Sozialwiss., 2007. 349 S.,

€ 39,90 [D], 41,10 [A], sFr 69,40

ISBN 978-3-531-15251-6

Konfrontiert mit vorherrschenden Gender- und Ethnizitätszuschreibungen ist es für Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders schwierig, ihren Platz im transkulturellen und lokalen Raum zu finden und Ambivalenzen im Umgang mit Vorurteilen zu diskutieren. Die Beiträge dieses Bandes beschäftigen sich deshalb mit Orientierungs- und Handlungsformen von Jugendlichen in biografischen und jugendkulturellen Zusammenhängen.

Jugend: Migration

 

Jugend, Partizipation und Migration. Orientierungen im Kontext von Integration und Ausgrenzung. Hrsg. v. Thomas Geisen … Wiesbaden: VS Verl. f. Sozialwiss., 2007. 348 S., € 30,90 [D],

31,80 [A], sFr 53,80, ISBN 978-3-531-15252-3

Auch in diesem Band des VS-Verlages geht es um Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren subjektive Orientierungen bzw. Zukunftsperspektiven. Besonders thematisiert werden die Chancen und Schwierigkeiten sozialer Partizipation von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft vor dem Hintergrund verschiedenster Zuordnungen und Vorurteile.

Jugend: Migration

 

Zoll, Katharina: Stabile Gemeinschaften. Transnationale Familien in der Weltgesellschaft. Bielefeld: transcript-Verl., 2007. 242 S., € 25,80 [D], 26,60 [A], sFr 44,90, ISBN 978-3-89942-670-0

Die sich in Zeiten der Globalisierung verändernden sozialräumlichen Beziehungen und grenzüberschreitenden Interaktionsformen bestimmen den Alltag von immer mehr Menschen und ihren Familien. Die Autorin leitet aus ihren Untersuchungen die Erkenntnisse ab, das transnationale Familien sowohl Symptom als auch Agenten von Weltgesellschaft im Kleinen sind. Dies wiederum sollte Auswirkungen auf die Migrationsforschung in Deutschland haben, die zunehmend davon ausgehen müsste, „das der Wechsel zwischen kulturellen Machtcontainern nicht gleichbedeutend ist mit dem Verbindungsabbruch zur Vergangenheit“.

Familien: Migration

   

Mobilität

 

Danielli, Giovanni; Maibach, Markus: Schweizerische Verkehrspolitik. Zürich u. a.: Rüegger, 2006. 161 S. (Kompaktwissen CH; Bd. 4), € 14,10 [D], 15,- [A], sFr 22,00, ISBN 978-3-7253-0864-4-3

Der Mitarbeiter der Hochschule für Wirtschaft Luzern skizziert in drei Abschnitten („Historische Entwicklung“, „Verkehr heute“, „Probleme und Perspektiven“) die Entwicklung des Verkehrs in der Schweiz. Er zeigt die „Kehrseiten der Mobilität“ auf und wagt Zukunftsprognosen. Der Verkehr werde insbesondere im Güterbereich weiter wachsen, notwendig seien weitere Verlagerungen auf die Bahn sowie verursachergerechte Anlastungen der Kosten.
Verkehr: Schweiz

 

Grotian, Jobst: Verkehr in der Schweiz. Zürich u. a.: Rüegger, 2006. 167 S. (Kompaktwissen CH; Bd. 3)

€ 14,10 [D], 15,- [A], sFr 22,00, ISBN 978-3-7253-0861-3
Welche Aktivitäten in der Verkehrspolitik der Schweiz gegenwärtig gesetzt werden (etwa Umsetzung der Neuen Eisenbahn-Transversale NEAT) und welche Zukunftsmaßnahmen geplant sind, beschreibt der vorliegende Band. In den Agglomerationen wird nur, so die Autoren, eine integrierte Verkehrspolitik der weiteren Aufwertung des ÖV sowie des „Langsamverkehrs“ (Zu Fuß, Rad), für Entlastungen sorgen. Als neue Finanzierungs- und Steuerungsstrategien werden u. a. Roadpricing sowie eine Alpentransitbörse (handelbare Reservationsrechte für Alpenquerungen) vorgeschlagen.
Verkehr: Schweiz

 

Nachhaltigkeit

 

Brämer, Rainer: Natur obskur. Wie Jugendliche heute Natur erfahren. München: Ökom-Verl., 2006. 182 S.,

€ 19,80 [D],  21,20 [A], sFr 34,60,  ISBN 978-3-86581-037-3
Der Autor hat mehr als 2200 Jugendliche zu ihrer alltäglichen Naturbeziehung gefragt. Seine Ergebnisse stimmen bedenklich: Die Jugendlichen sind immer mehr in der Hightech-Gesellschaft und immer weniger in der Natur zu Hause. Mehr als die klassische Umwelterziehung erhöhe spontane Naturerfahrungen den Grad an Naturkompetenz, sodass diesen mehr  Beachtung geschenkt werden sollte.
Nachhaltigkeit: Bildung


Crossroads. Neue Wege zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Hrsg. v. Elisabeth Marie Mars. München: Ökom, 228 S. + DVD. € 19,80 [D],  21,20 [A], sFr 34,60, ISBN 978-3-86581-013-7
Der Band dokumentiert die Arbeit von Agenda-Akteuren, Schulen, Nachbarschafts- und Bürgerinitiativen, die in Kunstwerken auf Umweltprobleme sowie einen achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen hinweisen. Beschrieben und visualisiert werden auch die Entstehungsprozesse der Projekte. Ein gelungenes Beispiel, um Bildung für nachhaltige Entwicklung lebendig werden zu lassen.
Nachhaltigkeit: Bildung


Ein Konzept auf dem Prüfstand. Das integrative Nachhaltigkeitskonzept in der Forschungspraxis. Hrsg. v. Jürgen Kopfmüller. Berlin: ed. Sigma, 2006. 330 S., € 22,90 [D], 24,50 [A], sFr 40,-, ISBN 978-3-894-045821
Das integrative Nachhaltigkeitskonzept der Helmholtz-Gemeinschaft versteht sich als Instrumentarium, das eine systematische und plausibel begründbare Bewertung unterschiedlicher Vorhaben ermöglichen soll. Im vorliegenden Band werden Anwendungen etwa für kommunale Indikatorensysteme, regionale Wohlstandsanalysen (am Beispiel von Ökolandwirtschaft und Ernährung), für den bereich „Nachwachsende Rohstoffe“ oder Bildungsprojekte vorgestellt.
Nachhaltigkeit: Forschung


Evaluation inter- und transdisziplinärer Forschung. Humanökologie und Nachhaltigkeitsforschung auf dem Prüfstand. Hrsg. v.  Susanne Stoll-Kleemann … München: Ökom-Verl., 2007. 233 S., € 24,80 [D],

26,50 [A], sFr 42,-, ISBN 978-3-86581-043-4

Die Evaluation von Forschungsvorhaben ist in den Naturwissenschaften üblich, in den Sozialwissenschaften jedoch noch eher Neuland. Die Beiträge dieses Bandes reflektieren Instrumente und Erfahrungen der Evaluation transdisziplinärer Forschung im Bereich Humanökologie und Nachhaltigkeit an Beispielen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.
Nachhaltigkeit: Forschung


Handbuch Konstellationsanalyse. Ein interdisziplinäres Brückenkonzept für die Nachhaltigkeits-, Technik- und Innovationsforschung. Hrsg. v. Susanne Schön … München: Ökom, 2007. € 29,80 [D], 31,80 [A], sFr 52,15

ISBN 978-3-86581-044-1
Komplexe Sachverhalte werden von den AutorInnen am Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin als Konstellationen bezeichnet. Mithilfe der Konstellationsanalyse sollen nun Wissensbestände aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammengeführt werden, um zu umfassenderen Wahrnehmungen zu gelangen. Ökonomische, ökologische, soziale und technologische Beeinflussungsfaktoren werden dabei als einander beeinflussend dargestellt. In den Blick gerät auch das interdisziplinäre Forschungsteam mit seinem jeweiligen Wissen, seinen normativen Orientierungen sowie dem Kommunikationsverhalten und Machtgefälle im Team. Die Methode wird anhand konkreter Fallbeispiele vorgestellt.
Nachhaltigkeit: Forschung


Jörissen, Juliane, Coenen, Reinhard: Sparsame und schonende Flächennutzung. Entwicklung und Steuerbarkeit des Flächenverbrauchs. Berlin: ed. sigma, 2006. 282 S., € 22,90 [D],

24,50 [A], sFr 40,-,  ISBN 978-3-89404-829-7
Im vorliegend dokumentierten Forschungsvorhaben des Büros für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags werden für die Zukunft diskutierte Instrumente einer nachhaltigen Flächennutzung vorgestellt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen reichen von interkommunalen Kooperationen und verbesserten Daten (Kataster usw.) über fiskalische Instrumente (Grund/erwerbs/steuer, Ökologisierung des kommunalen Finanzausgleichs) bis hin  zu ökonomischen Anreizsystemen (handelbare Flächenausweisungkontingente, Neuerschließungs- und Bodenversiegelungsabgaben) sowie einer Reform von Fördermaßnahmen
Flächennutzung: Steuerung


Müller-Christ, Georg … : Nachhaltigkeit unter Beobachtung. Ein innovatives Monitoringkonzept für Kommunen. München: Ökom-Verl., 2006. € 29,00 [D],  31,00 [A], sFr 50,70, ISBN 978-3-936581-75-1
Ein Forschungsteam der Universität Bremen hat ein ganzheitliches, ressourcenorientiertes Monitoringsystem für nachhaltige Kommunen erarbeitet, das ökosystemare, ökonomische und soziosystemare Dimensionen umfasst. Dabei werden neben „pathogenetischen“ jeweils auch „salutogenetischeMonitoringfelder dargestellt. Während erstere Defizite anzeigen (Luftverschmutzung, Klimawandel, Flächenverbrauch, Verschuldung, Kriminalität, soziale Isolierung u.a.), verweisen zweitere auf Zukunftspotenziale (Naturschutzgebiete, Ökolandbau, Investitionen in Wissenschaft, Gerechtigkeit, Existenzsicherung u. a. m.).
Nachhaltigkeit: Indikatoren


Reicholf, Josef H.: Stadtnatur. Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen. München: ökom, 2007. 318 S., 

€ 24,90 [D], € 26,60 [A], sFr 43,50, ISBN 978-3-86581-042-7
Die Vielfalt und die Chancen von Natur(räumen) in der Stadt aufzuzeigen, ist Anliegen des Münchner Biologen, der mit provokanten Thesen und vor allem vielen Beispielen aufwartet. Während die industrielle Landwirtschaft viele Naturräume am Land ausgeleert habe, blühe in der Stadt eine neue Artenvielfalt, so Josef H. Reichholf, der Gegensatz „öde Stadt“ – gutes Land“ gelte daher nicht mehr.
Artenvielfalt: Stadt


Wachter, Daniel: Nachhaltige Entwicklung. Das Konzept und seine Umsetzung in der Schweiz. Zürich u. a.: Rüegger, 2006. 175 S. (Kompaktwissen CH; Bd. 2), € 14,10 [D], 15,- [A], sFr 22,-, ISBN 978-3-7253-0850-7
Der Leiter der Sektion Nachhaltige Entwicklung im Bundesamt für Raumentwicklung gibt einen guten Einblick in den Stand der Politik für Nachhaltigkeit in der Schweiz. Neben der Darstellung des Konzepts und der einschlägigen Aktivitäten auf allen Entscheidungsebenen beeindrucken auch die Ausführungen zum Versuch, Nachhaltigkeitserfolge messbar zu machen. Dies geschieht mithilfe des Programms MONET (Monitoring der nachhaltigen Entwicklung), das insgesamt 17 Schlüsselindikatoren umfasst. Die vorläufige Bilanz des Autors ist ambivalent: Erfolgen stehen weiterhin große Herausforderungen gegenüber.
Nachhaltigkeit: Schweiz

 

Partizipation - Politik

 

Corsten, Michael ; Kauppert, Michael ; Rosa, Hartmut: Quellen Bürgerschaftlichen Engagements. Die biographische Entwicklung von Wir-Sinn und fokussierten Motiven. Wiesbaden: VS Verl. f. Sozialwiss., 2008. 241 S., € 29,90 [D], 30,80 [A], sFr 52,- , ISBN 978-3-531-15570-8

Ausgehend von der zentralen Hypothese dieses Bandes, dass Akteure innerhalb ihrer Lebenspraxis eine Sensibilität für je spezifische kollektive Praktiken, einen Wir-Sinn, ausbilden, wurden drei Bedingungen – genauer drei Bedingungskomplexe -  dafür ausgemacht: ein Wir-Sinn, ein fokussiertes Motiv sowie die Verbindung beider. Schließlich werden noch erweiterte Bedingungen wie persönlichkeitspsychologische und handlungsökonomische Erklärungen zur Ausübung von Bürgerschaftlichen Engagements diskutiert.

Bürgerschaftliches Engagement

 

Metz, Karl H.: Ursprünge der Zukunft. Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation. Paderborn (u. a.): F. Schöningh (u. a.), 2006.579 S., € 49,90 [D], 51,40 [A], sFr 78,-,  ISBN 978-3-506-72962-0

Die Geschichte der westlichen Zivilisation als eine des technischen Fortschritts zu begreifen, eröffnet einen spannenden Blick auf Innovationen und deren Folgen. Der Autor schenkt in einer Darstellung, die durch Detailreichtum und Lesbarkeit gleichermaßen überzeugt, vor allem dem Faktor Beschleunigung großes Interesse. Von der langen Periode des Handwerks bis hin zur Gegenwart, in der die „Eigenzeit“ der Technik „das menschliche Maß“ bei weitem übertrifft, legt Metz eine faszinierende „Geschichte der Zukunft“ vor.

Technikgeschichte

 

Transformationen des Staates? Hrsg. v. Stephan Leibfried … Frankfurt/M.: Suhrkamp, 2006. 355 S. (Edition Zweite Moderne) € 19,80 [D], [A], sFr 34,50, ISBN 978-3-518-41743-0

Was bleibt vom, was wird mit dem Staat? Wird er zum Spielball von global agierenden Konzernen oder Terrornetzwerken? Keineswegs, wie dieser Band auf vielfältige Weise zeigt. Thematisiert werden Grenzen der Internationalisierung staatlicher Ressourcen, Perspektiven der Rechtstaatlichkeit zwischen Internationalisierung und Universalisierung ebenso wie die Transformation (oder Aushöhlung) nationalstaatlicher Demokratien und der Wandel des Wohlfahrtsstaates, exemplarisch dargelegt an kleinen Volkswirtschaften (Neuseeland, Dänemark, Schweiz und Österreich) und an den Gesundheitssystemen der OECD-Länder.

Staat

 

Wissenschaft - Forschung

 

Medizin- und Bioethik. Hrsg. v. Michael Fischer … Frankfurt/M. (u. a.) P. Lang, 2006. 389 S. (Ethik interdisziplinär; 1) € 21,50 [D], 22,20 [A], sFr 37,40, ISBN 978-3-631-54744-1

Der erste Band einer gleichermaßen umfassenden wie fundierten Reihe setzt sich mit Fragen der Gesundheitsförderung und Prävention, mit Aspekten der Reproduktionsbiologie und Stammzellenforschung ebenso auseinander wie mit Überlegungen zum Zusammenhang von Forschung, Verantwortung und Haftung. Weitere Beiträge sind der Patientenverfügung, der Praxis von Transplantation und Explantation sowie dem Zusammenhang von Heilungsauftrag und Mittelallokation gewidmet. Folgerichtig schließt der Band mit philosophischen, ethischen und utopischen Fragen zu Sterben und Tod. So stellt etwa der Molekularbiologe Richard Greil im Kontext palliativmedizinischer Maßnahmen die Frage nach einem „schönen Tod“.

Medizin

 

Wer den Ast absägt, auf dem er sitzt, kann noch lang nicht fliegen. Innovationen zwischen institutio0nellem Wandel und Pfadkontinuitäten. Hrsg. v. Hartwig Heine … Berlin: ed. sigma, 2006. 253 S., € 19,90 [D], 20,50 [A],

sfr 34,60, ISBN 978-3-89404-540-1

Veränderungsprozesse, so das Ergebnis einer interdisziplinären Studie, die Neuerungen in den Bereichen Technologie, Organisation und gesellschaftlicher Integration in den Blick nahm, sind nur zu erklären, wenn auch die interagierenden Akteure mit in den Blick genommen werden. Wider die vielfach strapazierte These, dass deregulierende Maßnahmen Innovation fördern, wird deutlich, dass Institutionen selbst erhebliche Innovationspotenziale besitzen und als Fix- und Orientierungspunkte des Wandels von Bedeutung sind.

Innovation

 

Highlights aus der Nano-Welt. Eine Schlüsseltechnologie verändert unsere Gesellschaft. Hrsg. v. Marianne Österreicher. Freiburg i. Br., 2006. 219 S., € 9,90 [D], 10,20 [A], sFr 18,10  ISBN 978-3-451-05672-7

Autos, die auf Knopfdruck die Farbe wechseln, Kleidung, die unsichtbar macht, revolutionäre Entwicklungen in der Krebstherapie und Energiegewinnung, die Aussicht auf ein gesundes Lieben mit 120 Jahren u. v. m. Was ist dran an den Versprechen der Nanotechnolgie? Marianne Österreicher hat darüber mit Experten (wirklich nur Männer!) gesprochen und legt hier, in Zusammenarbeit mit Jens Gobrecht, einen spannenden, auch für Laien gut verständlichen Bericht vor.

Nanotechnolgie

  

 

Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen | Robert-Jungk-Platz 1 | 5020  Salzburg  |  T 0043.662.873 206 | E: jungk-bibliothek@salzburg.at 
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