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Die
Länder am Golf von Guinea (West- bis Zentralafrika) besitzen beträchtliche
Erdöl- und Erdgas-Reserven in der See sowie auf dem Festland. Dieser Reichtum
an Bodenschätzen könnte einen wichtigen Entwicklungsimpuls geben und entscheidend
zur Armutsbekämpfung genutzt werden. Trotzdem gehören diese Länder zu den
ärmsten der Welt. Seit Beginn der Ölförderung vor 60 Jahren ist die Armut
sogar gestiegen. Besonders im Ölsektor herrschen Korruption, Missmanagement
und mangelnde Transparenz. Die Einnahmen aus der Erdölförderung kommen nur
einer kleinen Elite zugute; die direkt Betroffenen werden kaum in die Planung
einbezogen und ihre Regierungen legen keine Rechenschaft über die Verwendung
der Mittel ab. Erdölförderung ist häufig verbunden mit Umweltzerstörung,
gewaltsam ausgetragenen Konflikten und schwerwiegenden
Menschenrechtsverletzungen. Im
zentralafrikanischen Tschad hat ein Konsortium aus den Firmen ExxonMobil (USA), Chevron-Texaco
(USA) und Petronas (Malaysia) 4,3 Milliarden US$
investiert, um geschätzte eine Milliarde Barrel Öl zu fördern. Das war seinerzeit
die größte privatwirtschaftliche Investition in Afrika südlich der Sahara.
Gefördert wurde das Projekt von der Weltbank. Sie versprach sich davon u.a.
Erfolge bei der Armutsbekämpfung. Im
Tschad waren die vier Jahrzehnte seit der Unabhängigkeit 1960 geprägt von
Gewalt und Zerrissenheit. Die Menschen im Tschad wissen, was Krieg bedeutet.
Sie wollen Frieden und ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen
kämpft dafür. Wesentlicher Akteur ist die Vereinigung für Gewaltfreiheit im Tschad
/ATNV, die u.a. vom Internationalen Versöhnungsbund unterstützt wird. Gibt
es Wege, der Gewalt im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Bodenschätzen
entgegen zu wirken? Wie kann globales Handeln aussehen, wenn die wesentlichen
Akteure nicht Staaten, sondern große Konzerne sind. Wie wirkt sich der
Einsatz von EUFOR/MINURCAT auf die Region aus? Am 3.
Juni schildert der Journalist Martin Zint, Mühltal,
seine Erfahrungen mit dem Projekt, das er seit zehn Jahren hautnah verfolgt. Eine Veranstaltung von: Friedensbüro
Salzburg, Internationaler Versöhnungsbund, Afro-Asiatisches
Institut Salzburg, Südwind Salzburg, Eine-Welt- und
Missionskreis Salzburg (Evangelische Christuskirche), Robert-Jungk-Bibliothek
Salzburg |
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Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen |
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